22 - 24 Monate · 25 - 27 Monate · Do It Yourself

DIY: „Reißverschlussbrett“

Heute hab ich eine kurze Bastelanleitung für ein „Reißverschlussbrett“ für euch. Ich würde sagen, dieses DIY eigenen sich für Kinder ab etwa 2 Jahren – unser Tiger ist schon fast etwas zu groß dafür..

Die Herstellung hört sich grundsätzlich sehr einfach an, hatte aber dann doch einige Tücken, wie ich währenddessen feststellen musste.

Man braucht dafür:

  • eine Platte, Karton oder ähnliches
  • Reißverschlüsse
  • Heißklebepistole
  • Schere

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Die Reißverschlüsse werden mit der Heißklebepistole auf die stabile Fläche geklebt, anschließend kann man die Enden am Beginn des Reißverschlusses noch abschneiden. Ich musste sie anschließend noch einmal mit Heißkleber befestigen.

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Hier noch ein paar Tipps und Erfahrungen, die ich machen musste:

  • Unbedingt schnell arbeiten, Heißkleber trocknet sehr schnell
  • Den Kleber nur an den Außenrändern der Reißverschlüsse auftragen und beim Festdrücken nach außen wegstreichen (ein Reißverschluss geht bei uns nur zur Hälfte auf, weil ich ihn festgeklebt habe *hihi*)
  • Am besten Reißverlüsse mit feinen Zacken wählen – bei uns funktioniert der rote Reißverschluss mit Abstand am besten!
  • Zuerst wollte ich ein Schneidbrett verwenden, weil mir das stabiler und langlebiger vorkam, doch der Heißkleber hielt leider nicht.. Deswegen wurde es jetzt ein Karton als Untergrund.
  • Damit die Reißverschlüsse sich leichter öffnen lassen, habe ich anschließend noch Bänder dran gehängt.

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Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Nachbasteln und gutes Gelingen!

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..für Kinder · 25 - 27 Monate · Buchempfehlungen

Bücherkisten mit 27 Monaten

Seit meinem letzten Bericht über unsere Bücherkiste (*Bücherkiste mit 21 Monaten*) hat sich bei uns einiges getan. Lange habe ich nach einem geeigneten Regal für die Bücher des Tigers gesucht und musste dann feststellen, dass uns das doch zu unflexibel wird. Momentan haben wir drei Bücherkisten in der Wohnung und unser Tiger verteilt die Bücher nach Lust und Laune – so bleiben die Bücher vielleicht auch länger spannend. Heute zeige ich euch, was sich derzeit so in den einzelnen Kisten befindet.

Bücherkiste im Schlafzimmer

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Im Schlafzimmer lesen wir vor jedem Schlafengehen – also momentan mittags und abends. Wie lange gelesen wird, hängt stark damit zusammen, wie müde wir sind. Es kommt auch schon vor, dass ich nach einem Buch einfach sagen muss, dass ich zu müde bin. Oft lesen wir aber auch so lange, wie der Tiger will. Bis jetzt hat das immer sehr gut geklappt so.

Das Laufrad-Buch gehört momentan zu seinen absoluten Lieblingsbüchern, das lesen wir zumindest einmal am Tag und die Heumilchkuh-Bücher werden ebenfalls täglich zur Hand genommen. Auch das Geschisterbuch mag unser Tiger sehr gerne, aber das stell ich euch ein anders mal genauer vor.

Bücherkiste im Kinderzimmer

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Im Kinderzimmer lesen wir sehr selten – manchmal der Tigerpapa mit dem Tiger. Lange Zeit mochte unser Tiger das Sachensuch-Buch sehr gerne, doch seit er alle zu suchenden Gegenstände auf Anhieb findet, ist es nicht mehr so spannend für ihn. Das Magnetbuch ist das Neueste in dieser Kiste – wenn wir im Kinderzimmer lesen, wählt er immer das aus. Das Katzenbuch „liest“ unser Tiger manchmal unserem Odie vor, wenn der in seiner Kuschelecke ist *hihi*. Ich liebe diese Fotos!

