#MontessoriEntdecker · -> 3,5 Jahre · 13 - 15 Monate · Sinneserlebnis

Sinneserlebnis – Herbstlaub

Mittlerweile ist das Wetter ja eher düster und grau und kalt und nass, doch noch vor 2 Wochen machte unser der „Goldene Herbst“ alle Ehre und so nehme ich euch heute mit ein paar Fotos nochmal mit ins warme Herbstwetter. Denn was wäre der Herbst ohne das viele bunte Laub!

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#MontessoriEntdecker · -> 3 Jahre · 07 - 09 Monate · 10 - 12 Monate · Praktisches Leben · Sinneserlebnis

Sinneserlebnis – Wasser

Es gibt kaum etwas faszinierenderes als Wasser! Bereits unsere kleine Biene fand mit einem halben Jahr Wasser auf einem Tablett spannend und konnte sich lange damit beschäftigen.


Doch auch mit steigendem Alter behält das Wasser jegliche Faszination bei! Immer wieder spielt unser Tiger vertieft mit Wasser – sei es am Esstisch mit seinem Wasserglas, beim Baden oder in der freien Natur. Da kann es schon mal vorkommen, dass er für das Händewaschen nach dem Essen eine halbe Stunde braucht (und das Bad anschließend unter Wasser gesetzt ist). Ich sehe Wasser als Sinneserlebnis sehr entspannt – es klebt nicht, macht nichts schmutzig, lässt sich leicht aufwischen oder trocknet und so lasse ich dem Entdeckungsdrang der Kinder feien Lauf!

Wasser hat viele tolle und faszinierende Eigenschaften – die letzten Tage und Wochen habe ich den Kindern immer wieder tolle Sinneserlebnisse zum Thema Wasser angeboten.

Eiswürfel
Selbst mich faszinieren Eiswürfel nach soo viele Jahren immer noch. Vor einiger Zeit habe ich den Kindern welche zum Entdecken gegeben und die faszinierten Gesichter beider waren einfach wundervoll. Seitdem haben wir immer Eiswürfel im Kühlregal und der Tiger fragt mehrmals die Woche, ob er einen haben kann.

Heiß/kalt
Ein ganz besonderes Sinneserlebnis ist der Unterschied zwischen heißem und kaltem Wasser. Ich habe den Kinder zwei Wannen mit heißem (das man halt gerade noch hineingreifen kann) und kaltem (mit Eiswürfel gekühlt) Wasser nebeneinander gestellt und sie einfach mal machen lassen. Der Tiger war schnell begeistert und stieg mit den Füßen in jeweils eine Wanne und spielte dann auch mit den Händen. Besonders mit der Pipette Wasser von der einen in die andere Wanne zu transportieren fand er sehr spannend. Auch unsere Biene war hellauf begeistert und es dauerte nicht lange, machte sie es sich in der warmen Wanne gemütlich. Kurz darauf stellte sie fest, dass in der anderen kalten Wasser war und klettere hinüber. Dort blieb sie allerdings nicht lange und sie bevorzugte ganz klar das warme Wasser. Sie fand es dann aber doch noch sehr lustig, im Warmen zu sitzen und mit den Händen ins kalte Wasser zu patschen.

Was schwimmt, was sinkt?
Als wir das letzten mal bei einem kleinen Bach waren, hat unser Tiger festgestellt, dass Steine im Wasser versinken, Holz und Blätter aber davon schwimmen. Ich habe ihm daher eine Wanne mit Wasser und verschiedenen Gegenständen zur Verfügung gestellt und er konnte testen, was schwimmt, was sinkt. Die erste Runde beobachtete er faszinierend, die zweite Runde konnte er dann bei jedem Gegenstand vorher schon sagen, ob es schwimmt oder nicht.

Besuch am Fluss
Vor allem im Sommer ist es am Fluss meistens herrlich kühl und eine tolle Erfrischung. Beide Kinder lieben die Zeit am Fluss und so sind wir oft dorthin unterwegs. Optimal sind kleine Waldbäche, wo sie sich möglichst frei bewegen können und das Wasser nicht tief ist. Aber auch größere Flüsse hinterlassen Eindrücke. Wir sind mal hier mal dort, Hauptsache Wasser!

