-> 4 Jahre · Entwicklung · Gedanken

Bin ich bereit für den Kindergarten?

Wie ihr wisst, betreue ich beide Kinder zu Hause und es ist mir wichtig, sie frei entscheiden zu lassen, wann sie in den Kindergarten gehen möchten. Vor einiger Zeit war es beim Tiger so weit und so meldeten wir ihn an. Er hat bereits viele Freunde vom Spielplatz (darunter mittlerweile sogar einen besten Freund), die bereits in den Kindergarten gehen – wir haben also bereits am Anmeldeformular unsere Wunschgruppe angegeben.

Seit März warten wir auf einen Bescheid, ob es klappt oder nicht. Der Tiger war in der Zwischenzeit durch diese Ungewissheit auch der Meinung, er geht niemals in den Kindergarten – auf keinen Fall geht er irgendwohin ohne mich! Ich habe alles sehr locker gesehen und dem Tiger das auch so kommuniziert. Er soll er sich einfach mal ansehen und wenn es ihm nicht gefällt, kann er immer noch ein Jahr daheim bleiben (in Österreich ist das letzte Kindergartenjahr verpflichtet). Er allerdings blieb bei seiner Meinung, dass er nicht in den Kindergarten gehen wird. Heute kam nun der langersehnte Brief und er wurde tatsächlich in der favorisierten Gruppe genommen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr sich der Tiger gefreut hat, nun jeden Tag mit seinen Freunden spielen zu können. Er hat auch von sich aus das Kindergartenbuch geholt, das er bis jetzt immer verweigert hat, und wir haben lange darin gelesen und intensiv darüber gesprochen. Es war soo unglaublich schön, ihn so freudestrahlend und voller Aufregung und Vorfreude zu sehen!

Und dann ist da noch mein kleines Mama-Herz, das sich zwar unendlich mit dem Tiger freut, aber das auch gleichzeitig sehr traurig ist.. Das den kleinen Tiger gerne noch ein Jahr bei sich hätte (würde ich niemals machen, wenn er von sich aus gehen will) und das sich fragt, ob es dem kleinen Tiger genug Sicherheit, genug Selbstvertrauen und genug Mut mit ins Leben gegeben hat. Das den kleinen Tiger immer noch als das kleine, sehr sensible und so leicht verletzliche Kind von vor 2 Jahren sieht, das er nun aber absolut nicht mehr ist!

Ja, den heutigen Abend verbringe ich mit gemischten Gefühlen und ich hoffe einfach sooo sehr, dass ich unserem Tiger so viel Liebe und Sicherheit geschenkt habe, dass er immer zu mir kommt, wenn etwas vorgefallen ist oder wenn ihn etwas bedrückt. Denn das erste Mal in unserem gemeinsamen Leben habe ich es nicht selber in der Hand Ich muss ihn wirklich ein großes Stück weit loslassen und das Vertrauen haben, dass alles gut ist! Und das ist für mich alles andere als leicht, auch wenn ich weiß, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Er ist so ein richtig tolles Kind, geht stark, selbstsicher, offen und mit so viel Freude durch das Leben. Er kann sich mittlerweile durchsetzen und für seine Wünsche einstehen. Und gleichzeitig ist er immer noch sensibel und nimmt sich vieles sehr zu Herzen. Aber egal was kommt, wir werden immer für ihn da sein!

Im Herbst beginnt eine spannende Zeit für uns, denn auch unser Alltag wird komplett über den Haufen geworfen und vielleicht tut unserem Alltag ja etwas Struktur und Regelmäßigkeit sehr gut – obwohl ich mich richtig daran gewöhnt habe einfach so in den Tag zu leben. Ich freue mich auch gleichzeitig auf die Qualitätszeit mit unserer Biene, die sie so in der Form einfach noch nie hatte.

Die Zeit nimmt also seinen Lauf und eine neue spannende Phase unseres Lebens beginnt! Ich bin sehr gespannt und bin aber trotzdem richtig froh, dass wir noch einige Monate bis dahin unseren „in den Tag hineinleben“ – Alltag genießen können!

Aber um noch einmal zur Anfagsfrage zurück zu kommen – bin ich bereit für den Kindergarten? Ich weiß es nicht und um ehrlich zu sein, es ist auch nicht wichtig, denn der Tiger ist es und das ist das einzige, was in dem Fall zählt.


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Gedanken

Wann beginnt Vorsorge?

Heute möchte ich gerne über ein Herzensthema schreiben, das mitunter ein Grund ist, warum ich diesen Weg für mein Leben gewählt habe.

