28 - 30 Monate · 31 - 33 Monate · Entwicklung

Große Sprünge mit 2,5 Jahren

Nachdem unser *Tiger mit 2 Jahren* den letzten richtig großen Entwicklungssprung gemacht hat, gibt es jetzt mit 2,5 Jahren wieder viele Veränderungen in seinem Leben – der nächste riesige Entwicklungsschritt sozusagen.

Veränderungen beim Schlafen
Über die wohl größte Veränderung nämlich unsere *Schlafsituation* habe ich euch bereits vor einiger Zeit berichtet. Mit der Geburt unserer Biene veränderte sich diese natürlich wieder und es dauerte die letzten Wochen, bis wir wieder einen Weg zu ruhigeren Nächten gefunden haben. Unser Tiger schläft jetzt seit 2 Wochen in seinem eigenen Bett im Kinderzimmer und vereinzelte Nächte davon sogar wieder durch! Auch die Einschlafbegleitung hat sich wieder verändert, da ich ihn durch unsere Biene nicht mehr jeden Abend einschlafbegleiten kann und auch der Tigerpapa nicht jeden Abend zu Hause ist. Er ist diesbezüglich wieder einen Schritt weit selbstständiger geworden und wir hatten jetzt auch schon einzelne entspannte Abende. Von unserer Schlafsituation werde ich euch aber noch im Detail in einem eigenen Beitrag erzählen.

Alleine spielen
Vor der Geburt unserer Biene durchlief unser Tiger eine richtig große Veränderung, was seine Interessen betrifft. Bis jetzt wollte er immer überall an meinen Tätigkeiten teilhaben. Langsam fing es an, dass er richtig gerne alleine spielte – sehr konzentriert und durch nichts zu stören. Er lehnte es auch immer öfter ab, mir zu helfen und beschäftigte sich währenddessen in seinem Zimmer. Diese Veränderung war anfangs irgendwie sehr ungewohnt für mich. Ich war es gewohnt, dass er immer überall dabei war und fand es manchmal doch seltsam, alleine in der Küche zu werken oder so. Wahrscheinlich hatte dieser Entwicklungsschritt auch mit der *Umgestaltung des Kinderzimmers* und die neuen *Regalinhalte* zu tun. Mit der Geburt unserer Biene wollte unser Tiger eine zeitlang natürlich nicht mehr alleine spielen – es war alles viel zu aufregend für ihn und er wollte nichts verpassen. Seit sich aber alles wieder etwas eingespielt hat, beschäftigt er sich aber auch wieder gerne alleine – momentan am liebsten mit seiner Holzeisenbahn. Auch Rollenspiele werden immer beliebter. Nicht mehr so intensiv und lange wie vor der Geburt, aber doch immer wieder einige Zeit. Momentan hilft er auch wieder gerne im Haushalt mit.

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Andere Formen der Selbstständigkeit

Vor der Biene-Geburt:
Auch seine Selbstständigkeit verändert sich momentan wieder etwas. In manchen Dingen erleben wir momentan einen richtigen Rückschritt.

In Bezug auf das Sauber-werden tut sich wieder gar nichts. Manchmal, nicht besonders oft, hat unser Tiger doch im Garten bewusst gesagt, dass er Lulu muss bzw. ist hat er sich bewusst zurück gezogen und ist dann stolz gekommen und hat vom Wiese-Lulu erzählt. Im Moment scheint er seinen Ausscheidungen absolut keine Aufmerksamkeit zu schenken. Ist natürlich nicht weiter schlimm, er hat ja noch alle Zeit der Welt dafür – es ist einfach etwas, das mir aufgefallen ist.

Auch Anziehen findet er wenig spannend. Unser Tiger sucht sich seine Kleidung gerne selbst aus und besteht auf gewisse Shirts, aber an- und ausziehen muss ich. Er kann bereits sein Shirt alleine aus- und anziehen und auch aus der Hose kommt er alleine heraus. Momentan braucht er dabei wieder Hilfe und ich helfe ihm natürlich gerne – irgendwann wird er sich sicher wieder alleine an- und ausziehen wollen.

Im Gegenzug zu diesen „Rückschritten“ gibt es aber viele neue Situationen, die er selbstständig meistern möchte. Wir sind grundsätzlich sehr darauf bedacht, dass wir ihm nur helfen, wenn er uns darum bittet – er hat aber oft sehr schnell darum gebeten und so haben wir ihm auch schnell mal geholfen. Seit einigen Wochen fragt er nur noch um Hilfe, wenn er irgendetwas nach wirklich mehrmaligen Versuchen auf verschiedene Art und Weise nicht schafft. Ich liebe es zu beobachten, wie er selbstständig nach einer Lösung für sein Problem sucht und nur „im Notfall“ um Hilfe bittet.

Seit unsere Biene bei uns ist:
Unser Tiger ist seit der Geburt sehr viel ungeduldiger geworden und wird schneller wütend, wenn etwas nicht funktioniert. Schwierig zu sagen, ob es wirklich mit der Geburt im Zusammenhang steht oder ob sich da einfach ein wenig die Autoritätsphase durchsetzt. Auf alle Fälle hat unser Tiger angefangen, dass er schnell weint (anstatt um Hilfe zu bitten) – kein richtiges Weinen, sondern eher ein „Trotzweinen“. Das schiebe ich auf die Veränderungen durch unsere Biene – sie bekommt schnell Aufmerksamkeit durch Weinen und so versucht es unser Tiger auch. Das ist aber nur eine Vermutung. So sehr mich dieses Verhalten nervt, dass er wegen sooo vielem „herumsuddert“, versuche ich aber trotzdem ihn zu begleiten und verhalte mich gegenüber unserem Tiger wie immer. Über das Thema Aufmerksamkeit möchte ich aber auch in naher Zukunft einen eigenen Artikel verfassen – spannendes Thema!

Unser Tiger möchte mitentscheiden – mehr denn je!
Alle Entscheidungen, die über seinen Kopf hinweg getroffen werden, werden intensiv boykottiert. Je mehr er mit entscheiden darf, desto besser funktioniert unser Alltag. Das betrifft vor allem auch zeitliche Abläufe – er möchte selbst entscheiden, wann etwas gemacht wird. Dinge, die er nicht möchte, sind momentan richtig schwierig und es erfordert oft eine große Portion an Kreativität und Einfühlungsvermögen um eine Sache „im eigenen Interesse“ zu erreichen. So braucht es fast jeden Abend eine andere kreative Idee, wie wir zur Abendroutine übergehen können – an den meisten Tagen fällt mir irgendetwas ein, wie wir mit Spaß zum Zähneputzen, Wickeln, Waschen und Umziehen kommen. Doch es gibt vereinzelt Abende, wo diese ständige Kreativität einfach ermüdend ist und ich keine Idee habe – diese Abende sind um einiges schwieriger, doch gehören eben dazu und halten sich zum Glück in Grenzen. Falls ihr Interesse habt, kann ich euch einmal anhand von konkreten Beispielen darüber berichten, wie diese „Kreativität“ bei uns aussieht – bitte gebt mir Bescheid.

