#MontessoriEntdecker · -> 3,5 Jahre · 13 - 15 Monate · Vorbereitete Umgebung

Bei soo viel Bewegungsdrang!

Jeder von uns weiß, Kinder haben unendlich viel Energie – den ganzen Tag sind sie in Bewegung und haben immer etwas zu tun, Stillstand gibt es eigentlich nicht. Diesem Bewegungsdrang gerecht zu werden ist oft gar nicht so einfach. Vor allem wenn jetzt das kühle und nasse Herbstwetter kommt und die Zeit draußen leider begrenzt ist. Wir sind zwar trotzdem ausgiebig draußen unterwegs, aber trotzdem ist noch immer seeehr viel Energie da, die dann in der Wohnung entladen wird *haha*.

Am heutigen #MontessoriMontag der *Montessori Entdecker* geht es um den Bewegungsbereich für Kinder. Beim Tiger hatten wir vor zwei Jahren durch Zufall einen richtig coolen *Kletterpark im Wohnzimmer* stehen. Jetzt haben wir leider nicht den Platz für einen eigenen Kletterbereich, doch auch ohne nutzt unsere Biene jede Gelegenheit zum Üben ihrer motorischen Fähigkeiten. Heute habe ich sie einfach einmal mit der Kamera begleitet und ihre Kletter-und Bewegungskünste festgehalten.

Mittlerweile würde ich sagen, dass unsere Biene eigentlich überall rauf kommt, wo sie möchte. Sie fängt jetzt auch an, sich gezielt Stühle oder anderes wohin zu schieben und klettert dann nach oben. Bei den Bildern fehlt noch das Klettern auf den Lernturm bzw. wieder herab und auch Treppen bezwingt unsere Biene in beide Richtungen sehr sicher. Da wir im dritten Stock wohnen, war mir das Treppen „steigen“ bei beiden Kindern von klein auf sehr wichtig, daher dürfen sie auch immer wieder mal im Treppenhaus spielen.

Nach langem und intensivem Üben schafft es unsere Biene auch alleine in ihren Sitz zum Essen und auch wieder sicher herunter. Anfangs bin ich da allerdings immer direkt nebenbei gewesen und ich musste sie auch das eine oder andere mal auffangen. Richtig verletzt hat sie sich aber nie und jetzt muss ich auch nicht mehr schauen.

Die beiden Kinder lieben es im Schlafzimmer zu toben, sie dürfen sich hier auch nach Herzenslust austoben. Mittlerweile hat sich unsere Biene das Springen vom Tiger abgeguckt und macht jetzt auch immer so lustige Hüpfbewegungen. Natürlich wird im Bett auch versteckt und gekuschelt. Es vergeht kaum ein Tag, an dem das Schlafzimmer nicht als Spielwiese verwendet wird.

Ich muss gestehen, dass es mich anfangs störte und ich es oft nicht wollte, dass im Bett getobt wird. Allerdings brauchen die Kinder wirklich eine Möglichkeit zum Austoben, wenn wir nicht genügend draußen sein können. Und nachdem die beiden soo viel Spaß dabei haben und sich wirklich oft lange im Schlafzimmer miteinander beschäftigen, drücke ich oft beide Augen zu und übersehe das Chaos.

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#MontessoriEntdecker · -> 3,5 Jahre · 10 - 12 Monate · 13 - 15 Monate · Spielregal · Vorbereitete Umgebung

Unser Spielregal im Wohnzimmer

Im Zuge des #MontessoriMontag der *MontessoriEntdecker* zeige ich euch heute unseren Spielbereich im Wohnzimmer. Vor einiger Zeit haben wir nämlich etwas umgestaltet und aus den geschlossenen Kästen offene Regale gemacht und nach den Bedürfnissen der Kinder befüllt.

Im Wohnzimmer ist es mir besonders wichtig, dass beide Kinder das gesamte Spielzeug verwenden können. Gleichzeitig entstand dadurch eine kleine Abgrenzung, denn das Kinderzimmer wurde dadurch auch Rückzugsort für den Tiger, wenn er mal seine Ruhe haben oder etwas alleine spielen möchte bzw. etwas spielen möchte, das mit seiner kleinen Schwester einfach nicht geht. Es kommt zwar selten vor, doch ich möchte ihm diese Möglichkeit einfach geben.