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Bücherkiste im Wohnzimmer

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Meistens lesen wir im Wohnzimmer – bei Regenwetter oder wenn der Tiger sehr kuschelbedürftig ist, kommt es doch vor, dass wir mal eine Stunde am Stück lesen. Besonders beliebt ist das Autos und Laster – Buch. Wer sich über die Gute-Nacht-Geschichten im Wohnzimmer wundert ist nicht allein damit *haha* Aber der Tiger besteht darauf, dass dieses Buch im Wohnzimmer gelesen wird *haha*. Es kommt auch vor, dass wir die gleiche Seite immer und immer wieder lesen oder er gezielt auf Worte zeigt, die er vorgelesen haben möchte. Ich finde es immer unglaublich interessant, was für den Tiger spannend ist.

Momentan findet unser Tiger Polizei, Rettung und Feuerwehr sehr spannend und ich bin bereits auf der Suche nach einem geeigneten Buch *hihi*. Also wer Buchempfehlungen zu den Themen hat – ich freue mich sehr darüber!

25 - 27 Monate · Ausflüge

Flucht ins Kühle

Gestern war es zwar nicht sonderlich heiß, aber richtig, richtig schwül! Der Tiger hat nachmittags beschlossen, dass er keinen Mittagsschlaf machen möchte und so sind wir dann gemeinsam mit dem Tigerpapa zum nahe gelegenen Fluss gefahren – einerseits war die Abkühlung wirklich angenehm, andererseits hält kaltes Wasser einfach wach *hehe*.

Nach einer kurzen Strecke zu Fuß konnten sich meine beiden Männer austoben und ich genoss es einfach, die beiden zu beobachten und in der Natur zu entspannen. Begleitet uns doch ein Stück unseres Weges:

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#MontessoriEntdecker · 19 - 21 Monate · 22 - 24 Monate · 25 - 27 Monate · Vorbereitete Umgebung

Das Kinderzimmer

Vor einigen Tagen hab ich bemerkt, dass ich euch das Kinderzimmer unseres Tiger noch gar nie gezeigt habe – das hole ich jetzt noch nach.

Sein Kinderzimmer haben wir neu eingerichtet, als unser Tiger etwa ein Jahr alt war – etwa einen Monat bevor ich Montessori für uns entdeckt habe und das sieht man dem Zimmer auch an. Jetzt würde ich den Raum etwas anders gestalten, aber da ich nicht etwas „Gutes“ einfach ersetzen möchte, weil es mir nicht gefällt, machen wir einfach das Beste aus dem, was wir haben. Ich möchte euch aber natürlich nicht vorenthalten, was ich jetzt anders machen würde bzw. planen wir auch einige Veränderungen, von denen ich euch gerne erzählen möchte.

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Hier seht ihr das Spielregal unseres Tigers mit den wechselnden Spielen (Spielideen unterschiedlichen Alters findet ihr hier *klick*). Ich würde jetzt ein schlichteres Regal mit einer anderen Regalaufteilung wählen, doch wir hatten dieses bereits vor dem Tiger und daher darf es noch einige Zeit im Zimmer stehen bleiben. Den Radio kann unser Tiger mittlerweile selbstständig bedienen, allerdings verwendet er ihn nicht besonders häufig…

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Das kleinere braune Regal beinhaltet Spielsachen, die nicht so häufig wechseln – Lego, Instrumente, Schienen und eine Schatzkiste mit seinen Autos.