Viele Routinen automatisiert
Routinen sind grundsätzlich wichtig für Kinder. Sie geben ihnen Halt und Sicherheit. Durch Regelmäßigkeiten wissen Kinder, denen jegliches Zeitgefühl fehlt, was als nächstes kommt. Viele unserer Routinen hat unser Tiger in letzter Zeit automatisiert – was natürlich nicht heißt, dass er sie nicht regelmäßig hinterfragt (vor allem seit der Geburt unserer Biene). Beim Heimkommen zieht er sich selbst die Schuhe aus und geht Händewaschen. Nach dem Mittagessen räumen wir die Küche auf, er hilft mit oder spielt einstweilen alleine. Abends geht es ab in die Badewanne, Zähne geputzt wird während dem Baden, anschließend wickeln und umziehen. Es gibt viele größere und kleinere Routinen, die gut funktionieren. Allerdings sollte man nicht unbedingt immer daran festhalten bzw. auch bereit sein, sie jederzeit weiterzuentwickeln, wenn sich auch das Kind weiter entwickelt. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, je mehr Verantwortung ich unserem Tiger in Bezug auf die Ausführung dieser Routinen gebe, desto besser funktionieren sie. Klar vergisst er manchmal Händewaschen beim Heimkommen – ich erinnere ihn daran, verlasse mich aber dann auch darauf, dass er das selbstständig macht. Ich schaue also nicht nach oder zweifle es an, wenn er mir versichert, er hat schon Hände gewaschen.

Seit der Geburt unserer Biene haben sich auch unsere Routinen verändert bzw. sind dabei, dass sich viele neue Routinen einspielen und es ist sehr spannend zu beobachten, wie etwas gut Funktionierendes plötzlich so gar nicht mehr klappen will. Es dauert sich noch einige Zeit bis sich neue Routinen entwickeln und festigen.

Die Macht der Worte
Sprachlich hat unser Tiger ebenfalls einen unglaublich großen Sprung gemacht. Mittlerweile kann man sich komplett „normal“ mit ihm unterhalten. Er spricht ewig lange oder zusammenhängende Sätze und er hat einen umfangreichen Wortschatz entwickelt. Beim Essen bleiben wir oft noch eine Stunde sitzen und reden einfach miteinander – ich genieße das sehr! Er spricht auch recht deutlich, so dass ihn Außenstehende großteils verstehen, wenn sie wirklich zuhören (ich weiß, anderes Thema *hust*). Der Tigerpapa spielt mit unserem Tiger öfter lustige Wortspiele. Unser Tiger spricht problemlos den „Mickey Maus“ – Spruch am Stück („Eine kleine Mickey Maus, zieht sich ihre Hose aus, zieht sie wieder an und du bist dran!“) oder andere Zungenbrecher (für die Österreicher unter euch: „zwischn zwoa zwetschknbam zwitschan zwoa schwoibn“). Unser Tiger fragt überall sehr interessiert nach, wenn ihn etwas interessiert (wie beim Besuch der Feuerwehr) – richtig toll zu beobachten.

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Ihr seht, mit seinen 2,5 Jahren und der Geburt unserer Biene hat sich wieder eine Menge in Bezug auf seine Entwicklung getan. Ich bin schon gespannt, wann der nächste große Entwicklungssprung kommt und freue mich jetzt schon darauf!

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..für Kinder · 28 - 30 Monate · Buchempfehlungen

Bücherlieblinge im September/Oktober

Neben dem *Gartenbeitrag des Septembers* kommen auch die Lieblingsbücher unseres Tigers etwas verspätet, daher fasse ich gleich beide Monate zusammen. Unser Tiger bleibt natürlich seinem Lieblingsthema „Fahrzeuge“ treu und so dreht sich im September und auch noch im Oktober alles rund um Gefährte mit 4 Räder.

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Im Großteil des Septembers lasen wir durchgehend das Buch „Gewonnen„. Wir haben es von meiner lieben Freundin Gertraud („Kleine Mami„) und ihrem Käferle geschenkt bekommen, als sie uns *im August besucht* haben. In dem Buch geht es um ein Rennen verschiedener Fahrzeuge und wer denn am Ende gewonnen hat. Und das Ende ist sehr überraschend, denn eigentlich geht es gar nicht darum, wer denn nun wirklich gewonnen hat. Sehr empfehlenswert für kleine Fahrzeugfans.

Auch sehr beliebt im September war das Buch „Autos und Laster“ aus der „Wieso, weshalb, warum“-Serie von Ravensburger. Dieses Buch ist schon seit längerem auf seiner Lieblingsbücherliste ganz vorne und wird es auch sicher noch eine Zeit lang bleiben.

Vor Kurzem hat unser Tiger bei der Tigeroma ein kleines Sackerl mit Pixi-Bücher entdeckt und sich gleich eines gefunden – „Töff, töff, der blaue Trecker„. Er liebt es und wir lesen das Buch jeden Abend. Es stammt übrigens noch aus meiner eigenen Kindheit *hihi*. Ich bin zwar kein großer Fan von „vermenschlichten“ Fahrzeugen, doch es gehört auch zum selbstbestimmten Leben von Kindern dazu, dass sie selbst entscheiden dürfen, was sie mögen, auch wenn ich es nicht bevorzugen würde. Unser Tiger mag es gerne, ich finde es mittlerweile auch wieder ganz süß und so lesen wir es jeden Abend zum Einschlafen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Buch „Wuff und sein Schmusehund„, das auf liebevolle Art und Weise zeigt, dass gemeinsames Spielen lustiger ist, wenn man sein Spielzeug teilt – es wird allerdings zu keinem Zeitpunkt erwähnt, dass man es muss und die anderen Tiere teilen auch ihr Spielzeug, wenn Wuff seinen Schmusehund noch nicht teilt. Wieder stören mich die vermenschlichten Tiere etwas, doch unserem Tiger gefällt es.