Ganz links im Regal im Wohnzimmer befindet sich ein Puzzle für unsere Biene mit Meerestieren. Bis jetzt räumt sie es aus und versucht, erste Gegenstände wieder hineinzudrücken – das klappt allerdings noch nicht. Daneben sind die 7 Freunde von Grimms. Es ist das neueste Spielzeug im Regal und wird momentan ganz gerne zerlegt und betrachtet. Darunter befindet sich das Tablett mit unseren Percussion-Musikinstrumente und die kleine Trommel.

Im großen linken Bereich gibt es mehrere Steckspiele und Stapelbecher, ein Körbchen mit rotierendem Kleinzeug (ich muss dringend mal wieder reduzieren) und ein Körbchen mit den Sensory Bottles. Darunter gibt es die Motorikschleife, das Hammerspiel (*zum 1. Geburtstag*) und ein Körbchen mit Schleichtieren.

Daneben befindet sich der Fuhrpark unserer Kinder. Wir mussten extra einen zweiten Traktor für unsere Biene besorgen, damit beide Kinder einen haben, denn es gab ständig Streit deswegen! Ganz rechts sind dann noch die MegaBlocks (der Tisch dazu steht nebenbei) und ein Korb mit unterschiedlichen Bällen. Besonders die Bälle sind bei unserer Biene sehr beliebt. Neben dem Korb mit den MegaBlocks seht ihr unseren Akkubohrer – momentan muss er immer im gleichen Raum sein wie unser Tiger und sie schläft natürlich auch bei ihm im Zimmer *haha* Davon erzähle ich euch aber ein anderes mal.

Darüber haben die Trommeln, die unsere Biene (bzw. wir als Familie) zum Geburtstag bekommen hat, Platz gefunden.

Im Regal daneben sind nicht in Reichweite der Kinder die Gesellschaftsspiele untergebracht. Mir ist es einfach wichtig, dass diese komplett bleiben, damit wir jederzeit spielen können.

Im Wohnzimmer gibt es dann noch einen kleinen Bereich für den Tiger, dorthin kommt unsere Biene noch nicht. Dort sind die Puzzles des Tigers, sein kleiner Lego-Bagger und unser Keyboard. Unter Aufsicht darf unsere Biene natürlich hinauf und Keyboard spielen.

Ich finde, unser Wohnzimmer ist richtig gemütlich und spannend für die Kinder geworden. Wir verbringen hier sehr viel Zeit und spielen oft gemeinsam. Aber auch die Kinder können sich hier einige Zeit alleine beschäftigen!

Hier findet ihr auch noch unser *Spielregal im Kinderzimmer*.

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#MontessoriEntdecker · -> 3,5 Jahre · Praktisches Leben

Kürbis schnitzen – heute mal anders!

Momentan ist unser Tiger topmotiviert für gemeinsame Aktivitäten und das muss ich natürlich ausnutzen *hehe*. Ich genieße die gemeinsame Zeit mit den Kindern sehr und ich merke auch, dass es vor allem für den Tiger sehr wichtig ist – deshalb überlege ich mir Aktivitäten, die ihm Spaß machen könnten.

Am Sonntag haben wir daher Kürbisse beim Bauern geholt und sind zur Tigeroma gefahren.

Während meine Mama mit unserer Biene beschäftigt war (und nebenbei ein wenig fotografierte!), machte ich mich mit dem Tiger ans Werk. Wir haben gemeinsam die Umrisse des Deckels angezeichnet und ich hab ihn anschließend eingeschnitten.

Danach trat der Tiger in Aktion und höhlte beinahe den gesamten Kürbis alleine aus.

Ich habe dann den letzten Rest des Kürbis ausgehöhlt und dann kam das absolute Highlight für den Tiger. Ewig lange und richtig konzentriert bohrte er Loch für Loch in den Kürbis mit dem Akkubohrer.

Da sich der Tiger überhaupt nicht vorstellen konnte, wie unser Kürbis aussehen würde, wenn er dann fertig ist, sind wir immer wieder mal ins Bad gegangen und haben ihn schon mal in Aktion betrachtet.

Zu Hause hat unser Tiger dann sehr stolz dem Tigerpapa seinen Kürbis gezeigt und gaaaanz genau erklärt, wie er ihn gemacht hat! Diese Woche werden wir vom Garten unseren Akkubohrer holen, denn der Tiger hat festgestellt, dass der Kürbis unbedingt noch mehr Löcher braucht.

In etwa einem Monat werden wir dann für den 31. Oktober noch einen Kürbis mal anders „schnitzen“ – auch wenn wir sonst den Halloween-Brauch nicht leben, aber Kürbisse sind einfach toll!

Verlinkt bei Creadienstag!