Meine Eltern leben seit meiner Kindheit getrennt. Vor (in wenigen Tage genau) zwei Jahren hatte mein Papa einen Schlaganfall. Dieser Schicksalsschlag traf mich doch sehr und die ersten Tage wusste ich nicht, ob er überlebt. Doch auch als er über den Berg war, waren die Prognosen der Ärzte sehr niederschmetternd. Die rechte Seite gelähmt, viele Erinnerungen und Emotionen weg, er konnte kaum sprechen. Nach vielen Monaten unzähliger Therapien und harter Arbeit kann er nun wieder sprechen und auch kurze Strecken mit einem Stock wieder gehen, allerdings kann er seine Hand nicht wieder benützen. Auch viele seiner Erinnerungen kehrten zurück. Dennoch gibt es Tage, an denen er Aussetzer hat und auch mich nicht wirklich erkennt. Durch die klaren Momenten ist ihm das auch bewusst. Momentan besteht sein Leben darin, für sich selbst zu sorgen und sogar das ist ein großer Erfolg. Er muss erst wieder lesen und schreiben lernen, obwohl nicht klar ist, in wie weit das wieder erlernbar ist und auch die Ausübung seiner Hobbys hat sich erledigt. Es ist ein Leben, das ich niemandem wünsche würde und auch dem Umfeld, also Familie und Bekannten nicht. Und dennoch hatte er noch viel Glück! Einen wichtigen Punkt in dieser Sache habe ich euch noch nicht verraten:

Mein Papa war zum Zeitpunkt des Schlaganfalls 47 Jahre alt!

Jetzt mit 49 Jahren ist er immer auf Hilfe anderer angewiesen. Er ist zweifacher Opa und trotzdem wird er seine Enkelkinder vielleicht niemals tragen, mit ihnen toben, oder ihnen etwas Vorlesen können..

Wenige Monate davor hat mich mein Papa zum Altar geführt…

Warum erzähle ich euch das? Je mehr ich darüber recherchiert habe und auch über Ernährung lerne, desto bewusster wird mir  (auch wenn es mir sehr schwer fällt, das zu akzeptieren und darüber zu zu schreiben) – sein Schlaganfall war kein Schicksalschlag.. Denn das Risiko eines Schlaganfalls hängt oft (natürlich nicht immer) mit dem Lebensstil zusammen – viel Stress, wenig Schlaf, Alkohol, Rauchen und auch Ernährung  spielen eine wichtige Rolle. Selbes lässt sich auf viele andere unserer so genannten Zivilisationskrankheiten übertragen. Unsere heutige Durchschnittsernährung ist nicht gut für uns und fördert viele Krankheiten. Wir Österreicher konsumieren zu viel Fett, zu viel Zucker, zu viele verarbeitete Lebensmittel, zu viel Auszugsmehl (also Weißmehl) und zu wenig an wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen in Form von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkorn.

Und so bin ich überzeugt davon, dass man mit gesunder Ernährung präventiv sehr viel für sein Leben machen kann. Wir haben nur diesen einen Körper und es gibt kaum etwas wichtigeres als ihn gesund zu halten. Oft höre ich, dass man in jungen Jahren doch leben soll und sich um die Vorsorge doch später kümmern kann – doch wann ist später? Wann sollte man mit der Prävention beginnen und sich einen gesunden bzw. gesünderen Lebensstil aneignen? Leider ist unser Gesundheitssystem nicht auf Vorsorge angelegt und so hat sich das auch in den Köpfen der Menschen verankert – denn es wird erst reagiert, wenn es oft schon zu spät ist. Doch was ist, wenn es später, zu spät für Vorsorge ist und man unter anderen Umständen nachsorgen bzw. Schadensbegrenzung machen muss? Es ist nie zu früh um mit der Gesundheitsvorsorge (und dazu gehört auch eine bewusste Ernährung) zu beginnen!

Ich persönlich bin der Meinung, dass es vielleicht gar nicht so wichtig ist, wie alt wir werden – doch ich möchte die Jahre meines Lebens vital, mit viel Energie und gesund erleben. Und ich möchte auch anderen Menschen auf diesem Weg begleiten und helfen. Natürlich muss auch gesagt werden, auch die beste Ernährung und der gesündeste Lebensstil ist kein Garant für ewige Gesundheit, denn das Leben ist nun einmal nicht fair.. Doch die Wahrscheinlichkeit für eine bessere Gesundheit und damit verbundener Lebensqualität steigt. Nach dem „Schicksalsschlag“ meines Papas und der Entscheidung zu meiner Ausbildung ist das mittlerweile ein Herzenswunsch geworden. Ich möchte auf die Wichtigkeit der Prävention aufmerksam machen und Menschen zu einer gesünderen Ernährungsweise verhelfen. Dennoch werde ich niemandem sagen, wie er sich zu ernähren hat. Vielmehr geht es mir um das Bewusstsein, was wichtig und gut für den eigenen Körper ist und was eben nicht. Denn nur wer sich ein wenig auskennt, kann bewusst eine Entscheidung treffen, was man für sich selbst möchte. Und um dieses Bewusstsein und die daraus resultierenden Entscheidungen geht es letztendlich!