Das neueste seiner Lieblingsbücher ist dieses Feuerwehrbuch „Was ist los bei der Feuerwehr?“ – ebenfalls ein kleines Pixi-Buch (ist eine andere Marke, doch für mich heißen diese kleinen Bücher eben Pixi-Bücher und das behalte ich einfach mal so bei). Am liebsten beschreibt er selbst die verschiedenen Feuerwehrautos in dem Buch – mittlerweile kann ich die einzelnen auch schon unterscheiden *hihi*.

Der Tiger wünscht sich für zu Hause nun auch ein Sackerl mit ganz vielen Pixi-Büchern, also sind wir schon fleißig am Sammeln *hihi*.

Noch mehr Buchtipps findet ihr unter der Kategorie *Buchempfehlungen für Kinder*.

28 - 30 Monate · Garten- & Balkonleben

Unser Gartenmonat September

Die Tage werden kürzer, es wird kälter, der Herbst zieht bei uns ein. Und so haben wir im September leider nicht mehr so viel Zeit im Garten verbracht wie die Sommermonate davor. Neben schlechten Wetter und krank sein gab es aber doch ein paar tolle Tage dort, von denen ich euch gerne erzählen möchte.

Ende August hatten wir noch eine große Grillerei mit unseren Familien und den Vorbesitzern des Gartens – es war ein wirklich schöner, aber auch anstrengender Tag und so habe ich komplett auf das Fotografieren vergessen. Auch Anfang September haben wir noch einmal schön gegrillt. Ich war allerdings ein paar Tage vor der Geburt sehr müde und ruhebedürftig und so entstanden auch keine Fotos..

Zwei ganz große Highlights gab es aber und die möchte ich euch nicht vorenthalten.

Wir (der Tiger, die Tigeroma und ich) waren mit unserer Biene das erste Mal im Garten, da war sie gerade mal 3 Tage alt! Und sie hat soo gut geschlafen. Es war einfach toll, dass wir schon so früh mit ihr in „unser zweites zu Hause“ konnten und dass auch alles sehr unkompliziert war. Wir waren zwar nicht lange dort, essen und etwas spielen, aber es war sehr entspannend für mich!

Erstes Gartenschläfchen mit 3 Tagen <3
Erstes Gartenschläfchen mit 3 Tagen <3
gemütlich essen
Wir haben einstweilen gemütlich gegessen.

Das absolute Highlight des Monats für unseren Tiger war der Aufbau des neuen Trampolins (das frühzeitige Weihnachtsgeschenk des Tigerpapas an unsere ganze Familie)!

Trampolin Aufbau
Unser Tiger half tatkräftig beim Aufbau mit!
Trampolin springen
Und probierte anschließend gleich fleißig das neue Trampolin aus.

Dort kann unser Tiger seinen Bewegungsdrang so richtig ausleben und er genießt es sichtlich. Am liebsten würde er gerne jeden Tag in den Garten und springen. An manchen Tagen gehen wir wirklich nur für eine Stunde springen hin *hihi*.

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Aber auch Mama und Papa springen natürlich gerne, daher fiel das Trampolin etwas größer aus. Es ist nun recht eng im Garten, aber wir haben noch viel vor um mehr Platz und Wiesenfläche zu schaffen. Vermutlich schaffen wir das heuer nicht mehr, da wir erst das letzte Stück des Zaunes machen müssen, aber es kommt ja wieder ein neues Jahr!

Erdbeeren
Neben Erdbeeren gibt es heuer im Garten noch Himbeeren und Brombeeren – und einen letzten gelben Kugelzucchini
Tragetuch kuscheln
Während die Jungs das Trampolin aufbauten, genossen unsere Biene und ich gemeinsames Kuscheln. Später musste ich dann auch mithelfen, aber unsere Biene schlummerte weiterhin zufrieden vor sich hin.

Jetzt freue ich mich auf einen schönen Herbst und hoffe doch, dass das Wetter wieder besser wird und wir noch einige Stunden im Garten verbringen können. Letztes Jahr waren wir übrigens bis Ende November regelmäßig dort und haben Kastanien gebraten. Seit einigen Tagen haben wir auch eine Induktionsherdplatte in der Gartenhütte, wir können also jetzt auch „richtig“ kochen. Hoffentlich hält sich auch heuer wieder das Wetter soo lange, denn ich liebe den Herbst und wünsche mir noch viele Gartenstunden mit meiner Familie!

..schlafen · 28 - 30 Monate · Bedürfnisorientiert

Selbstbestimmtes Schlafen mit fast 2,5 Jahren

Ich habe das Gefühl, dass unser Tiger auf den nächsten großen Entwicklungssprung zusteuert – den letzten merkbar großen Sprung hatte unser Tiger mit etwa *2 Jahren*.

Ich möchte euch heute von unserer wohl größten Veränderung erzählen, nämlich unsere Schlafsituation. Da unser Tiger nachts immer sehr schlecht geschlafen hat, habe ich mich nie ganz über selbstbestimmtes Schlafen-lassen getraut. Wenn unser Tiger sehr übermüdet ins Bett gegangen ist, hat er meist noch schlechter und unruhiger geschlafen und daher habe ich immer zumindest zu einem Teil in seine Schlafroutine eingegriffen. Aber ihr werdet es kaum glauben, aber seit einigen Tagen schläft unser Tiger durch. Ja, DURCH! Ihr habt richtig gelesen! Und nicht 5 oder 6 Stunden, mit denen ich bis jetzt sehr glücklich war, sondern die gesamte Nacht von abends bis am nächsten Morgen! Ohne mein Zutun hat es plötzlich von einem Tag auf den anderen geklappt.

Dadurch hat sich unsere gesamte Schlafroutine sehr verändert. Was die Sache mit dem *Mittagsschlaf* angeht, habe ich natürlich vom ersten Tag des selbstbestimmten Schlafens verloren – ich habe einfach keine Chance mehr, unseren Tiger auf annähernd freiwillige Basis zum Mittagsschlaf zu bewegen *haha*.

Weiters schläft unser Tiger jetzt jede Nacht im Beistellbett auf der anderen Seite des Betts. Das war der einzige Schritt, der nicht von unserem Tiger ausgegangen ist, sondern von mir. Da unser Tiger sehr unruhig schläft, hat er mich immer wieder nachts getreten und das wurde mir einfach mit wachsendem Babybauch zu gefährlich.. Außerdem hat er mich damit ständig geweckt und da mein Schlaf vor allem in den letzten Wochen katastrophal war, habe ich auf diese „räumliche Trennung“ bestanden.. Mittlerweile akzeptiert er es an den meisten Abende anstandslos und ist auch ganz stolz, dass er die ganze Nacht im Tigerbett geschlafen hat – morgens kommt er aber natürlich ins Bett kuscheln!