#MontessoriEntdecker · -> 3,5 Jahre · 10 - 12 Monate · Praktisches Leben

13 Wochen bis Weihnachten!!

Wenn man es so liest, hört es sich doch gar nicht mehr so lange an, oder? Auf alle Fälle bin ich jetzt schon ganz aufgeregt, wenn ich an Weihnachten denke *haha*. Weihnachten ist einfach soo toll und ich freue mich heuer schon besonders darauf, da unser Tiger schon so groß ist und alles bewusst wahrnimmt.

Diese Woche überkam mich die Motivation und die Kinder und ich machten unser erstes Kekse-Probebacken – man will ja dann schließlich vorbereitet sein für das große Fest!

Dieses Grundrezept habe ich bei *hier* Susanne von geborgen wachsen gefunden, ich habe es für uns ein klein wenig abgeändert. Das Rezept finde ich wirklich großartig, denn ohne Ei können die Kinder bedenkenlos naschen.

Zutaten für das abgeänderte Rezept:

  • 150g Weizen-Vollkornmehl
  • 130g pflanzliche Margarine
  • 40g Vollrohrzucker

Die Zutaten einfach gründlich miteinander vermengen und min. eine halbe Stunde im Kühlschrank kalt stellen. Anschließend kann der Teig ausgerollt und verarbeitet werden. Kekse etwa 12 Minuten bei 170°C im Backrohr auf mittlerer Schiene backen. Die Zutaten reichen für ein Blech ausgestochener Kekse.

Die Kinder hatten riesen Spaß beim Backen! Vor allem unser Tiger war sehr begeistert und hat Keks für Keks konzentriert ausgestochen und vorsichtig auf das Blech gelegt. Erst als er komplett fertig war, fragte er, ob er die Reste des Teiges schlecken darf.

Die kleine Biene war mehr oder weniger begeistert bei der Sache. Nach anfänglicher Skepsis kostete sie den Teig und befand ihn als ekelig (wenn ich ihren Gesichtsausdruck richtig interpretiert habe *haha*). Sie knete ein wenig mit dem Teig, schaute sich die Ausstecher genau an und spielte etwas mit dem Nudelroller.

Übrigens – seit unsere Biene den Lernturm für sich beansprucht hat, sitzt unser Tiger auf der Arbeitsfläche und arbeitet direkt von dort aus. Einen eigenen, anderen Hocker möchte er nicht und eine bessere Idee hatte ich bis jetzt noch nicht, also klappt es vorerst auch so.

Danach machten wir es uns mit Tee und Keksen richtig gemütlich – ein perfektes Nachmittagsprogramm bei diesem grauen Herbstwetter der letzten Woche. Das werden wir sicher bald wieder wiederholen!

#MontessoriEntdecker · 10 - 12 Monate · Do It Yourself · Spielregal

Der 1. Geburtstag mit vielen Ideen

Letztes Wochenende habe wir ein wenig den 1. Geburtstag gefeiert. Ich hab mir ein paar Sachen überlegt und die möchte ich euch heute gerne noch zeigen!

Thema Wasser
Ich weiß, unsere Biene bekommt das noch gar nicht so recht mit, aber ich war topmotiviert und habe mir das Thema Wasser für ihren ersten Geburtstag gesucht/gefunden.

Passend zum Thema gab es diese Einladungen:

Und natürlich musste auch die Torte zum Thema passen:

Die Torte ist übrigens ein *zuckerfreier Karottenkuchen* mit Buttercreme (mit blauer Lebensmittelfarbe eingefärbt) und Dinkel-Biskotten rundherum. Sie kam beim Besuch sehr gut an und schmeckte auch richtig lecker! Allerdings habe ich es mit der blauen Farbe etwas übertrieben und so waren die Kinder ziemlich blau *haha*.

Geschenksideen
Geschenke für unsere kleine Biene fand ich besonders schwierig, da ja viel Spielzeug von ihrem großen Bruder da ist. Passend zum Thema hat sie daher Schleichtiere und eine Wasser-Kugelbahn bekommen.

Da Musik in unserer Familie eine große Rolle spiel, hat unsere Biene bzw. die ganze Familie Bongos und ein Djembe inkl. Anleitungen passend für jeden bekommen. Das ist einfach soo unglaublich cool!

Außerdem hat unsere Biene noch dieses Hammerspiel bekommen. Sie liebt es und schon nach wenigen Tagen kann sie komplett alleine spielen und beschäftigt sich auch lange damit. Immer wieder legt sie sich die Kugel auf die Öffnungen und hammert munter drauf los – sicher eines des spannendsten Geschenke für sie. Vielleicht schaffe ich es später auch noch, dass ich euch das Video dazu hochlade.