Ich freue mich, dass ihr mich auf meinem Weg begleitet, denn es zeigt mir, dass mein Herzenswunsch auch in Erfüllung gehen kann!


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Gedanken

2018 – mein Jahr der Ernährung

Ich habe gerade etwas in meinem Archiv geschmökert und ich schreibe jetzt tatsächlich schon zum dritten Mal einen Beitrag zum Jahresende bzw. Jahresanfang!

*Letztes Jahr* habe ich mir ziemlich viel vorgenommen und wie erwartet hat einiges geklappt und einiges eben nicht. Grundsätzlich bin ich richtig glücklich, wenn ich an das letzte Jahr denke – denn ein sehr wertvolles Jahr mit richtig viel Qualitätszeit mit unseren Kindern liegt hinter uns. Und so wie wir das heurige Jahr heute beenden, werden wir es morgen wieder beginnen – nämlich mit ganz viel Familienzeit und unendlich viel bedingungsloser Liebe füreinander!

Im kommenden Jahr hab ich allerdings wieder einige Pläne, ganz persönliche Pläne. So möchte ich bis zum Ende des Jahres meine Ausbildung zur Dipl. Ernährungstrainerin abgeschlossen haben. Ein großes Ziel, das mir allerdings sehr am Herzen liegt. Ich werde nicht mit aller Kraft daran festhalten, denn die Familie kommt für immer an erster Stelle – ich werde also sehen, was das Jahr diesbezüglich bringt und mein Bestes geben, meine Ziele zu erreichen, ohne dass die Kinder, mein Mann oder ich zu kurz kommen. Natürlich möchte ich wieder viel kochen und dabei ganz viel Neues ausprobieren. Ich freue mich auf alle Fälle auch schon auf das Schreiben meiner Diplomarbeit und die Praxisstunden mit ganz vielen lieben Menschen.

Was den Blog betrifft bin ich etwas hin- und hergerissen. Beim Umzug des Blogs konnte ich leider viele meiner Leser nicht mitnehmen, was sich deutlich an den Besucherzahlen nieder geschlagen hat. Klar hat mich das nicht besonders motiviert, auch wenn ich damit doch eigentlich gerechnet habe. Es war aber für mich persönlich aber trotzdem die richtige Entscheidung, denn ich mag den neuen Blog richtig gerne. Gesamt, also beide Blogs zusammen, hatte ich wie im letzten Jahr wieder knapp 50.000 Aufrufe von 20.000 Besuchern. Der erfolgreichste Beitrag (die *Downloads* mal ausgenommen) war der *FlyLady* Beitrag, der gute 3000mal aufgerufen wurde. Da der Blog zu meinem persönlichen Familientagebuch geworden ist, werde ich auf alle Fälle weiter schreiben und euch durch unseren Alltag mitnehmen. Das Thema Ernährung wird auch einen größeren Stellenwert bekommen. Ich möchte mich aber selbst etwas überraschen lassen, wie viel ich zum Bloggen komme – ich freue mich auf alle Fälle, wenn ihr mich weiter begleitet.

Und so belasse ich es heute mit diesen Zeilen, wünsche euch allen einen guten Rutsch in das neue Jahr und freue mich weiterhin, wenn ihr immer mal wieder hier bei mir und meiner Familie vorbei schaut.

Abschließend möchte ich euch gerne noch meinen Beitrag zum *Jahresbeginn 2016* verlinken, denn viel zu oft vergesse ich darauf, obwohl es soo unendlich wichtig ist..

Euch allen einen guten Start im Jahr 2018, achtet auf euch und eure Liebsten und nehmt euch Zeit für die Dinge, die euch wichtig sind!


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Gedanken

Mein Abschied von unserem dritten Kind..