#MontessoriEntdecker · -> 3 Jahre · 07 - 09 Monate · 10 - 12 Monate · Praktisches Leben · Sinneserlebnis

Sinneserlebnis – Gebäck backen

Unser Gebäck backen wir schon ganz lange selbst. Als der Tiger noch kleiner war, hat er schon motiviert mit geholfen und es zählte auch lange, eigentlich bis heute, zu den Lieblingsaktivitäten in der Küche. Auch jetzt kommt es kaum vor, dass ich beim Gebäck backen alleine arbeite, zumindest eines der Kinder ist immer dabei. Schon beim Teig hilft der Tiger oft mit, aber das absolute Highlight ist natürlich das Formen der Weckerl (deswegen gibt es bei uns viel öfter Weckerl als Brot). Seit Kurzem ist auch unsere Biene aktiv mit dabei!


Das Arbeiten mit dem Teig ist ein richtiges Sinneserlebnis für Kinder, denn Kinder erleben ja bekanntlich mit allen Sinnen. Vorrangig steht hier natürlich das Fühlen und Kneten des Teiges, aber es wird auch gerne mal gekostet oder daran gerochen. Auch Mehl alleine ist ja richtig spannend, jedes mal wieder! Und so machen wir unser Gebäck mittlerweile zu dritt und haben jede Menge Spaß dabei.


Neben dem ganzen Spaß und der Erlebnisse der Sinne hat das gemeinsame Brot backen aber noch andere wichtige Aspekte. Zum einen ist es natürlich eine tolle Übung des täglichen Lebens, die Kinder üben sich in Feinmotorik und zum anderen haben Kinder so die Möglichkeiten innerhalb der Familie einen wichtig Beitrag im Alltag zu leisten. Außerdem verbringen wir so wertvolle Qualitätszeit miteinander.

„Wenn wir Kindern bei jeder sich bietenden Gelegenheit selbstständiges Handeln ermöglichen, so werden sie durch das Tun selbst und dessen Wiederholungen Handlungsabläufe zunächst durchschauen, sie im Lauf der Zeit verinnerlichen und darauf die Fähigkeit entwickeln, diese Handlungen nachzuvollziehen, ja letztendlich auch vorausplanen.“*


Während die Weckerl dann im Ofen sind, muss wieder einiges aufgeräumt bzw. geputzt werden – die Kinder übernehmen meistens gemeinsam das Staubsaugen (nicht immer dort, wo es schmutzig ist *haha*). Wenn sie nicht mit aufräumen wollen, ist das für mich natürlich auch in Ordnung und ich mache es schnell selber.

„Schon in jungem Alter können Kinder im Haus helfen. Sie können ihr Zimmer aufräumen, Gemüse schneiden, kehren, abstauben und in der Küche beim Kochen und Backen helfen. […] Mit sanfter Anleitung lernen Kinder rasch, ordentlich zu arbeiten, selbst aufzuräumen und bei Pflichten mitzuhelfen, und sie werden diese Fähigkeiten voller Freude üben.“*

Und wenn der Wecker läutet, wird natürlich gleich gekostet – egal zu welcher Tageszeit!


*Zitate stammen aus „Kinder fördern nach Montessori“ von Tim Seldin

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#MontessoriEntdecker · 07 - 09 Monate · Freies Spiel / Artwork · Sinneserlebnis · Spielregal

Entdeckerkörbchen 6 – 9 Monate

Mittlerweile ist unsere Biene schon richtig neugierig und man merkt immer stärker – sie will beschäftigt werden! Sie will entdecken und erforschen, neue Dinge kennen lernen, anfassen, ablutschen, spüren, tasten, schmecken, verschiedene Dinge sehen! Man merkt, dass ihr auch langweilig sein kann und sie nach Beschäftigung sucht. Wie ein Schwamm saugt sie dann mit allen Sinnen alles auf, was in ihre Nähe kommt. Sie möchte nicht mehr nur beobachten und zuhören, sie möchte erleben. Und sie möchte dabei Abwechslung.

Und so biete ich ihr immer wieder Körbchen mit verschiedenen Gegenständen an. Neue Gegenstände werden von ihr freudig entgegen genommen und es kommt auch vor, dass sie sich mit den Gegenständen dann richtig lange (für ihr Alter) alleine beschäftigen kann.