Auch die Einschlafbegleitung abends hat sich sehr verändert. Ich achte darauf, dass unser Tiger zeitig schlaffertig ist – also baden, Zähneputzen, umziehen habe ich gerne zwischen 19 und 19:30 Uhr erledigt. Wenn es später wird, ist unser Tiger einfach schon zu müde, um dann noch kooperieren zu können und diese abendliche Routine wird viel schwieriger. Danach legen wir uns meist gemeinsam ins Bett und lesen – eingeschlafen ist er dabei schon länger nicht mehr. Meistens möchte er dann nochmal aufstehen und ich stelle es ihm frei. Er kann entweder „jetzt“ mit mir gemeinsam schlafen gehen oder er bleibt auf, solange er möchte, hat „alleine-Spielzeit“ und geht dann auch alleine schlafen, wenn er müde genug ist. Das funktioniert wirklich sehr gut (zu meiner großen Überraschung). Natürlich bedeutet „alleine-Spielzeit“ nicht, dass er nicht zu mir kommen kann oder ich ihm nicht helfe, sondern dass ich eben meinen eigenen Interessen (meistens lesen oder noch etwas aufräumen) nachgehe. Meist spielt er dann noch so 20-30 Minuten, kommt dann zu mir und sagt mir, dass er müde ist und schlafen gehen möchte. Ich begleite ihn noch ins Bett, decke ihn zu, es gibt Gute-Nacht Bussis und ich gehe aus dem Schlafzimmer – Türe bleibt offen. Außerdem schalten wir seine Schildkröte ein, die unser Tiger letzte Woche bekommen hat. Die Schildkröte macht etwas Licht und wirklich sehr beruhigende Musik, unser Tiger mag sie sehr gerne.

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Die ersten Abende hat er noch öfter nach mir gerufen, dann gehe ich natürlich zu ihm. Die letzten Tage hat er aber nicht mehr nach mir gerufen, sondern war innerhalb weniger Minuten alleine eingeschlafen!

Ich bin sehr fasziniert, wie unkompliziert diese Veränderungen gekommen sind. Unser Tiger kann seine eigene Müdigkeit sehr gut einschätzen und sagt dann auch wirklich Bescheid, dass er schlafen gehen möchte! Ich bin froh, dass ihm das gemeinsame Lesen trotzdem noch wichtig ist, denn das würde mir abends doch sehr fehlen. Ich bin sehr gespannt, wie lange diese Schlafsituation so bleibt – denn nichts verändert sich so schnell wie das Schlafverhalten von Kinder!

Mit der Geburt unserer Biene hat sich allerdings wieder alles verändert – den Beitrag habe ich kurz, bevor es los ging mit der Geburt verfasst, ich möchte ihn euch aber trotzdem nicht vorenthalten. Es dauert jetzt sicher wieder eine ganze Zeit lang, bis wir eine neue Schlafroutine gefunden habe, denn es läuft sehr chaotisch bei uns zu viert *hihi*. Natürlich halte ich euch am Laufenden!

#MontessoriEntdecker · 28 - 30 Monate · Spielregal

Auf dem Regal – 29 Monate

Vor einigen Tagen haben wir die *Neugestaltung des Kinderzimmers* abgeschlossen und daher auch die Regale unseres Tigers wieder mit neuen Sachen bestückt. Heute zeige ich euch die Inhalte des Regals im Detail und wie sie die letzten 2 Wochen beim Tiger angekommen sind.

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In diesem grünen Regal befinden sich nun die Spielsachen, die nicht ständig rotieren – also für einen längeren Zeitraum dort einen fixen Platz gefunden haben. Manchmal werden einzelne Körbe erweitert, aber im Grunde hat er dieses Spielzeug schon eine zeit lang im Zimmer und wird trotzdem regelmäßig bespielt.

Besonders beliebt ist momentan wieder das *Spielen mit Duplo-Steinen*. Stundenlang beschäftigen wir uns gemeinsam damit, aber sie werden auch beim Alleinspiel gerne verwendet. Die Bauten werden schon immer umfangreicher und komplexer (bis vor Kurzem waren Türme das liebste Bauwerk), am liebsten mag unser Tiger auch bei Duplo seine Fahrzeuge.

Auch die *Schienen mit den Zügen* sind meistens im Zimmer aufgebaut. Momentan möchte unser Tiger immer ein geschlossenes System haben, daher bauen wir immer gemeinsam – alleine ist er schnell frustriert, weil es ihm eben noch nicht gelingt, einen Kreis oder ähnliches ohne Hilfe zu bauen. Wenn erst einmal eine Strecke fertig ist, darf sie auch so schnell nicht wieder abgebaut werden und bleibt dann über mehrere Tage stehen und wird gerne mit den Zügen befahren.

Die Musikinstrumente hat unser Tiger schon sehr lange in seinem Regal. Er verwendet sie eher selten, aber da Musik unsere Leidenschaft (also vom Tigerpapa und mir) ist, möchten wir unserem Tiger einfach immer die Möglichkeit geben, sie zu verwenden.

Die untere Reihe des Regals ist bereit so gestaltet, dass auch unsere Biene sehr bald all die Gegenstände erkunden darf. Ganz links befindet sich die Motorikschleife, die unserem Tiger erstaunlicherweise immer wieder Spaß macht, wenn er alleine Zeit in seinem Zimmer spielt.

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Bälle gehören ebenfalls zu unserem täglichen Leben und daher hat unser Tiger einige, die er auch in der Wohnung verwenden darf – bis jetzt ist noch nichts schief gegangen. Rechts befinden sich die *Schleichtiere* des Tigers – er verwendet sie leider sehr selten und nur, wenn er mit seinem Traktor unterwegs ist..

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Auf dem Regal nebenbei befindet sich die Schatzkiste mit den geliebten Autos des Tigers. Es vergeht kein Tag, an dem nicht mit einem Auto gespielt wird. Letzte Woche habe ich unserem Tiger Kärtchen mit Automarken gebastelt. Er kannte schon vorher alle gängigen Marken und kann sie auch bei vorbeifahrenden Autos benennen. Wir sind oft sehr lange auf großen Parkplätzen unterwegs, nur um über Automarken zu sprechen. Mit den Kärtchen habe ich daher voll ins Schwarze getroffen! Ich habe sie einmal in Farbe und in Schwarz/Weiß erstellt. Anfangs spielten wir Memory, jedoch jetzt noch mit den Vorderseiten nach oben.