Es ist 2 Uhr nachts. Ich wandle mit einer immer wieder aufweinenden Biene durch die Wohnung. Seit unser Tiger im Schlafzimmer schläft, muss ich immer auf, wenn eines der Kinder weint. Sie kuschelt sich immer wieder zu mir und versucht zu schlafen, doch die unteren Backenzähne und eine Erkältung quälen sie und so findet sie nicht in den Schlaf. So gehe ich mit ihr, von Raum zu Raum, die Zeit vergeht nur langsam. Immer wieder mal schläft unsere Biene ein wenig ein, an mich gekuschelt und ich hoffe jedesmal, dass sie diesmal besser schlafen kann. Dennoch genieße ich ihre Nähe.

Meine Gedanken kreisen um unser drittes Kind, das ich mir noch wünsche – allerdings weiß ich mittlerweile, dass es nicht mehr wirklich in unsere Familie passt. Dieses dritte Kind hat monatelang so viel Raum in meinen Gedanken eingenommen, dass ich fast auf die Gegenwart vergesse. *Nacht für Nacht für Nacht* war ich unter anderem auch deshalb so verzweifelt, weil ich nicht wusste, wie ich noch ein drittes Baby schaffen sollte – und wer könnte mir schon garantieren, dass es besser schläft als unsere beiden Nachteulen?! Meinem Mann hielt ich rund um die Uhr den Rücken frei, um ihm zu zeigen, dass wir es noch mit einem dritten Kind schaffen würden und alles, was nicht klappte, brachte mich oft in Verzweiflung, denn wie sollte unser Alltag mit drei Kindern klappen, wenn er es doch mit zwei schon nicht tut..

Diese Woche war ich (wieder einmal oder noch immer?!) krank, ein Magen-Darm Virus hatte mich diesmal niedergestreckt und mir mit aller Deutlichkeit meine körperlichen Grenzen aufgezeigt – kurz gesagt, es ging eigentlich gar nichts mehr..

Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken..! Und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, gibt es zwar tief in mir den Wunsch eines dritten Kindes oder eher nach einer großen Familie, doch ich möchte nicht mehr schwanger sein, oder eine Geburt erleben, oder nochmal wieder „von vorne beginnen“. Ich erlebte zwei richtig schöne Schwangerschaften und eine *perfekte, selbstbestimmte Geburt*. Ich habe zwei wundervolle Kinder, beide einzigartig und besonders in ihrem Wesen. Unsere Biene als momentan-noch Steinzeit-Baby, aber vor allem unser Tiger als absolutes High-Need-Kind (ich habe ganz bewusst noch nie darüber geschrieben) brauchen mich beide sehr und sie werden mich auch weiterhin ganz intensiv brauchen. Ich habe das Gefühl, für drei Kinder fehlt mir einfach eine Hand.

Und so gehe ich mit unsere Biene im Dunkeln und denke nochmal an unser drittes Kind. Vor einigen Tagen habe ich mich schon unter Tränen davon verabschiedet. Seitdem fühle ich mich sehr frei und erleichtert. Ich kann all den selbst auferlegten Druck ablegen und die Zeit wieder ganz neu genießen. Ich küsse den Kopf unserer Biene und genieße den Augenblick, diese intensive Nähe, dieses Gebraucht-werden und ich bin sehr entspannt – wie auch die Tage und Nächte davor auch schon.

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Gedanken

Was in MEINEM Leben wichtig ist!

Die letzten Monate waren für mich sehr chaotisch – vor allem gedanklich! Es haben sich soo viele Möglichkeiten ergeben und ich wollte alles auf einmal.. Klar, das ist natürlich nicht möglich und es dauerte jetzt einige Wochen, bis ich alles sortiert und erkannt habe, was momentan in meinem Leben wichtig ist und so Priorität bekommt!

Im Februar habe ich *FlyLady* entdeckt – ein super mega tolles System für mehr Ordnung im Haushalt! Seitdem ist es bei uns daheim deutlich ordentlicher und sauberer, so dass ziemlich oft (natürlich nicht immer) ganz spontan Besuch kommen kann, ohne dass es mir unangenehm ist. Aber natürlich nimmt das im Alltag mit den Kindern auch ziemlich viel Raum ein und braucht Zeit.

Anfang März habe ich mich für die Ausbildung zur Ernährungstrainerin erkundigt, da ich das irgendwann mal machen wollte.. Tja, was soll ich sagen.. Ich hab ein echt gutes Angebot bekommen und gleich richtig motiviert gestartet. Jeden Abend habe ich zielstrebig gelernt und ich bin nach wie vor überzeugt, dass dieser Weg der richtige für mich ist. Allerdings hatte das zur Konsequenz, dass ich zunehmend genervt wurde, wenn die Kinder nicht zu einer für mich vernünftigen Zeit im Bett waren oder eben nachts schlecht geschlafen haben..