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Hier seht ihr den Kleiderschrank des Tigers – ich weiß, etwas leer… Vor der Schwangerschaft befand sich hier auch der Wickelbereich. Allerdings wollte ich unseren Tiger nicht jedesmal hochheben müssen und so haben wir diesen Bereich in das Badezimmer verlegt (die Veränderungen dort zeige ich euch demnächst). Geplant ist hier eine „Naturecke“ mit Materialien aus der Natur. Ich habe es auch leider die letzten Wochen nicht geschafft, dass ich den Kleiderschrank des Tigers der Jahreszeit nach aktualisiere.. Da das aber immer wieder zu Konflikten führt, werde ich seine Kleidung mit den Kärtchen diese Woche noch umsortieren. Für die Naturecke muss ich erst noch Ideen sammeln, bevor es an die konkrete Umsetzung geht – vielleicht habt ihr welche für mich? Die selbst gezeichneten Kärtchen für den Kleiderschrank stelle ich euch gerne zum freien Download zur Verfügung (*klick*).

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Dieses Stockbett finde ich nach wie vor richtig toll, allerdings haben wir es sicher um 5 Jahre zu früh gekauft *haha*. Ich würde jetzt eher ein Kinderbett bevorzugen, aber da wir dieses schon gekauft haben, bleibt es natürlich. Außerdem hat es sich schon als sehr praktisch erwiesen, da es das Ersatzbett für den Tigerpapa ist, wenn die Nächte wieder mal länger sind, bzw. ist er beruflich sehr viel mit dem Auto unterwegs und muss daher unbedingt fit und ausgeschlafen sein. Wenn unser Tiger dann in seinem Zimmer schlafen möchte, wird das sein Bett werden – Rausfallschutz ist bereits besorgt.

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Das Floorbett unseres Tigers wurde zwar noch nie (oder erst ein- oder zweimal) wirklich zum Schlafen verwendet, allerdings kuscheln wir da manchmal zusammen – daher wird diese Ecke „Kuschelecke“ genannt. Am liebsten schläft dort unser kleiner Stubentiger Odie. Die Matratze aus dem Gitterbett soll allerdings bald als Familienbettvergrößerung in das Schlafzimmer wandern und dann wäre dort Platz für einen Tisch und Sessel in Tigergröße bzw. für ein zusätzliches Regal – ich möchte unserem Tiger gerne die Möglichkeit geben, dass er selbstständig sein Bastelmaterial verwenden kann.

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Die Ecke mit den Parkplätzen ist vermutlich der am meisten verwendete Platz vom Tiger *haha*. Mehrmals täglich parkt er seine Autos/Fahrzeuge ein oder um und ist wirklich oft lange damit beschäftigt. Im Korb befinden sich zwei weiße Teppiche, die als Arbeitsbereiche dienen sollen – der Tiger verwendet sie aber nicht.. Vermutlich zeige ich ihm das auch viel zu selten..

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Ich persönlich würde jetzt auch einen einfarbigen, hellen Teppich wählen! Der Autoteppich macht den ganzen Raum sehr bunt und unruhig und vor allem bei Spiele mit Farben ist es oft schwierig darauf zu spielen. Ich habe daher unserem Tiger den Korb mit den weißen Teppichen aufgestellt.. Bis jetzt hat es unser Tiger auch noch nicht so recht verstanden, dass er auf dem Teppich mit seinen Autos spielen könnte *haha*. Aber das kommt sicher noch! Vielleicht besorge ich auch mal einen einfarbigen Teppich, aber vorher kommen noch andere wichtige Veränderungen.

Wenn ihr noch Ideen oder Inspirationen habt, die wir mit unserer kleinen Umgestaltung noch mit einbauen sollten, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr sie mit uns teilt! In einigen Wochen zeige ich euch dann wieder das etwas veränderte Kinderzimmer.

Weitere Eindrücke der vorbereiteten Umgebung unserer Wohnung findet ihr hier:

 

..autonomie · 25 - 27 Monate · Bedürfnisorientiert

Beginn der Trotzphase – oder schon mittendrin?!