Heute zeige ich euch eine kleine Zusammenstellung an Körbchen von uns:

Küchenutensilien bieten unendlich viele Möglichkeiten!
Körbchen nach Farben sortiert kommen bei unserer Biene auch sehr gut an.

Diese Holztiere mochte unser Tiger schon sehr gerne und unsere Biene auch.
Die Tiere von Schleich mag unsere Biene besonders gern (im Gegensatz zum Tiger) und daher hat es dieses Körbchen schon fix in das Spielregal geschafft.
Bürsten kommen hier immer wieder gut an – mehrfach (natürlich mit zeitlichem Abstand) habe ich sie schon angeboten und sie sind immer wieder spannend.
Selbstgemachte Reissäckchen (auch für ältere Kinder zum Werfen oder Balancieren)
Bälle jeglicher Art sind und bleiben einfach interessant!

Für die Zusammenstellung der Körbchen braucht es kein teures Spielzeug oder dergleichen. Wenn man sich ganz bewusst in der Wohnung umschaut, findet man unzählige Alltagsgegenstände, die für kleine Kinder spannend sein können. Mit ein wenig Kreativität kann man auch vieles selbst machen.

„Babys und Kleinkinder erfahren mit allen ihren Sinnen, […] Gegenstände mit einem ausgeprägten Muster oder einer besonderen Textur, einem Duft, Gegenstände, die sich kalt anfühlen (z.B. ein Stein) oder ein Geräusch erzeugen, sind besonders spannend.“*

Mittlerweile hat unser Tiger das schon bei mir abgeschaut und stellt seiner kleinen Schwester manchmal so ein Entdeckerkörbchen zusammen:

Hier ist unsere Biene etwas über 6 Monate.

Ich beobachte unsere Biene sehr gerne, wenn sie sich mit diversen Gegenständen beschäftigt. Manchmal fällt sie in einen richtigen Flow. Einige Gegenstände hingegen interessieren sie kaum und ich finde es immer wieder spannend, dass auch so kleine Babys bereits Interessen entwickelt haben – ohne dass ich es beeinflusst habe (zumindest nicht bewusst). Grundsätzlich gehört sie aber ganz klar zu den Kindern, die sich längere Zeit am Stück mit etwas beschäftigen können, aber dann muss es wieder was Neues sein – also mehrere Tage hintereinander findet sie die gleichen Gegenstände nicht spannend. Ich freue mich sehr auf die kommenden Monate, denn mit steigendem Alter kann man immer wieder neue, komplexere Dinge anbieten.

„Die Schatzkiste fesselt die Aufmerksamkeit über längere Zeit. Für ein Baby ist diese Beschäftigung sehr anregend; […] Lassen Sie es die Gegenstände auf eigene Faust untersuchen. Kinder mögen es, wenn wir in ihrer Nähe sind, aber sie wollen nicht, dass wir ständig eingreifen.“*

Das ist übrigens das neueste Körbchen – (k)ein Mädchenkörbchen *hehe*: (mit diesem Körbchen lasse ich unsere Biene allerdings keine Sekunde alleine, falls doch mal ein Band reißt oder so!)

Tolle Ideen und Infos zu solchen Körbchen findet ihr auch hier:

*Die Zitate stammen aus dem Buch: „Kinder fördern nach Montessori“ von Tim Seldin

#MontessoriEntdecker · 0 - 03 Monate · 04 - 06 Monate · Do It Yourself · Entwicklung · Sinneserlebnis

Montessori Mobiles zur sensorischen Erkundung

„Mobiles sind vor allem während der ersten Monate für das Baby sinnvoll. In den frühen Wochen helfen sie ihm, das visuelle Vermögen zum Fokussieren und Verfolgen eines Gegenstandes mit dem Blick zu entwickeln.“*

Ohne Zweifel sind Mobiles sehr beliebtes Accessoires wenn es um die Einrichtung des Kinderzimmers für ein Neugeborenes geht. Doch viele der optischen wirklich hübschen Mobiles im Handel sind für unsere Allerkleinsten nicht geeignet..