Etwas später kam ich durch einige tolle Zufälle zu *Ringana* und wurde kurzentschlossen Ringana-Frischepartnerin! Es passt einfach perfekt zur Arbeit als Ernährungstrainerin und zu mir und deshalb dachte ich mir, warum noch warten?! Natürlich ist es aber auch sehr zeitaufwendig, sich in einem neuen Unternehmen einzufinden…

Seit Anfang Juli lebe ich *vegan*. Diese Umstellung war zwar für mich einfacher als gedacht, allerdings bin ich noch immer dabei, mir das nötige Wissen für eine ausgewogene, vegane Ernährungsweise anzueignen und auch auszuprobieren.

Ihr merkt wahrscheinlich schon, worauf das alles hinausläuft – (viel) weniger Zeit für die Kinder, keine Zeit mehr für den Blog oder für Spielvorbereitungen, etc. für die Kinder… Und so wankte ich die letzten Wochen zwischen all diesen wahnsinnig tollen Ereignissen und alles schaffen zu wollen, herum. Unser Alltag wurde chaotischer und irgenwie unzufriedenstellender für die gesamte Familie.. Vor allem unser Tiger ist unglaublich sensibel und nahm meine gestresstere Stimmung, mein „nicht bei der Sache sein“ und die weniger vorhandene Zeit ganz intensiv auf und servierte sie mir mit seinen Möglichkeiten auf dem Servierteller.

Vor 4 Wochen war ich krank, vor 2 Wochen dann nochmal gemeinsam mit den Kindern.. Ich habe im letzten Monat daher sehr viel intensive Qualitätszeit mit den Kindern verbracht. Teilweise hab ich abends noch Haushalt gemacht um die Tage wirklich mit ihnen verbringen zu können. Und es ist unglaublich, wie entspannt unsere Tage waren und vor allem unser Tiger. Wir hatten so unendlich viel Spaß und alles war so unkompliziert, so schön, so ausgeglichen! Ich hab dieses Monat unendlich genossen und es hat mir einfach gezeigt, was in meinem Leben wichtig ist, ich fühlte mich gedanklich so frei. Und so habe ich für mich die Entscheidung getroffen, dass alles andere warten kann – ich kann meine Ausbildung ein Jahr später beenden, aber niemand kann mir das Jahr wiedergeben, wenn ich es gefühlt mit meinen Kindern verpasse. Der Tiger kommt kommendes Jahr in den Kindergarten und die Zeit vergeht so rasend schnell und dann habe ich auch wieder Zeit für meine persönlichen Ziele. Doch jetzt möchte ich meine Priorität wieder ganz klar auf die Zeit mit den Kindern und unseren wunderschönen Alltag legen und dabei auch gedanklich 100% in der Gegenwart sein.

Vor einiger Zeit hatte ich mit einer guten Freundin ein Gespräch, bei dem es darum ging, dass man die Zeit mit den Kindern nicht festhalten kann. Irgendwann sagte sie zu mir, dass ich aber durch den Blog die Zeit etwas eingefangen und eine tolle Erinnerung hätte. Und sie hat absolut recht! Wie ihr sicher gemerkt hat, gibt es jetzt wieder mehr Beiträge von unserer gemeinsamen Zeit und das möchte ich auch so beibehalten.

An dieser Stelle möchte ich noch ganz klar sagen, dass ich meine persönlichen Gedanken nieder geschrieben habe und das ausschließlich MEINE Prioritätensetzung ist, die sich im Moment für MICH so richtig anfühlt. Wir sind finanziell in der glücklichen Lage, dass wir es uns leisten können, dass ich noch bei unseren Kindern zu Hause bleibe und wir sind bereit, dadurch auf einiges zu verzichten (Auto, Urlaube,..). Ich habe einen wundervollen Mann, der voll und ganz hinter meiner Entscheidung steht. Jede Familie hat einen anderen Weg für sich und jeder Weg hat verschiedene Abzweigungen und Wendungen.

Gedanken

Ein schwieriger und trauriger Abschied..

Ich bin gerade richtig traurig, denn ich werde unseren Stubentiger Odie seeeehr vermissen!