Vorweg ist es mir wichtig zu sagen, dass ich den Begriff „Trotzphase“ nicht nur schlimm und abwertend, sondern auch schlichtweg als falsch empfinde – ich werden ihn daher oft durch den Begriff „Autonomiephase“ ersetzen. Leider hat sich der Begriff der Trotzphase so in der Gesellschaft eingefunden, dass absolut jeder weiß, was damit gemeint ist und daher kommt man um den Begriff leider kaum herum…

Grundlegend scheiden sich die Geister der Experten, wann denn nun die Autonomiephase beginnt. Einige schreiben über den Beginn um das 15.-18. Lebensmonat (wie z.B. Herbert Renz-Polster), wenn die ersten „Nein´s“ oder „Alleine machen“ von Seiten der Kinder kommen und sie sich nicht mehr so leicht davon ablenken lassen, andere (wie z.B. M.Montessori) schreiben die Hauptphase der Autonomie Kindern im Alter zwischen 30-36 Monate zu. Den Beginn der Autonomiephase mit etwa dem Beginn des dritten Lebensjahres festzusetzen, scheint mir ein guter Mittelwert.

Die ersten Bedürfnisse nach dem all bekannten „alleine machen“ hatte unser Tiger schon relativ bald, bestimmt vor dem zweiten Geburtstag. Ich persönlich sehe da aber noch nicht den Beginn der Trotzphase, sondern eben einfach den Wunsch, dass er jetzt immer öfter immer mehr Sachen alleine schaffen möchte – ein wichtiger Schritt in der Entwicklung. Im letzten dreiviertel Jahr wurden aber die „Nein´s“ des Tigers häufiger, intensiver und vor allem mit immer mehr Emotionen begleitet – gleichzeitig werden auch unsere „Nein´s“ häufiger, da wir ihm oft den Wunsch nach dem „alleine machen“ einfach nicht erfüllen können oder (ja, es kommt natürlich immer mal vor) manchmal einfach nicht wollen..

Letzte Woche hatte der Tigerpapa Urlaub und die Konfliktpunkte häuften sich – der Tiger ist es auch absolut nicht gewöhnt, dass er nicht uneingeschränkt meine Aufmerksamkeit hat. Oft ist es aber momentan so, dass unser Tiger Phasen hat, wo er absolut jeden Vorschlag, jede Frage von uns mit einem vehementen „Nein“ beantwortet… Schlagen wir ihm A vor, möchte er B – fragen wir, ob er A oder B möchte, will er garantiert C… Das kann auch schon mal beim Frühstück beginnen – nachdem das Marmeladebrot endlich gestrichen und essfertig ist (was sich auch schon manchmal als schwierig gestaltet), möchte unser Tiger unbedingt Wurst und Käse.. Unser Tiger will ins Freie gehen, aber anziehen (sogar wenn es nur um ein Shirt geht) zieht sich.. Jedes Wickeln wird zur Herausforderung, aber ohne Windel möchte er auch nicht sein und auf die Toilette/Töpfchen gehen erst recht nicht.. Er macht auch manchmal Dinge von denen er weiß, dass wir es nicht mögen.. Vor einigen Tagen nahm er sich einen Stein und rief vorher ganz laut: „Papa, ich schmeiße den Stein in die Wiese!“, wartete bis der Papa schaute und warf den Stein.