Was wäre ein Geburtstag ohne ein Buch? Und so habe ich für die Biene noch ein Buch rund um den Bauernhof besorgt. Es ist liebevoll und sehr realistisch illustriert und die wichtigsten Begriffe sind nochmal extra abgebildet.

Nach wie vor kann ich es nicht glauben, dass unsere kleine Babymaus nun ein Kleinkind ist. Andererseits ist ihre Entwicklung einfach soo spannend und ich freu mich auf jeden neuen Tag mit unserem kleinen Sonnenschein!

#MontessoriEntdecker · -> 3 Jahre · 10 - 12 Monate · Vorbereitete Umgebung

Die Sache mit dem FloorBed..

„Das Kinderbett ist groß und befindet sich auf dem Boden. Es sollte Doppelbettgröße haben, und die Matratze/ der Futon sollte nur wenige Zentimeter hoch sein. Selbst ein junges Baby, das diese Bewegungsfreiheit erhält, legt bald kleine Entfernungen zurück, indem es sich schiebt oder zieht. Wenn es dabei den Rand der Matratze erreicht, wird es sich für gewöhnlich zurück ziehen. Aber bei nur ein paar Zentimetern Matratzenhöhe schadet es auch nichts, wenn es sich weiterbewegt.“*

Hätte ich Montessori und dieses Zitat schon früher gekannt, würde die Schlafsituation meiner Kinder heute vermutlich anders aussehen – aber so machen wir eben das beste aus dem, was wir bereits haben.

Im Zuge des #MontessoriMontags zeige ich euch heute die Schlafgelegenheiten unserer Kinder.

Der Tiger schläft seit gut einem Jahr jetzt im Kinderzimmer. Das Stockbett haben wir gekauft, da kannte ich Montessori eben noch nicht. Er braucht schon lange keine Hilfe mehr beim Hinein- und Heraussteigen aus seinem Bett. Das Gitter dient ihm als Rausfallschutz, da er sich nachts sehr viel bewegt – vorne und hinten ist es bewusst und von Anfang an genau so weit offen, dass er problemlos hindurch kommt. Nachts brennt auf der anderen Seite des Zimmers ein kleines grünes Licht – gerade hell genug, damit der Tiger alles sehen kann, wenn er wach wird, aber es seinen Schlaf nicht stört.


Am Bett des Tigers befinden sich immer einige Bücher, da wir abends unsere Hauptlesezeit haben. Die Bücher wechseln immer mal wieder – momentan sind Pixi-Bücher sehr beliebt. Tagsüber halten wir uns eigentlich so gut wie nie im Bett auf, es dient ihm wirklich ausschließlich zum Schlafen bzw. eben zur Einschlafbegleitung. Die Bettwäsche hatte ich übrigens schon als Kind und der Tiger liebt seine „Auto-Bettwäsche“ genauso wie ich damals.

Die kleine Biene schläft bei uns im Schlafzimmer meistens im Beistellbett. Mittlerweile kommt sie alleine hinein und auch wieder sicher heraus. Mit den ersten Kletterversuchen haben wir ihr eine kleine Box hingestellt und sie freute sich immer sehr, wenn sie es alleine hinaufschaffte. Anfangs war ich immer mit dabei und zeigte ihr auch immer wieder, wie sie wieder alleine herunter kommt. Mittlerweile brauche ich nicht mehr schauen, da sie beides völlig problemlos meistert.


Wir haben auch im Kinderzimmer schon ganz lange ein kleines Floorbed, das wird allerdings nicht zum Schlafen genutzt – weder beim Tiger noch jetzt bei der Biene. Grundsätzlich finde ich die Idee des FloorBeds sehr gut – bereits ganz kleine Kinder haben die Möglichkeit, selbst auf die Matratze zu klettern und können sich theoretisch immer zum Schlafen oder Ruhe hinlegen, ohne dass sie dafür die Hilfe des Erwachsenen benötigen. Theoretisch schreibe ich deshalb, weil bei uns beide Kinder ohne Einschlafbegleitung nicht einschlafen können und so bleibt unser kleines FloorBed hauptsächlich zum Kuscheln und Lesen im Kinderzimmer. Für ein größeres FloorBed fehlt uns leider der Platz und wäre auch momentan gar nicht notwendig.