Unser Odie lebt nun schon sehr lange bei mir, er zog vor den Kindern, ja noch vor meinem Mann bei mir ein und begleitete mich einige Jahre durch dick und dünn. Nachdem mein Mann und ich zusammen gezogen waren, war er unser „Ersatzbaby“ – bei jedem Verlassen der Wohnung haben wir uns verabschiedet, bei jedem Heimkommen gleich als erstes begrüßt. Es gab kein Sofa knautschen ohne unsere Stubentiger. Schon mit der Schwangerschaft des Tiger veränderte sich einiges, denn ich konnte unseren Odie einfach nicht mehr riechen. Ja wirklich, der Katzengeruch war schwierig für mich. Die ersten Monate mit dem Babytiger brauchten wir, um uns wieder zusammen zu leben und so fand jeder wieder seinen Platz in der Familie, auch unser Odietiger. Der *kleine Tiger und der Stubentiger lernten sich kennen und lieben*. Die beiden zu beobachten war wirklich sehr schön – der Tiger lernte einen liebevollen Umgang mit seinem Haustier und *übernahm auch Verpflichtungen*.

Mit der Geburt unserer Biene veränderte sich vieles, unser Odiekatze kam zunächst überhaupt nicht mit ihr klar. Er begann ganz klar sein Revier zu verteidigen, indem er alles von der kleinen Biene markierte. Ich brauche euch natürlich nicht sagen, wie ärgerlich und lästig und anstrengend das war.. Wir schenkten unserem Odie viel Aufmerksamkeit und versuchten immer alles unserer Biene weg zu räumen (was natürlich unmöglich ist), doch es wurde nicht besser.. Wir wurden immer wütender und auch genervter von unserem Odie, was vor allem unser Tiger (unser Stimmungsparameter) aufnahm. Er begann, unseren Odie zu jagen und ihn anzuschreien – das hat er ganz klar bei mir gesehen, denn auch ich wurde oft nach Markierungen laut und schickte unseren Odie weg.. Die Situation wird eigentlich immer schwieriger für mich.. Ich bin genervt und der Tiger sagt selbst, er mag den Odie nicht (diese Aussage verletzt mich immer sehr).. Unser Odie merkt das auch, denn sobald unser Tiger auch nur in seine Nähe kommt, haut er ab (und hinterlässt mir dann „Spuren“).

Und dann ist da noch unsere Biene, die ihren Odie liebt. Sie kuschelt sicher jeden Tag mit ihm und freut sich, wenn sie ihn sieht. Sie wackelt ihm hinterher und er lässt sich auch gerne und oft von ihr streicheln. Ich könnte weinen bei dem Gedanken, dass sie bald ihren Odie nicht mehr haben wird…

Grundsätzlich stresst unseren Odie die Gesamtsituation.. Die beiden Kinder sind zeitweise wirklich sehr laut und düsen durch die Gegend. Wir sind auch viel daheim, dadurch hat unser Odie oft kaum Ruhe. Ich weiß, dass unser Odie nicht glücklich ist bei uns und das macht mich sehr traurig..

Ich habe gesagt, wenn unsere Situation nicht besser ist, wenn die kleine Biene ein Jahr alt ist, dann müssen wir eine Lösung finden.. 7 Jahre gab es keine Probleme mit unserem Odie, er hat nicht ein einziges Mal irgendwohin markiert, daher bin ich überzeugt davon, dass ihn einfach die Familiensituation, die Kinder stressen und er sich bei uns nicht mehr wohl fühlt.

Meine Mama hat einen tollen Platz für ihn gefunden! Ab Samstag wohnt er bei einer lieben, älteren Frau in ihrer Wohnung, die viel Zeit und Ruhe für ihn hat – es passt also wirklich perfekt und es fühlt sich richtig an. Unserem Odie geht es dort sicher besser als momentan bei uns!

Und trotzdem bin ich sehr traurig, meinen lang jährigen Wegbegleiter zu verabschieden. Am meisten schlechtes Gewissen habe ich, weil ich das Gefühl habe, dass ich meinen Kindern (vor allem der kleinen Biene) ihr Haustier weg nehme. Kinder brauchen doch ein Haustier um das sie sich kümmern und kuscheln können! Doch ich bin mir sicher, dass unsere Kinder auch ohne Katze eine glückliche Kindheit haben werden. Und ich bin mir sicher, dass unserem Odie, unserer angehenden Seniorenkatze mehr Ruhe gut tut und der neue Platz perfekt für ihn ist.

Trotzdem bin ich traurig und das ist auch in Ordnung..!

Gedanken

Alles unter einen Hut?