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Momentan liebt es unser Tiger, wenn wir die Schwarz/Weißen Kärtchen im Wohnzimmer auflegen und ich ihm im Kinderzimmer sage, welche Marke er bringen soll – und dann läuft er. Heute hat er sich sogar zwei Marken gemerkt und die richtigen gebracht. Ich stelle euch die Kärtchen (ausschließlich für privaten Gebrauch) unter *Free Printables* zur Verfügung – vielleicht gibt es ja unter euren Kindern auch Autoliebhaber..

Die Regalfläche darunter bleibt noch frei und ist schon jetzt für unsere Biene reserviert – so kann sich vielleicht unser Tiger besser darauf einstellen, dass er sein Zimmer teilen muss.. Mal abwarten, wie das dann so wird..

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Besonders spannend ist für unseren Tiger sein neues Regal mit den rotierenden Sachen. Momentan befinden sich hier vor allem Dinge aus dem künstlerischen Bereich.

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Vor Kurzem habe ich diese hinkelsteinförmigen Wachsmalkreiden entdeckt und musste sie mitnehmen. Sie sind ab 3 Jahre geeignet und sollen anscheinend durch diese Form beim Übergang vom Faustgriff zum Pfötchengriff helfen (habe ich danach gelesen *haha*). Außerdem lässt sich diese Kreide durch Radieren wieder entfernen, was bei der selbstständigen Verwendung nur von Vorteil sein kann. Unser Tiger hat sich das Tablett erst zweimal ausgewählt und nur kurz damit gemalt bzw. auf dem Papier herum geklopft. Ich werde es ihm aber trotzdem noch im Regal lassen, vielleicht wird das Interesse noch größer.

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Unser Tiger liebt Sticker kleben. Jedesmal, wenn ich ihm etwas zum Stickern angeboten habe, war er sofort mit Begeisterung dabei und hat sich lange damit beschäftigt. Im Regal hat er es noch nicht entdeckt, also ich bin noch gespannt, wie es ihm gefällt.

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Das Spiel zum Auffädeln der Holzperlen und das *Knöpfespiel* sind nach wie vor im Regal, weil unser Tiger sie regelmäßig und gerne verwendet.

Das absolute Highlight sind die neuen Bügelperlen! Ich habe vor Kurzem welche gefunden, die einen Durchmesser von 10mm haben und daher bereits ab 3 Jahren geeignet sind.

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Unser Tiger kann sich sehr lange damit beschäftigen, auch alleine – seine Feinmotorik wird dabei unglaublich gut trainiert. Beim ersten Bild war er nach dem Bügeln sehr enttäuscht, weil sein Bild jetzt nicht mehr auseinander geht *haha*. Mittlerweile spielt er auch gerne mit den fertigen Bildern. Besonders beliebt ist natürlich wieder die Autoform *schmunzel*.

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Ein Puzzle darf natürlich nicht fehlen – die gesamte Sammlung an Puzzles des Tigers und die Leidenschaft für das Puzzlen stelle ich aber in einem eigenen Beitrag vor.

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Sein *Colorino* ist auch nach wie vor beliebt und daher bleibt es auch weiterhin in seinem Regal.

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Ganz neu für unseren Tiger ist die Möglichkeit, jederzeit und ohne Hilfe etwas zu malen oder zu schneiden/kleben. Besonders gerne arbeitet er mit seinem Lochstanzer und der Schere. Ich bin noch auf der Suche nach einer optimalen Idee für die Bereitstellung des Papiers. Im Großen und Ganzen kommen die neuen Bastelutensilien sehr gut an und er verwendet sie regelmäßig.

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Ich bin momentan sehr glücklich mit dem Kinderzimmer und seinen Regalinhalten und auch der Tiger zeigt sehr deutlich großes Interesse. Ich halte aber nach wie vor die Augen offen nach neuen Materialien und freue mich schon jetzt auf das Austauschen *haha*.

28 - 30 Monate · Garten- & Balkonleben

Unser Gartenmonat August

Schon wieder ist ein Monat vergangen und natürlich zeige ich euch am Ende des Monats wieder, was wir im August in unserem Garten so alles geschafft haben.

Unser Gemüsegarten
Da wir im *Juli* sehr viele Misserfolge in unserem Gemüsegarten zu verzeichnen hatten, werden wir aus dem Bereich des Gartens im kommenden Jahr so etwas wie einen kleinen Naschgarten machen und Gemüse in Hochbeete anpflanzen. Gleich zu Beginn des Monats half uns die Tigeroma bei der Umsetzung.

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Die Tigeroma und unser Tiger haben sich gemeinsam um das Umstechen der zukünftigen Erdbeer-Beete gekümmert. Dabei fanden sie auch das eine oder andere spannende Tier, das genau beobachtet werden musste (hier einen Regenwurm).
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Ich bekam leichtere Aufgabe wie das Einsetzen der Pflanzen und verteilen des Rindenmulchs.

Und dann war da noch der ganze Efeu…
Jaa, genau – ihr habt richtig gelesen: WAR!! Einige Tage des Monats war ich mit Efeu zwicken beschäftigt und ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis.

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Trotz meines Funds im Juli habe ich mich an den Unterstand gewagt ihn großteils vom Efeu befreit! Die Spinne hat sich nicht mehr gezeigt!
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Auch der selbstgebaute Ofen ist nun wieder benutzbar und wir möchte ihn heuer noch ausprobieren – ich bin gespannt!

Viel Arbeit war auch die Hütte selbst!
Doch wir haben es in diesem Monat endlich geschafft und die Hütte frei geräumt, sodass auch unser Tiger seinen Mittagsschlaf darin machen kann. Das eine oder andere Mal ist er wirklich eingeschlafen und so konnten wir von in der Früh bis am Abend die Zeit im Garten verbringen – einige Impressionen unserer Tage findet ihr auch bei *Jeden Tag Wochenende oder Urlaub*.

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Die Hütte ist ausgeräumt und so kann unser Tiger dort seinen Mittagsschlaf machen.
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Da wir abends oft lange im Garten sind, haben wir unsere Hausmaus kennen gelernt – unser Tiger hat sie liebevoll „Flögel“ genannt und wir freuen uns jedesmal, wenn wir sie sehen!
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Das Planschbecken haben wir wieder abgebaut, weil es unser Tiger kein bisschen mag. Er bevorzugt stattdessen unser „Kneippbecken“!

Erste Einführung in die Solartechnik
In der Hütte hat der Tigerpapa einen kleinen Ventilator gefunden, der mit Solarenergie betrieben wird.