Ich muss ganz ehrlich sagen, lange habe ich mich darüber geärgert, dass wir ein so großes Stockbett etwas vor schnell gekauft haben, da ich dem Tiger gerne (nach meiner Entdeckung und Begeisterung für Montessori) ein tolles FloorBed gestaltet hätte.. Doch ich denke, wir haben trotzdem zwei tolle Schlafplätze für unsere Kinder eingerichtet und sind dabei nach den Bedürfnissen der Kinder gegangen, auch wenn es kein FloorBed ist.

Wenn unsere Biene etwas älter ist bzw. eben nachts nicht mehr ständig wach ist, möchten wir sie gerne ins Kinderzimmer zum Tiger legen. Der Tiger freut sich schon riesig darauf und sagt, dass er dann unbedingt mit seiner Schwester gemeinsam im Bett schlafen möchte – ich bin gespannt! Vielleicht nutzt sie dann auch das kleine FloorBed am Fuße des Tigerbetts – wer weiß?!

Weitere tolle Ideen zum Thema „Vorbereitete Umgebung – das Bett“ findet ihr auf der Facebook-Fanseite der *MontessoriEntdecker* – schaut doch vorbei!

* Zitat aus „Montessori von Anfang an – ein Praxishandbuch für die ersten drei Jahre des Kindes“

#MontessoriEntdecker · -> 3 Jahre · 07 - 09 Monate · 10 - 12 Monate · Praktisches Leben · Sinneserlebnis

Sinneserlebnis – Wasser

Es gibt kaum etwas faszinierenderes als Wasser! Bereits unsere kleine Biene fand mit einem halben Jahr Wasser auf einem Tablett spannend und konnte sich lange damit beschäftigen.


Doch auch mit steigendem Alter behält das Wasser jegliche Faszination bei! Immer wieder spielt unser Tiger vertieft mit Wasser – sei es am Esstisch mit seinem Wasserglas, beim Baden oder in der freien Natur. Da kann es schon mal vorkommen, dass er für das Händewaschen nach dem Essen eine halbe Stunde braucht (und das Bad anschließend unter Wasser gesetzt ist). Ich sehe Wasser als Sinneserlebnis sehr entspannt – es klebt nicht, macht nichts schmutzig, lässt sich leicht aufwischen oder trocknet und so lasse ich dem Entdeckungsdrang der Kinder feien Lauf!

Wasser hat viele tolle und faszinierende Eigenschaften – die letzten Tage und Wochen habe ich den Kindern immer wieder tolle Sinneserlebnisse zum Thema Wasser angeboten.

Eiswürfel
Selbst mich faszinieren Eiswürfel nach soo viele Jahren immer noch. Vor einiger Zeit habe ich den Kindern welche zum Entdecken gegeben und die faszinierten Gesichter beider waren einfach wundervoll. Seitdem haben wir immer Eiswürfel im Kühlregal und der Tiger fragt mehrmals die Woche, ob er einen haben kann.

Heiß/kalt
Ein ganz besonderes Sinneserlebnis ist der Unterschied zwischen heißem und kaltem Wasser. Ich habe den Kinder zwei Wannen mit heißem (das man halt gerade noch hineingreifen kann) und kaltem (mit Eiswürfel gekühlt) Wasser nebeneinander gestellt und sie einfach mal machen lassen. Der Tiger war schnell begeistert und stieg mit den Füßen in jeweils eine Wanne und spielte dann auch mit den Händen. Besonders mit der Pipette Wasser von der einen in die andere Wanne zu transportieren fand er sehr spannend. Auch unsere Biene war hellauf begeistert und es dauerte nicht lange, machte sie es sich in der warmen Wanne gemütlich. Kurz darauf stellte sie fest, dass in der anderen kalten Wasser war und klettere hinüber. Dort blieb sie allerdings nicht lange und sie bevorzugte ganz klar das warme Wasser. Sie fand es dann aber doch noch sehr lustig, im Warmen zu sitzen und mit den Händen ins kalte Wasser zu patschen.

Was schwimmt, was sinkt?
Als wir das letzten mal bei einem kleinen Bach waren, hat unser Tiger festgestellt, dass Steine im Wasser versinken, Holz und Blätter aber davon schwimmen. Ich habe ihm daher eine Wanne mit Wasser und verschiedenen Gegenständen zur Verfügung gestellt und er konnte testen, was schwimmt, was sinkt. Die erste Runde beobachtete er faszinierend, die zweite Runde konnte er dann bei jedem Gegenstand vorher schon sagen, ob es schwimmt oder nicht.