In den letzten Wochen war es hier ziemlich ruhig.. Das hat mehrere Gründen, denn ich habe im Moment so viele Projekte am Laufen, dass ich eigentlich gar nicht mehr weiß, wann ich was machen soll.. Ich bräuchte wirklich viel mehr Stunden an einem Tag! Heute möchte ich gerne einfach mal meine Gedanken zusammenfassen (hauptsächlich für mich) und so vielleicht meine Prioritäten ein wenig ordnen.

Zum Einen nimmt natürlich meine Ausbildung inkl. des neuen Blogs einen großen Raum in meinem/unserem Leben ein – (fast) jeden Abend sobald die Kinder schlafen, lerne ich oder schreibe auf meinem neuen Blog *Abenteuer Ernährung*. Weiters plane ich gerade mit einer Studienkollegin neue Projekte für die Zukunft im Ernährungsbereich. Bei all dem fehlt mir ganz klar die Zeit für diesen Blog hier, den ich aber nicht schleifen lassen möchte, denn er ist ein wichtiges Erinnerungsalbum für mich und die Zeit mit meiner Familie geworden. Und so finde ich es sehr schade, dass ich momentan kaum Beiträge schaffe und somit vielleicht vieles von unserem Erlebten verloren geht.

Kommenden Montag startet der #MontessoriMontag der *Montessori Entdecker* und ich freue mich sehr, dass ich dabei sein darf. Ich habe mir vorgenommen, dass ich dazu auch neue Beiträge schreiben möchte und nicht „nur“ die alten neu verlinken.

Was mir aber am allermeisten fehlt, ist das Basteln und die Vorbereitungen für die Kinder, für das ich mir sonst abends immer Zeit genommen habe. Die Spielangebote haben sich in letzter Zeit kaum verändert und so merkt man auch, dass unserem Tiger oft einfach langweilig ist, da ihm die Herausforderung fehlt. Die letzten drei Monate war ich auch 3 Wochen krank. Ich bin dann immer sehr ungeduldig und streng mit den Kindern und es braucht dann meist wieder eine Woche, bis der Aufmerksamkeitstopf des Tigers gefüllt ist und er sich wieder völlig wohl fühlt… Und irgendwann sollte ich ja auch Haushalt machen und auch da fehlt mir manchmal die Geduld, dass ich es gemeinsam mit den Kindern mache. Ich möchte bald mal über das Leben mit zwei Kindern schreiben, da erzähle ich dann mehr von unserem Alltag.

Manchmal denke ich mir, es wäre besser gewesen, ich hätte die Ausbildung erst später gestartet – doch ich liebe alles rund um die Ernährung und seit ich damit begonnen habe und damit auch meine Ernährung umgestellt habe, habe ich so viel Energie wie schon lange nicht mehr und schaffe wirklich viel – Kinder, Haushalt und Ausbildung läuft ja prinzipiell sehr gut! Die Blogs (und auch die damit verbundenen sozialen Medien) sind im Grunde meine zeitfressenden „Problemkinder“. Außerdem soll die Ernährung ja in naher Zukunft auf mein Beruf werden… Wahrscheinlich ist es gar nicht möglich, alles, was ich so möchte, unter einen Hut zu bringen und so fehlt mir doch die Lösung für meinen Alltag – ich möchte einfach auf nichts verzichten, weil ich alles so unglaublich gerne mache!

Eine Lösung hab ich durch diese Zeilen jetzt zwar nicht gefunden, aber oft befreit es, einfach die Gedanken nieder zu schreiben. Außerdem wollte ich unbedingt mal wieder von mir hören lassen, damit auch ihr wisst – es gibt mich noch und auch hier gibt es bald wieder neue Beiträge!

Gedanken

Back to the roots!

Vor einiger Zeit habe ich darüber geschrieben, dass ich nicht recht weiß, wie es mit dem Blog weitergehen soll. Den vollständigen Artikel findet ihr hier:
Leiser treten..! Und Veränderungen..?

Die letzten Wochen habe ich sehr viel überlegt, wie es denn weitergehen sollte. Ich liebe den Blog und ich liebe das Schreiben und doch schaffe ich es einfach nicht, alles unter einen Hut zu bringen. Wir sind noch immer mitten in der Umgestaltung unserer Wohnung, der Garten/Balkon ruft und meine im März begonnene Ausbildung zur dipl. Ernährungstrainerin benötigt natürlich sehr viel Zeit. Ich möchte auch gerne über Ernährung schreiben, aber ich habe entschieden, dass ich dafür nicht (mehr) diesen Blog verwenden möchte – daher entsteht momentan etwas Neues für meine große Leidenschaft und zukünftige Berufung Ernährung und kochen. Einige Artikel werden daher hier vom Blog verschwinden und sich dort dann wieder finden.