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Während unser Tiger geschlafen hat, hat der Tigerpapa den Ventilator zusammen gebaut und zeigt stolz sein Ergebnis *hihi*
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Auch unser Tiger war sehr begeistert und lange damit beschäftigt, die Solarzelle in die Sonne zu halten. Er fand es sehr lustig, wenn sich der Ventilator plötzlich drehte!

Soo viel Leben!
Auch wenn es nicht viel ist, haben wir es doch noch geschafft, dass die eine oder andere Gemüsepflanze wächst.

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Stolz ernten wir unsere erste Gurke – unser Tiger hat sie gleich aufgegessen *haha*
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Meine zwei Liebsten bei der gemeinsamen Arbeit *hach*
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Da kommt man nichts ahnend in den Garten und der Tiger fragt natürlich sofort nach, was die zwei da mitten auf dem Weg treiben!
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Unser ganzer Gemüsestolz: unsere Salatpflanze! Ende des Monats durften wir auch noch eine zweite Gurke ernten, die wieder gleich vernascht war! Ich habe bis jetzt kaum was abbekommen – muss lecker sein.
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Hier seht ihr noch unsere Salatpflanzen und Winterkohl.

Ich liebe unsere täglichen Arbeiten
Mittlerweile haben wir uns soweit im Garten eingerichtet, dass wir kaum noch etwas mitnehmen oder mit nach Hause nehmen müssen. Ich genieße die „Hausarbeit“ dort und kann mich dabei richtig entspannen!

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Nach jedem Essen wird gleich abgewaschen bzw. alles Nasse aufgehängt.
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Diese Woche waren wieder viele Brombeeren reif – unser Tiger zeigte größten Einsatz beim Pflücken!
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Und so hatten wir wieder 1,5kg Brombeeren zum Verarbeiten. Unser Tiger hat den kleinen Behälter ganz alleine halb voll gefüllt – so viel Ausdauer zeigte er zum ersten Mal!

Das Monat war wieder unglaublich toll in unserem Garten. Ich bin sehr stolz darauf, was wir wieder alles geschafft haben. Im September freue ich mich schon auf die ersten Tage zu viert in unserem „zweiten zu Hause“ und bin schon gespannt, ob sich unsere Biene dort auch so wohl fühlt wie unser Tiger!

#MontessoriEntdecker · 28 - 30 Monate · Vorbereitete Umgebung

Kinderzimmer mit (fast) 2,5 Jahren

Vor einiger Zeit habe ich euch *das Kinderzimmer* des Tigers vorgestellt. Wir haben es eingerichtet, als er etwas über ein Jahr alt war und man merkte in letzter Zeit, dass er diesem Zimmer einfach entwachsen war. Und so war es Zeit für eine kleine Neugestaltung seines Raumes und das Ergebnis möchte ich euch heute gerne zeigen – vielleicht ist auch die eine oder andere Inspiration für euch dabei.

Besonders störend fand ich persönlich den Autoteppich im Kinderzimmer, er machte den gesamten Raum sehr unruhig, konzentriertes Spielen war daher sehr schwierig. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Neuen – er sollte nicht zu hell sein wegen der Flecken und leicht zu reinigen. Ganz einfarbig wollte ich ihn auch nicht und er sollte nicht zu flauschig sein. Beim Möbelschweden wurde ich fündig und ich bin sehr zufrieden mit meiner Wahl – auch unserem Tiger gefällt er sehr gut und er hat ihn anstandslos akzeptiert.

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Im diesem grünen Regal befanden sich vorher die rotierenden Spielsachen, nun haben sich hier die Dinge eingefunden, die über einen längeren Zeitraum bleiben. Die untere Reihe ist bereits so gestaltet, dass es auch für unsere Biene ungefährlich ist (wegen Kleinteile, etc.).

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Am braunen Regal befindet sich die Kiste mit den Autos des Tigers und sein neues Automarken-Memory. Ich habe es selbst zusammen gestellt und stelle es euch in wenigen Tagen unter *Free Printables* zum freien Download zur Verfügung. In den unteren Teil des Regals kommen dann die Körbchen für unsere Biene. Ich habe sie bewusst jetzt schon frei gelassen, damit sich unser Tiger langsam daran gewöhnen kann, dass in Zukunft auch unsere kleine Biene Spielsachen in das Kinderzimmer bekommt.

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Anstatt der Kuschelecke und dem Parkplatz befindet sich nun ein Tisch in der passenden Größe für den Tiger und ein neues Regal im Zimmer. Wir haben diese Woche nun endlich den Aufbau des Beistellbetts geschafft und dafür die Matratze benötigt und der Parkplatz wurde ins Wohnzimmer verlegt. Unser Tiger mag seinen Tisch sehr gerne und verwendet ihn seit er aufgestellt ist täglich.

Im Regal nebenan befinden sich jetzt erstmals die ersten Kunstmaterialien für den Tiger und auch die rotierenden Spiele. In einigen Tagen wird es dazu einen eigenen, detaillierten Beitrag geben, was sich momentan am Regal befindet.

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Auch den Kleiderschrank des Tigers habe ich wieder geordnet und mit aktuellen Kärtchen versehen. Es war mir bis dahin überhaupt nicht klar, dass er den Zusammenhang zwischen Wetter und Kleidung gar nicht versteht bzw. er auch mit dem Wetter selbst Probleme hat. Ich werde ihm in nächster Zeit Material dazu anbieten, da er sehr interessiert ist und wir mehrmals täglich darüber reden – ich muss mir allerdings erst überlegen, wie ich das gestalten möchte.

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Seit dem Umräumen kommt unser Tiger wieder viel leichter mit dem Aussuchen seiner Kleidung zurecht und er liebt es, sich selbst die Kleidung zusammen zu stellen. Ich stelle ihm auch bewusst nur die Kleidung zur Verfügung, die zur Jahreszeit passen, so klappt das Anziehen wieder relativ gut und stressfrei.

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Ich bin sehr glücklich mit der kleinen Neugestaltung des Zimmers und auch sehr froh, dass wir es noch vor September geschafft haben. Unser Tiger hat die letzten Tage relativ oft und lange alleine im Zimmer gespielt bzw. zeigt großes Interesse an den neuen Materialien. Ich stelle euch in einigen Tagen noch seine neuen Sachen vom Regal im Detail vor.