Besuch am Fluss
Vor allem im Sommer ist es am Fluss meistens herrlich kühl und eine tolle Erfrischung. Beide Kinder lieben die Zeit am Fluss und so sind wir oft dorthin unterwegs. Optimal sind kleine Waldbäche, wo sie sich möglichst frei bewegen können und das Wasser nicht tief ist. Aber auch größere Flüsse hinterlassen Eindrücke. Wir sind mal hier mal dort, Hauptsache Wasser!

#MontessoriEntdecker · -> 3 Jahre · 07 - 09 Monate · 10 - 12 Monate · Spielregal · Vorbereitete Umgebung

Kinderzimmer der 2 Kinder (39 & 9 Monate)

Obwohl wir in unserer Wohnung zwei Kinderzimmer haben, haben mein Mann und ich beschlossen, dass sich unsere Kinder die ersten Jahre ein Zimmer teilen werden. Mit dem Aufwachsen der beiden ändern sich immer wieder die Bedürfnisse und somit auch das Kinderzimmer. Heute zeige ich euch, wie das Zimmer momentan für die beiden (die Biene ist 9 Monate, der Tiger 3 Jahre und 3 Monate alt) aussieht und was sich in ihren Spielregalen befindet.


Für den Bereich der Biene haben wir wieder die Matratze des Gitterbetts am Boden platziert – ein FloorBed sozusagen. Zum Schlafen wird es nicht genutzt, aber unsere Biene krabbelt gerne drauf herum, krabbelt hinauf und herunter, steht auf, wippt herum, etc. Wenn die Kinder in ihrem Spiel vertieft sind, ist es für mich auch ein gemütlicher Rückzugsort und ich kann sie trotzdem beobachten.


Auch den Spiegel findet unsere Biene toll und sie beschäftigt sich oft lange mit ihrem Spiegelbild, dabei lacht sie immer. Eine Bücherkiste darf neben dieser Kuschelecke natürlich nicht fehlen.


Im Regal nebenbei befinden sich Spielsachen, mit denen beide Kinder Freude haben. Links unten gibt es eine Ballkiste mit den unterschiedlichsten Bällen, in der Mitte eine Kiste mit den Bauklötzen und rechts die Duplo-Kiste. Links oben befindet sich eine Schale mit Baby Architekt Matador, ein Tablett mit Musikinstrumenten und rechts das Matador des Tigers ab 3 Jahren. Am Regal steht noch die Trommel und das Glockenspiel und eigentlich noch eine Schale mit der Kugelbahn (beim Fotografieren war die aber gerade im Wohnzimmer).


Gegenüber befindet sich dann der Bereich mit den Sachen des Tigers. Im Regal finden rechts oben die Kunstmaterialien wie Schere, Kleber, Spitzer, Lochstanzer, Wachsmalkreiden, Sticker, etc. Platz. Links daneben sind in einer kleinen Kiste die CDs des Tigers untergebracht, sowie auch diese Formen zum Ineinanderstecken und Fädelperlen, gleich darunter sind die XXL Bügelperlen mit den dazugehörigen Formen. Rechts ein paar ausgedruckte Kärtchen wie Emotionskarten oder die Karten zum Lokomotiven zuordnen und auch die „Schatten-Schienen“ (unter *Free Printables* zum freien Download). Rechts unten befindet sich eine Box mit den fertigen Zeichnungen und auch eine Malschürze und ein Maltuch. Daneben noch die großen Puzzlematten und fertige Bügelperlen-Werke. Den CD-Player kann der Tiger schon lange selbst bedienen und oft ist er einfach lange damit beschäftigt, die CDs immer wieder zu wechseln.


Anschließend steht der kleine Tisch, den unser Tiger momentan sehr gerne zum Malen verwendet. Stifte und alles zum Wasserfarben malen bleibt auf Wunsch des Tigers immer auf dem Tisch stehen.


Rechts neben dem Tisch gibt es noch dieses Sortiersystem für Vorlagen zum Malen (ausschließlich Lokomotiven *haha*) und unterschiedliches Papier. Außerdem biete ich dem Tiger auch immer zwei Kunst-Tabletts mit wechselndem Inhalt an – bis jetzt war allerdings noch nicht wirklich was dabei, was dem Tiger richtig gut gefallen hat…


Die Kleidung der Kinder ist in Schubladen untergebracht. Jedes Kind hat zwei Laden und dort befindet sich das für die jeweilige Jahreszeit passende Gewand. Mit Hilfe der Wetterkarten sucht sich der Tiger immer selbst seine Kleidung zusammen. Hier am Bild seht ihr die „Wolkenlade“ des Tigers.