Wenn die Konfliktpunkte mehrere Tage die Überhand nehmen, wird es Zeit, auf unser eigenes Verhalten zu schauen! Ohne groß nachzudenken fallen mir auf Anhieb einige Punkte ein, die unsere Konfliktsituationen nicht besser machten. Wir arbeiteten letzte Woche natürlich viel im Garten, da haben wir wenig Zeit für unseren Tiger und er muss sich oft alleine beschäftigen, da er nicht überall mithelfen kann/will. Wir haben uns die Woche auch einige Arzttermine eingeteilt, da das gemeinsam einfach angenehmer ist und natürlich mussten auch für den Garten noch einige Dinge besorgt werden – einkaufen stand daher auch häufiger bzw. länger auf dem Programm. Dazu kommt noch, dass ich letzte Woche einfach nur k.o war/bin – man sah es der Wohnung auch schon deutlich an.. Das wiederum birgt ebenfalls viele Konfliktpotentiale! Damit unser Tiger konzentriert und selbstständig arbeiten kann, braucht er ein gewisses Maß an Ordnung, um Ablenkungen zu vermeiden. Wäscht er z.B. in der Spüle ab, funktioniert das nur, wenn er die Spüle wie gewohnt vorfindet. Befindet sich noch (zu viel) schmutziges Geschirr in und rund um die Spüle, tobt sich der Tiger natürlich aus und macht dann plötzlich Sachen, die er sonst nicht macht (ganze Schüsseln/Tassen mit Wasser einfach auf den Boden schütten, fängt an Geschirr zu schmeißen, etc.).. Ich möchte natürlich nicht, dass er noch mehr Chaos verbreitet, wenn das Chaos schon riesig ist und schlechte Laune ist somit vorprogrammiert. Andererseits bin ich nicht besonders geduldig, wenn ich müde und k.o bin.. Oft konnte man die Reaktionskette der schlechten Laune sehr gut beobachten – ich meckere unseren Tiger an (meist ungerechtfertigt!), er geht zu Papa und wütet dort und der Papa kommt mit schlechter Laune auf mich zurück. Sehr oft fängt der Tigerpapa die ganze schlechte Laune des Tigers aber auch einfach ab und deeskaliert damit die ganze Situation – ich bin ihm oft unsagbar dankbar dafür! Denn dann können wir alle ruhiger aus der Situation gehen. Funktioniert natürlich oft auch in die andere Richtung.

Grundsätzlich ist es natürlich völlig in Ordnung und absolut normal, dass auch ich bzw. der Tigerpapa einmal genervt sein dürfen und wir dann auch überreagieren. Der Tiger darf uns auch mal ungeduldig kennen lernen und sehen, dass es im Alltag eben Konflikte gibt. Dasselbe gilt natürlich auch umgekehrt – ist der Tiger von uns genervt, darf er auch das deutlich zeigen. Auch wenn das alles in Ordnung ist und vielleicht auch wichtig, so müssen uns Erwachsenen zwei Dinge vor allem klar sein. Erstens: Unsere Kinder sind nicht an den Konflikten Schuld! Wir Erwachsenen tragen die Verantwortung für unser Verhalten und auch wir sind maßgeblich für die Grundstimmung der Situation verantwortlich. Es ist völlig normal, dass es nicht immer harmonisch sein kann, doch nicht unsere Kinder sind dafür verantwortlich, sondern wir selbst! Zweitens: Es liegt an uns, einen Weg nach draußen aus diesen Konfliktsituationen zu finden! Es fällt uns Erwachsenen oft schon sehr schwer, zurück zu unseren „normalen“ Emotionen nach einem Streit zu finden, wir dürfen nicht erwarten, dass das unsere Kinder besser können als wir! Auch wenn sich die Konflikte häufen, liegt der Schlüssel zur Veränderung an uns und nicht an den Kindern!

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Letzte Woche lag es ganz klar an dem Tigerpapa und mir, dass wir in dieser schwierigen Zeit für unseren Tiger die Konflikte abfangen oder ihn eben dadurch begleiten. Selten machen wir das beide „gut“, aber es reicht, wenn zumindest einer von uns ruhig bei der Sache bleibt und geduldig auf seine Bedürfnisse eingehen kann.