„Die meisten handelsüblichen Mobiles sind nur für viel ältere Kinder geeignet, gewöhnlich ab drei Jahren oder älter. Sie sind viel zu aufwendig und empfindlich für ein Baby, als dass es sie sicher untersuchen könnte. […] Außerdem gibt es Mobiles für Kinder, in die eine Spieluhr eingebaut ist, die der Erwachsene aufziehen muss. Das Kind liegt in seinem Bettchen, schaut auf ein Mobile, das es nicht gut erkennen kann, beobachtet etwas, das sich zu schnell dreht, als dass es ihm mit seinen Augen folgen könnte, und hört Musik.“*

Heute möchte ich euch daher Mobiles zur sensorischen Erkundung nach Montessori zeigen, die genau auf die einzelnen Entwicklungsschritte von Babys in den ersten Monaten abgestimmt sind. Und das beste an diesen Mobiles ist, dass man sie alle auf einfachste Art und Weise selbst basteln kann.

Zweidimensionale geometrische Formen in Schwarz/Weiß

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Ich habe aus schwarzen und weißen Karton geometrische Formen zusammen gestellt und sie so aufgehängt, dass sie liegend für das Baby gut sichtbar sind. Entspricht nicht dem ursprünglichen Montessori Mobile.

Reflektierte Licht einer Glaskugel
Zusätzlich kann man zu dem Schwarz/Weiß Mobile noch eine Glaskugel hängen, die das Licht reflektiert. Da unser Tiger aber oft mit unserer Biene gemeinsam Mobile schaut, erscheint mir eine Glaskugel etwas zu gefährlich..

Drei Oktaeder aus farbigem, metallisch glänzendem Papier in den Primärfarben

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Dieses Mobile ist sehr einfach zu basteln – eine Falt-Vorlage für Oktaeder findet ihr *hier*. Bei unseren Oktaeder glänzt das Papier vielleicht etwas zu sehr, doch ich habe in meiner nahen Umgebung kein anderes gefunden.. Durch die Oberfläche war das Kleben unserer Oktaeder sehr schwierig, aber machbar. Wenn die Sonne durch das Fenster scheint, glitzern die Oktaeder, das gefällt unserer Biene sehr.

Fünf Kugeln in einer Farbe mit abgestuften Nuancen des Farbtons

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Für dieses Mobile habe ich 5 Holzkugeln mit orangen Garn in 5 Farbabstufungen umwickelt. Damit das Garn gut hält, habe ich direkt auf die Holzkugel etwas Kleber gegeben und danach mit Garn umwickelt – geht relativ schnell.

Stilisierte Figuren aus leichten, metallisch glänzendem Papier

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Da ich keine Druckvorlage für die stilisierten Figuren fand, habe ich kurzerhand selbst eine gezeichnet – ich stelle sie euch gerne unter *Free Printables* zur Verfügung. Unser Papier ist etwas dicker ausgewählt und ich werde das Mobile mit feiner Nähseide aufhängen. Leider bin ich bis jetzt noch nicht dazu gekommen, es fertig zu basteln..

Stilisierte Holzfiguren in Pastelltönen

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Von einer guten Freundin haben wir ein wunderschönes Mobile geschenkt bekommen, welches die Kriterien für dieses Montessori Mobile fast erfüllt. Unsere Biene mag es aber so wie es ist sehr gerne.

„Diese Mobiles sollte etwa alle 2 Wochen ausgetauscht werden, um auf die Gewöhnung an dieses spezielle Mobile zu reagieren und mit der Entwicklung des Gesichtssinns Schritt zu halten.“*

Auf Pinterest habe ich euch eine Pinnwand angelegt – dort findet ihr noch mehr Bastelideen zum Thema „Montessori Mobiles“ bzw. unterschiedliche Ausführungen der einzelnen Mobiles:
pinterest.com/tigersabenteuer/montessori-mobiles/

Ab etwa 3 Monate fing unsere Biene an, sich bewusst für die Mobiles zu interessieren und sie aktiv zu betrachten. Jetzt mit bald 5 Monaten kann sie sich schon richtig lange damit beschäftigen, vor allem wenn sich das Mobile durch das Strampeln in der Hängematte immer wieder bewegen.

*Alle Zitate stammen aus „Montessori von Anfang an“ (Paula Polk Lillard, Lynn Lillard Jessen)

Verlinkt bei *creadienstag*