Weitere Beiträge zum Thema „Vorbereitete Umgebung“:
Die Wichtigkeit der vorbereiteten Umgebung

Eindrücke der vorbereiteten Umgebung unserer Wohnung findet ihr hier:

#MontessoriEntdecker · 28 - 30 Monate · Vorbereitete Umgebung

Ein (kleines) Badezimmer – zwei Wickelkinder

Unseren Tiger haben wir von Anfang an auf einer Kommode mit einem Brett im Kinderzimmer gewickelt. Doch mit dem Beginn der Schwangerschaft wollte ich unseren Tiger nicht immer auf die Kommode heben. Außerdem war er schon so groß geworden, dass er beinahe an den Kanten des Bretts beim Durchlaufen anstieß. So haben wir uns entschieden, dass wir den Wickelbereich ins Badezimmer verlegen und er einfach am Boden auf unserem Teppich gewickelt wird. Er nahm das sofort an und war erfreut, dass er sich selbstständig auf seinen Wickelbereich liegen konnte.

Etwa zeitgleich (oder vielleicht sogar schon etwas früher) wollte unser Tiger *seinen Waschtisch* nicht mehr benutzen, sondern mit uns gemeinsam am großen Waschbecken Zähne putzen und Händewaschen. Daher haben wir ihm einen Hocker besorgt und umgeräumt. Aus dem Waschtisch wurde schnell ein Lagerplatz für unsere Stoffys.

Durch diese räumlichen Veränderungen war es von Anfang an klar, dass auch unsere Biene im Badezimmer gewickelt werden sollte und so blieb nur noch die Waschmaschine über. Ich bin schon gespannt, ob das praktisch wird – aber seht selbst.

Aus dem Waschtisch wurde schnell ein Aufbewahrungsregal. In einem Korb bewahren wir die Stoffwindel des Tigers auf und einige zusätzliche Einlagen für die Überhosen. Außerdem befindet sich hier meistens ein Buch, falls unser Tiger doch mal gar nicht wickeln möchte. Auch in Hinblick auf das Sauberwerden ist hier schon alles vorbereitet – Töpfchen, frische Trainerhosen bzw. Unterhosen und Waschlappen. Bis jetzt zeigt unser Tiger kaum Interesse an der Sache, doch es kann ja dann doch recht schnell gehen. Wichtig ist unserem Tiger auch das Handtuch, das neben dem Regal in seiner Höhe hängt – seitdem trocknet er sich immer die Hände ab.

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Der Hocker vor dem Waschbecken hat die optimale Höhe – unser Tiger erreicht alles, was er braucht und die Schublade darunter geht noch auf. Am Waschbecken findet unser Tiger immer einen Spiegel, seinen Zahnputzbecher mit Zahnbürste und Zahnpaste und *Seife* (die ich öfter mal austausche) – diese Utensilien stehen unserem Tiger immer zur Verfügung. So kann er nach dem Essen oder beim nach Hause kommen selbstständig Händewaschen gehen (worauf ich sehr viel wert lege) und es kommt auch vor, dass er im Bad etwas trinkt. Beim Zähneputzen verwendet er alles alleine, ich putze nach ihm dann nach, ausspülen ist momentan noch gar nicht beliebt..

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Der Wickelbereich für unsere Biene befindet sich auf der Waschmaschine. Auch ihre Stoffwindeln und etwas Kleidung finden in einem selbstgebauten Regal aus Körben Platz. Wir werden unseren Heizlüfter noch an der Wand befestigen, damit es unsere Biene immer schön warm hat. Der Hocker vom Waschbecken kann ganz leicht zur Waschmaschine geschoben werden, damit auch unser Tiger bei der Pflege unserer Biene mithelfen kann – das war mir sehr wichtig bei der Einrichtung.

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Unser kleines Badezimmer ist mittlerweile ziemlich voll *haha*, aber ich denke, wir haben unseren kleinen Raum gut genutzt.

Weitere Beiträge zum Thema „Vorbereitete Umgebung“:
Die Wichtigkeit der vorbereiteten Umgebung

Weitere Eindrücke der vorbereiteten Umgebung unserer Wohnung findet ihr hier:

..für Kinder · 28 - 30 Monate · Buchempfehlungen

Unsere Bücher zum Einschlafen – mit 28 Monaten

Schon seit einigen Wochen wird bei uns vor jedem Einschlafen gelesen. Egal ob mittags oder abends, wir nehmen uns immer ausreichend Zeit für die Einschlafgeschichte.

Als erstes Buch darf sich unser Tiger eines aussuchen – momentan ist es meistens dieses hier:

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Unser Tiger liebt Feuerwehrautos! Er selbst hat ein kleines und wir fahren fast täglich zu der Feuerwehrstation in unserem Ort und schauen, ob Feuerwehrautos aus den Garagen geparkt sind. Daher haben wir ihm vor etwa 2 Wochen dieses Feuerwehr-Buch gekauft und es ist seitdem kein Tag vergangen, an dem wir es nicht gelesen haben *hihi*. Das Buch über die Feuerwehr gehört zu unseren umfangreicheren Büchern der Serie „Wieso, Weshalb, Warum“ mit verhältnismäßig viel Text, aber übersichtlich strukturiert.

Das erste Buch lesen wir gemeinsam, d.h. er klappt Klappen auf, stellt Fragen, erzählt etwas dazu, etc.

Anschließend lese ich ihm Bücher mit einer Geschichte ohne Klappen oder sonstigen „Schnickschnack“ vor. Unser Tiger muss dabei auch liegen bleiben und hört einfach zu – sehr oft schläft er daher während des Lesens ein. (Zum Beitrag über unsere *Einschlafbegleitung*)

Vor gut 3 Wochen haben wir diese Bücher hier gefunden:

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Und unser Tiger liebt sie! Zwei davon (Caillou mag nicht einschlafen und Caillou wird windelfrei) haben wir zu Hause, die anderen beiden (Caillou mag nicht und Caillou muss zum Zahnarzt) sind in der Gartenhütte und werden dort zum Einschlafen vorgelesen.

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Die Geschichten sind einfach (unser Tiger kann sie schon seitenweise nachsprechen) und altersgemäß. Es werden Alltagssituationen geschildert, die jedes Kind kennt und auf liebevolle Art und Weise erzählt, bzw. immer tolle Lösungen für Alltagsprobleme gefunden. Etwas befremdlich finde ich, dass Caillou, also die Hauptperson, immer eine Mütze trägt, auch beim Schlafen – das aber nur am Rande.. Und manchmal sind einige Textpassagen etwas zusammenhangslos, der Tiger denkt sich allerdings recht wenig dabei, glaube ich.


Ich bin schon gespannt, wie lange diese Caillou-Bücher noch spannend sind!