In den kommenden Beiträgen über die Autonomiephase möchte ich euch gerne zeigen, wie wir diesen Kreislauf der Konflikte letzte Woche durchbrochen haben, die Evolutionsbiologie hinter der Trotzphase, warum diese Phase auch für unsere Kinder so unglaublich schwierig und gleichzeitig wertvoll ist und auch, was andere Autoren darüber schreiben, bzw. euch einige Lösungsvorschläge zusammentragen und auch beschreiben, wie wir schwierige Situationen zu lösen versuchen – gleich vorweg, das funktioniert natürlich nicht immer, aber hinterher ist man immer schlauer und beim nächsten Mal kann man es anders machen *hehe*.

25 - 27 Monate · Gedanken

Jetzt im Ernst – Augenarztbesuch mit 2 Jahren?!

Gestern waren wir (der Tigerpapa und ich) mit unserem Tiger beim Augenarzt, da dieser Termin ja im Mutterkindpass im Zeitraum von 22-26 Monate vorgesehen ist.. Da ich mir diesen Besuch schon nicht sonderlich einfach vorstellte, suchte ich einen privaten Augenarzt, der zwar nicht ausschließlich auf Kinder spezialisiert, aber doch für diese Untersuchung von verschiedenen Stellen empfohlen wird.

Nach der Anmeldung und einer kurzen Wartezeit wurden wir schließlich in das Vorsorgezimmer gebeten und eine nette Dame mittleren Alters begann mit der Untersuchung. Als erste Übung wurde unserem Tiger ein „E“ aus Karton in die Hände gedrückt. Anschließend wurde das „E“ in verschiedene Richtungen am Monitor eingeblendet und der Tiger wurde aufgefordert, das „E“ in die Richtung zu halten, in der es angezeigt wird. Der Tiger guckte kurz auf den Monitor und begann mit seinem „E“ aus Karton zu spielen. Ich erklärte der Dame, dass unser Tiger erst 2 Jahre alt ist und diese Aufgabe unmöglich lösen kann..! Soweit so gut, das sah sie ein. Danach wollte sie den Tiger mit dem Gerät untersuchen, das sicher jeder von euch kennt – man legt das Kinn auf, stützt die Stirn gegen einen Bügel und guckt minutenlang ohne blinzeln auf einen Lichtpunkt.. Dass das mit einem 2-jährigen unmöglich ist (obwohl der Tiger wirklich sehr kooperativ war), brauche ich euch vermutlich gar nicht sagen. Etwas frustriert bat uns die Vorsorgeuntersuchungsdame wieder in Warteraum, der Arzt wird gleich kommen..

Nach einigen Minuten Wartezeit bat sich uns dann doch nochmal in den Raum zur Vorsorge und kam mit einer neuen Übung – sie klebte dem Tiger sein linkes Auge zu, blendete am Monitor 12 Symbole ein (z.B. Blume, Stern, Auto) und sagte dem Tiger, er solle erzählen, was er sieht.. Natürlich funktionierte auch das nicht und ich schlug vor, dass sie ihm doch ein Symbol zeigen sollte – das übernahm dann der Tigerpapa. Mit viel Mühe und Überredungskunst benannte der Tiger dann ein Auto, aber vorrangig war er (wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt) mit dem zugeklebten Auge beschäftigt… Die andere Seite sollte ich dann zuhalten, doch auch das funktionierte (wen wundert es) überhaupt nicht.. Dem Arzt erklärte sie dann kurz, dass unser Tiger nur ein einziges Symbol benennen konnte *haha*.

Nach einer weiteren Wartezeit durften wir zum Arzt. Dieser zeigte unserem Tiger einen kurzen Animationsfilm, wo man einen Cartoon-Piranha sah, der weit das Maul aufriss und zuschnappte – diese Szene wiederholte sich immer wieder.. Unser Tiger kennt nur unser Aquarium mit den realen Fischen, es war ihm also unmöglich diesen Cartoon als Fisch zu benennen! Traurig fanden wir allerdings, dass sogar Ärzte annehmen, dass Kinder in dem Alter mit dieser Art von Zeichentrickfilmen vertraut sein müssen…

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Wenn man „nur“ Fische wie im rechten Bild erkennt, ist es für einen 2-jährigen doch unmöglich, links einen Fisch zu benennen!