In der Schatzkiste sind nach wie vor die kleinen Autos des Tiger untergebracht und ein kleiner Fuhrpark darf natürlich auch nicht fehlen. Hier befindet sich auch gebrauchte Kleidung der Kinder, die sie nochmals tragen können.


Der Tiger schläft mittlerweile schon seit etwa 9 Monaten nachts in seinem Zimmer. Auf eigenem Wunsch ist er, als unsere Biene ganz klein war und nachts oft geweint hat, vom Familienbett ausgezogen und seitdem auch nicht ein einziges Mal zurück gekommen. Er sagt selbst, er mag sein Bett sehr gerne und schläft gut darin.


Im Bett ist viel Stauraum integriert – hier haben auch die Bücher für das Einschlaflesen Platz gefunden. Sie befindet sich hier außerhalb der Reichweite seiner kleinen Schwester.

Beide Kinder fühlen sich sehr wohl in dem Zimmer und wir verbringen auch sehr viel Zeit darin. Auch die restliche Wohnung werden wir bald den wachsenden Bedürfnissen der Biene bzw. der veränderten Bedürfnisse des Tigers anpassen – natürlich zeige ich immer, wenn wieder etwas verändert wurde.

Weitere Beiträge zum Thema „Vorbereitete Umgebung“:
Die Wichtigkeit der vorbereiteten Umgebung

Eindrücke der vorbereiteten Umgebung unserer Wohnung findet ihr hier:

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Gemeinsam Gebäck backen – so klappt´s

Vor einigen Tagen habe ich schon darüber geschrieben, warum ich es so wichtig finde die Kinder bei den alltäglichen Hausarbeiten wie *Gebäck backen* mit einzubinden. Heute gebe ich euch noch Tipps, wie das gemeinsame Arbeiten, in unserem Fall eben Gebäck backen, reibunslos(er) funktioniert.

Vorweg zeige ich euch noch den Arbeitsbereich der Kinder:


Unser Tiger hat seinen Lernturm mit etwa 10 Monaten bekommen und es gibt kaum einen Tag, an dem er nicht in Verwendung ist. Davor hatte er diesen Tischsitz, den jetzt auch unsere Biene verwendet seit sie sitzen kann. Ich denke, es ist jetzt nur noch eine Frage weniger Woche, dann wird wieder gewechselt. Unsere Biene erklimmt den Lernturm schon fast und steht auch sehr sicher, sie wird ihn also bald benutzen können. Unser Tiger bekommt dann einen kleineren Hocker.

Und hier noch meine 5 Tipps zum gemeinsamen Backen:

1.) Nehmt euch viel Zeit
Grundsätzlich dauern alle Arbeiten mit Kinder (viel) länger. Kinder brauchen einfach mehr Zeit, da sie jeden Handgriff erst üben müssen. Sie wollen dazwischen entdecken und vielleicht auch eigene Ideen umsetzen. Es ist daher ratsam, bei allen Hausarbeiten mehr Zeit einzuplanen und Stresssituationen, die entstehen, wenn es schnell gehen muss, zu vermeiden.

2.) Planung und Vorbereitung ist das halbe Leben
Je kleiner die Kinder, desto wichtiger ist die Vorbereitung. Das heißt beim Gebäck backen lege ich schon alle Zutaten dafür auf die Arbeitsfläche, damit ich zwischen nicht aus der Küche (in die Abstellkammer) gehen muss. Bei ganz kleinen Kinder sollte auch schon alles vorportioniert sein, da die Aufmerksamkeitsspanne noch gering ist – ein Beispiel dafür findet ihr hier: *Palatschinken machen mit 1,5 Jahren*. Mittlerweile portioniere ich mit dem Tiger gemeinsam.

3.) Perfektion hat viele Gesichter
Kinder arbeiten prozessorientiert, die Sache an sich ist spannend und das Ergebnis daher zweitrangig. Außerdem muss das Kind die benötigten Fertigkeiten erst üben und ausprobieren. Vor allem bei Essen finde ich es meist völlig zweitrangig, wie es aussieht (so lange es schmeckt) und die stolzen Augen des Tigers, wenn er etwas beigetragen hat, sind so viel mehr wert!

4.) Etwas Chaos lässt sich in den meisten Fällen einfach nicht vermeiden
Beim Backen mit den Kindern muss man über ein gewisses Maß an Chaos hinwegsehen. Genau so, wie die Dinge nicht von Anfang an perfekt laufen können, so können Kinder nicht von Anfang an ordentlich arbeiten. Mittlerweile sehe ich das alles sehr locker (vor allem seit sie zu zweit Chaos machen), denn danach muss gesaugt und die Oberflächen gereinigt werde und ob da jetzt viel oder wenig Schmutz ist, ist im Grunde doch völlig egal.