In Zukunft möchte ich euch gerne einmal monatlich die Lieblingsbücher des Tigers vorstellen.
Alle bereits vorgestellten Bücher für Kinder findet ihr hier:
*Buchempfehlungen für Kinder*

..autonomie · 28 - 30 Monate · Bedürfnisorientiert

Wenn der Aufmerksamkeitstopf leer ist…!

Ich habe euch vor einiger Zeit von der Urlaubswoche des Tigerpapas erzählt. Die Woche war chaotisch und unser Tiger (wie allgemein so schön gesagt wird) *mitten in der Trotzphase* und daher sehr schwierig.

Doch schauen wir uns die Woche und die Sache mit der Trotzphase doch genauer an! Der Tigerpapa startete richtig übermüdet dank laaaanger Arbeitswoche in den Urlaub, ich war dank Eisenmangel (wie ich danach erfahren habe) müde, antriebslos und sehr unmotiviert für alles. Wir haben uns die Woche einige Termine eingeteilt (Baby-Untersuchung, Augenarzt, Tierarzt mit unserem Odie, Friseur, wichtige Einkäufe im Baumarkt für den Garten) und gleichzeitig sehr viel im Garten gearbeitet. Die Wohnung war chaotischer als sonst und somit häuften sich unsere „Nein´s“ auch bei Dingen, die unser Tiger sonst darf.

Grundsätzlich wollen Kinder kooperieren. Kinder haben einen sehr ausgeprägten Sinn dafür, was gut für sie ist – und im Gegensatz zu uns Erwachsenen hören sie auch meist darauf. Wir Eltern sind es, die das Überleben unserer Kinder sichern und das wissen sie – Babys weinen nachts, da sie sicher sein wollen, dass die schützenden Eltern bei ihnen sind. Es entspricht also absolut nicht der Natur unserer Kinder, uns bewusst zu ärgern oder uns absichtlich wütend zu machen – ihr Überleben wäre dadurch schlichtweg gefährdet. Doch woran liegt es, wenn unsere Kinder plötzlich aus der Haut fahren, Dinge tun von denen sie wissen, dass sie nicht dürfen oder gar gefährlich sind oder uns scheinbar absichtlich provozieren.

Oftmals liegt sicher sehr viel konfliktpotential darin, dass Kinder und Erwachsene unterschiedliche Signale für die gleiche Sache aussenden bzw. erwarten. Einen eigenen Beitrag findet ihr hier:
*Provokantes Lächeln als Versöhnung*

Mindestens genauso oft liegt es aber an der fehlenden/falschen/negativen Aufmerksamkeit. Kinder sind auf unsere Aufmerksamkeit angewiesen – wir sind ihre größten Vorbilder und sie wollen von uns gesehen und gehört werden. Und nun möchte ich nochmal darauf zurück kommen, dass Kinder grundsätzlich kooperieren wollen. Und ich würde behaupten, dass gar nicht ihr Maß an Kooperationbereitschaft mit anhaltender, verlangter Kooperation sinkt, sondern dass es ihnen irgendwann, wenn der Aufmerksamkeitstopf leer ist, schlichtweg unmöglich ist, weiter zu kooperieren. Auch wir Erwachsenen können nur über einen gewissen Zeitraum kooperativ sein – vor allem, wenn unsere Kooperation dann nicht einmal richtig gesehen oder wertgeschätzt wird. Wenn Kinder also unaufhaltsam unsere Aufmerksamkeit (vor allem durch negatives Verhalten) fordern, liegt es wahrscheinlich daran, dass ihr Aufmerksamkeittopf leer ist und gefüllt werden möchte. Erst wenn wir uns unseren Kinder aufmerksam zuwenden, ihnen zuhören und Zeit schenken, können sie auch umgekehrt wieder kooperativ sein. Trotziges Verhalten ist kein Fehlverhalten unserer Kinder, sondern ein natürliches Verhalten in einer verzweifelten Situation. Es ist unsere Aufgabe zu hinterfragen, was das Kind momentan braucht.

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Ich glaube auch nicht daran, dass es Kinder mit einem größeren Topf gibt, als andere. Dass es Kinder gibt, wo der Topf länger gefüllt werden muss. Ich bin davon überzeugt, dass es Phasen sind – jedes Kind hat Phasen, in denen es mehr Aufmerksamkeit, mehr Zeit benötigt und das auch dementsprechend einfordert. Jedes Kind hat Phasen, in denen der Topf schneller geleert wird und länger braucht zum Auffüllen. Phasen, in denen das Kind sehr lange kooperieren kann und Phasen, in denen der Topf ein großes Loch zu haben scheint.

Nachdem die erste Hälfte der besagten Urlaubswoche in einem Desaster endete, ließen der Tigerpapa und ich am Donnerstag Abend dieser Urlaubswoche die Tage Revue passieren und änderten unseren Kurs. Freitag Vormittag stand unser Friseurbesuch noch an – danach ging es gleich mit dem Tigerpapa alleine in das Schwimmbad, denn unser Tiger liebt schwimmen. Ich kümmerte mich währenddessen um die Wohnung, um unserem Tiger seine gewohnte Selbstständigkeit zu ermöglichen. Samstag war der Tigerpapa unterwegs und so habe ich mir den ganzen Tag nur für den Tiger Zeit genommen – alleine der Weg in den Garten dauerte um die 2 Stunden, weil wir alles machten, was unser Tiger wollte (Züge bei den Bahnschranken abwarten, Feuerwehrautos schauen, durch verschiedene Wiesen laufen, Kreise mit dem Laufrad fahren,…). Wir waren den ganzen Tag im Garten und haben stundenlang Sand gespielt, gelesen, gesungen, gelacht und was der Tiger sonst noch so machen wollte. Diese zwei Tage gehörten ganz unserem Tiger – er durfte entscheiden, gespielt wurde nach seinen Regeln und vor allem haben wir uns nur ihm gewidmet. Wir haben unserem Tiger unsere volle Aufmerksamkeit und viel Verständnis entgegen gebracht. Und bereits nach den beiden Tagen hat sich unser Tiger verändert. Man merkte sofort, dass auch seine Kooperationsbereitschaft langsam wieder anstieg – sein Aufmerksamkeitstopf füllte sich mit jeder gemeinsamen Minute. Und auch seine Laune besserte sich zunehmend – seine Wutausbrüche wurden weniger, sein Durchsetzungswille völlig unwichtiger Dinge sank. Sein Lachen aus tiefstem Herzen kam wieder zurück, denn es gab keinen Kampf mehr. Und so konnten wir völlig entspannt noch 2 gemeinsame Tage zu dritt genießen und wieder mit frischer Energie in unseren Alltag zu zweit starten.