Dann erfolgte die einzig halbwegs sinnvolle Untersuchung der Augen des Tigers – dabei zeigte sich unser Tiger wieder sehr kooperativ und daher war diese Untersuchung schnell erledigt. Anschließend sollte der Tiger wieder etwas am Monitor benennen, aber er sagte selbst, dass er nichts mehr sagen wird und stand auf *haha*. Der Arzt sah dann endlich ein, dass das nichts mehr wird – somit beendeten wir diesen Arztbesuch!

Nach etwa 1 1/2 Stunden waren wir dann also eine ganze Stange Geld los (sie haben den Gutschein dieses Gesundheitsheftchens nicht genommen) und im Mutterkindpass steht nun ganz überraschenderweise: „Entwicklung altersgemäß“!!

..für Erwachsene · ..schlafen · 25 - 27 Monate · Bedürfnisorientiert · Buchempfehlungen

Und tägliche grüßt die Nachtigall..! Zum Schlaf – Teil 2

Vor über einem Monate habe ich euch im Zuge meiner kurzen Schlafserie über unsere Nächte erzählt:
Und täglich grüßt die Nachtigall..! Zum Schlaf – Teil 1

Momentan hat unser Tiger eine ganz intensive Mama-Phase und das wirkt sich auch immer auf unseren Schlaf aus! Mehrmals in der Nacht wird er wach und vergewissert sich, ob ich da bin – teilweise fragt er jede Stunde nach mir! Aber es reicht oft, wenn ich ihm dann antworte oder seine Hand nehme und er kann gleich wieder weiter schlafen. Manchmal muss er sich aber an mich kuscheln, um wieder in den Schlaf zu finden. Durch die fehlenden durchgehenden Schlafstunden ist unser Tiger aber tagsüber sehr müde und schafft es nicht über den Tag ohne Mittagsschlaf – also schläft er seit etwa zwei Wochen wieder jeden Tag etwa 2-3 Stunden am Nachmittag. Da unser Tiger nicht sonderlich viel Schlafstunden insgesamt braucht, geht er jetzt abends nicht vor 21:30 oder 22:00 Uhr ins Bett.

Und das ist auch in Ordnung so, doch es war ein langer Weg für mich, bis ich das so sagen und auch wirklich meinen konnte! Heute im zweiten Teil der kurzen Schlafserie möchte ich euch zwei Bücher vorstellen, die mich durch die schwierigen Schlafzeiten immer wieder begleitet haben und auch ein paar Gedanken dazu mit euch teilen.

Ich will bei euch schlafen! Ruhige Nächte für Eltern und Kinder
Sibylle Lüpold
Dieses Buch ist mir durch Zufall von einer Bekannten geborgt in die Hänge gefallen und durch noch größeren Zufall bei uns geblieben (unser Stubentiger hat es nachts etwas ramponiert und so musste ich ein neues Exemplar kaufen zum Zurückgeben). Anfangs habe ich mich etwas geärgert, doch es konnte nichts besseres passieren, als dass dieses Buch bei uns wohnen bleibt!

Zu kaufen gibt es das Buch *hier*.

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Das Buch ist in 5 große Kapitel, jeweils mit etlichen Unterkapiteln unterteilt – im Großen und Ganzen ist es sehr übersichtlich aufgeteilt.

1.) Vom Schlafen und Schreien
Im ersten Kapitel geht die Autorin grundsätzlich auf den Schlaf unserer Kinder ein, wie er sich von den Erwachsenen unterscheidet und warum oder deckt Fehleinschätzungen auf, wie „was durchschlafen bedeutet“. Es wird auch auf das Schreien der Kinder eingegangen und was es für das Kind bedeutet, wenn es schreien gelassen wird. Anschließend wird die Wichtigkeit des Körperkontakts für das Baby hervorgehoben und Vorteile für das Stillen erläutert. Dabei werden auch immer wieder Erfahrungsgeschichten unterschiedlicher Familien mit eingebunden und auch auf andere Kulturen wird im Vergleich immer wieder in Blick geworfen.