5.) Wenn die Stimmung bereits gereizt ist, lasst gemeinsame Hausarbeit bleiben
Grundsätzlich achte ich darauf, dass ich selbst gut gelaubt und entspannt bin, wenn ich mit den Kindern was Backen will. Wenn ich selbst schon gereizt bin, stört mich plötzlich das Chaos oder das Spielen mit den Nahrungsmitteln und Stress ist vorprogrammiert. Wenn ich wirklich mal so gar nicht in Stimmung bin, dann vermittle ich das auch vor allem unserem Tiger und mache die Arbeit schnell alleine. Und beim nächsten Mal können wir dann wieder entspannt gemeinsam arbeiten. Gilt natürlich auch für den Tiger oder die Biene – wenn sie hungrig oder müde oder einfach schlecht gelaunt sind, verschieben wir das Backen meist auf später, wenn sie wieder bessere Laune haben und ihre Bedürfnisse gestillt sind.

Mit Hilfe dieser 5 Tipps läuft bei uns das gemeinsame Backen wirklich meistens entspannt, unkompliziert und mit viel Spaß ab – habt ihr noch Ideen als Ergänzung für die Liste? Dann her damit!

#MontessoriEntdecker · -> 3 Jahre · 07 - 09 Monate · 10 - 12 Monate · Praktisches Leben · Sinneserlebnis

Sinneserlebnis – Gebäck backen

Unser Gebäck backen wir schon ganz lange selbst. Als der Tiger noch kleiner war, hat er schon motiviert mit geholfen und es zählte auch lange, eigentlich bis heute, zu den Lieblingsaktivitäten in der Küche. Auch jetzt kommt es kaum vor, dass ich beim Gebäck backen alleine arbeite, zumindest eines der Kinder ist immer dabei. Schon beim Teig hilft der Tiger oft mit, aber das absolute Highlight ist natürlich das Formen der Weckerl (deswegen gibt es bei uns viel öfter Weckerl als Brot). Seit Kurzem ist auch unsere Biene aktiv mit dabei!


Das Arbeiten mit dem Teig ist ein richtiges Sinneserlebnis für Kinder, denn Kinder erleben ja bekanntlich mit allen Sinnen. Vorrangig steht hier natürlich das Fühlen und Kneten des Teiges, aber es wird auch gerne mal gekostet oder daran gerochen. Auch Mehl alleine ist ja richtig spannend, jedes mal wieder! Und so machen wir unser Gebäck mittlerweile zu dritt und haben jede Menge Spaß dabei.


Neben dem ganzen Spaß und der Erlebnisse der Sinne hat das gemeinsame Brot backen aber noch andere wichtige Aspekte. Zum einen ist es natürlich eine tolle Übung des täglichen Lebens, die Kinder üben sich in Feinmotorik und zum anderen haben Kinder so die Möglichkeiten innerhalb der Familie einen wichtig Beitrag im Alltag zu leisten. Außerdem verbringen wir so wertvolle Qualitätszeit miteinander.

„Wenn wir Kindern bei jeder sich bietenden Gelegenheit selbstständiges Handeln ermöglichen, so werden sie durch das Tun selbst und dessen Wiederholungen Handlungsabläufe zunächst durchschauen, sie im Lauf der Zeit verinnerlichen und darauf die Fähigkeit entwickeln, diese Handlungen nachzuvollziehen, ja letztendlich auch vorausplanen.“*


Während die Weckerl dann im Ofen sind, muss wieder einiges aufgeräumt bzw. geputzt werden – die Kinder übernehmen meistens gemeinsam das Staubsaugen (nicht immer dort, wo es schmutzig ist *haha*). Wenn sie nicht mit aufräumen wollen, ist das für mich natürlich auch in Ordnung und ich mache es schnell selber.

„Schon in jungem Alter können Kinder im Haus helfen. Sie können ihr Zimmer aufräumen, Gemüse schneiden, kehren, abstauben und in der Küche beim Kochen und Backen helfen. […] Mit sanfter Anleitung lernen Kinder rasch, ordentlich zu arbeiten, selbst aufzuräumen und bei Pflichten mitzuhelfen, und sie werden diese Fähigkeiten voller Freude üben.“*

Und wenn der Wecker läutet, wird natürlich gleich gekostet – egal zu welcher Tageszeit!


*Zitate stammen aus „Kinder fördern nach Montessori“ von Tim Seldin

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