Tigers großes Abenteuer soll wieder in seine Ursprungsform zurückkehren! Der Blog soll wieder den Kindern und unserem gemeinsamen Weg gehören und ich möchte unsere Entdeckungen rund um Montessori wieder vermehrt einbinden – wie eben ursprünglich begonnen.


Wahrscheinlich schaffe ich nicht mehr Beiträge als die letzten Wochen, doch das ist in Ordnung – denn ich habe aufgehört zu glauben, dass aus diesem Blog hier mal etwas „Großes“ werden könnte. Diese Entscheidung fühlt sich befreiend und richtig an und ich freue mich schon auf weitere Beiträge ganz im „alten“ Stil – „back to the roots“ eben!

34 - 36 Monate · Entwicklung · Gedanken

3 Jahre voller Glück!

Heute, wie auch letztes Jahr und vorletztes Jahr bin ich gedanklich sehr stark bei der Geburt unseres Tigers. Bei jedem Blick auf die Uhr fühle ich mich zeitversetzt, überlege was gerade passiert ist, wo wir waren, wer dabei war. Ich lasse alles noch einmal Revue passieren und bin fassungslos, dass es nun schon wieder 3 Jahre her ist.


Heute sehe ich einen kleinen, 3-jährigen Tiger vor mir, der so viel Liebe für uns alle ins sich trägt und jeden meiner Tage aufs Neue bereichert. Er ist so fröhlich und unschuldig und sein Lachen ist einfach ansteckend! Ich bin dankbar, dass ich die letzten 3 Jahre jeden seiner Entwicklungsschritte begleiten durfte. Mit den vielen kleinen und großen Herausforderungen bin auch ich gewachsen und ohne unseren Tiger wäre ich heute nicht der Mensch, der ich bin. Jeden Tag schafft er es problemlos, mir ein Lächeln in mein Herz und in mein Gesicht zu zaubern und aus unseren unzähligen Glücksmomenten schaffe ich endlos viel Kraft. Sein Mut, die Welt zu entdecken ist grenzenlos und so kann ich von ganzem Herzen sagen, dass ich unendlich stolz auf ihn bin – er ist perfekt so wie er ist!


Und so startet er in neues und aufregendes Lebensjahr und ich freue mich schon sehr auf viele gemeinsame Abenteuer, kleine & große Glücksmomente und spannende Herausforderungen mit unserem 3 Jahre alten Tiger!

34 - 36 Monate · Gedanken

 Ich höre immer nur „ich“!

Gestern hatte ich ein interessantes Gespräch mit dem Tigerpapa. Momentan beschäftigt sich unser Tiger überwiegend alleine. Ich mache ihm immer wieder gemeinsame Beschäftigungsangebote, doch er macht immer nur kurz mit oder lehnt komplett ab. Erzeigt kein Interesse an zeichnen oder basteln, möchte selten mit mir lesen, Gesellschaftsspiele klappen momentan nicht und er hat absolut keine Lust im Haushalt zu helfen, sogar kochen oder backen motivieren ihm nicht im Geringsten. Die meiste Zeit verbringt unser Tiger mit seiner Holzeisenbahn – er spielt oder baut. Nebenbei hört er am liebsten Hörspiele. Auch seinen Duplo Zug baut er immer wieder und er schaut auch öfter Vidoes über Holzeisenbahnen am Tablet, die er dann zum Teil nachbaut bzw. nach spielt. Auch bei Aktivitäten draußen beschäftigt er sich meistens alleine und ist vertieft in seinem Spiel…

2017-02-22_01
Es fühlt sich für mich komisch an.. Ich betreue ihn den ganzen Tag zu Hause, ich möchte mich doch mit ihm beschäftigen! Ich fühle mich fast schon als schlechte Mama, wenn ich den ganzen Tag nichts mit ihm mache… Ich möchte mit unserem Tiger spielen oder basteln oder gemeinsamen kochen…

Ich schilderte gestern Abend dem Tigerpapa mein Problem und er entgegnete mir nur: „Ich höre von dir immer nur ich – was möchte denn unser Tiger?“ Und irgendwie muss ich schmerzlich feststellen, dass er momentan überhaupt nicht das gleiche möchte wie ich.. Und so werde ich mich jetzt mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass sich unser Tiger ein Stück weit von mir abnabelt, er seine Zeit momentan für sich nutzen möchte. Und dieses Loslassen, dass er mich immer weniger intensiv brauchen wird, fällt mir alles andere als leicht…

2017-02-22_02