„Der Mensch ist ein biologisches Wesen. Das heißt, das Verhalten eines Babys wird nicht durch kulturelle Normen und Werte gesteuert, sondern durch seine natürlichen biologischen Bedürfnisse. Gerade in unserer zivilisierten Welt ist der erwachsene Mensch schon so sehr beeinflusst, dass er sich oft nicht mehr von seinen Instinkten, sonder von den gesellschaftlichen Vorstellungen leiten lässt. Dies führt zu einer logischen Diskrepanz zwischen den Fähigkeiten eines Säuglings und den Erwartungen seiner Eltern. Ein Baby schreit nicht, weil er verwöhnt oder unerzogen ist, sondern weil es nicht anders kann. […].“

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2.) Co-Sleeping
Wie der Buchtitel vermuten lässt, gibt es ein großes Kapitel zu dem Thema Co-Sleeping, also gemeinsames Schlafen. Die Autorin beschränkt sich dabei aber nicht auf das Familienbett, sondern jede Form des „gemeinsamen in einem Raum“ – Schlafens, auch z.B. Beistellbetten oder Kinderbetten im Schlafzimmer. Dabei wird natürlich auf die Vorzüge des Co-Sleeping für die Kinder wie auch für die Eltern eingegangen. Wichtige Themen wie der plötzliche Kindstod oder das Thema Partnerschaft und Sexualität werden mit eingebunden, ebenso wie wichtige Sicherheitsmaßnahmen erläutert. Es folgen auch wieder Erfahrungsberichte und der Vergleich mit anderen Kulturen.

„Kinder benötigen in den ersten Jahren besonders auch nachts die Nähe einer Bezugsperson. Durch die Dunkelheit werden Ängste und das Bedürfnis nach Geborgenheit noch viel intensiver. Wenn ein kleines Kind die Mutter nicht mehr fühlen oder sehen kann, existiert sie praktisch nicht mehr.“

3.) Begleitung in den Schlaf
In dem dritten Kapitel gibt es zuerst grundsätzlich eine kurze Erklärung, welche Faktoren (wie z.B. tagsüber eine liebevolle Behandlung und einen für das Kind passenden Rhythmus) zum sanfteren Einschlafen führen können – dabei wird aber immer wieder hervorgehoben, dass jedes Kind und alle Eltern anders ist und so jede Familie einen eigenen Weg finden muss. Anschließend werden sanfte Einschlafhilfen wie z.B. das Einschlafen an der Brust, dem Tragetuch, Massage, Schlaflieder, etc. erläutert und dabei auch immer wieder hervorgehoben, dass kein Kind durch sanfte Einschlafmethoden verwöhnt wird und dass auch diese Einschlafmethoden nicht immer den gewünschten Effekt bringen müssen/werden.

„Falls Ihr Kind auf gar keine Methode anspricht und sich einfach nicht beruhigen lässt, obwohl sie stundenlang mit ihm durch die Wohnung wandeln, dann nehmen Sie es doch in Ihre Arme und setzen oder legen sich bequem hin. Sprechen Sie ihm leise zu, streicheln Sie sein Köpfchen […]. Setzen Sie sich nicht unter großen Druck, indem Sie sich die Schuld für sein Verhalten geben und sich Vorwürfe machen! Sie sind in dem Moment bei ihm und halten es liebevoll – mehr können Eltern manchmal einfach nicht tun!“

Weiters wird auch ein sanfter Weg für das „Alleine einschlafen lernen“ beschrieben, wobei sich das über mehrere Wochen zieht und auch immer wieder deutlich gemacht wird, dass es im Tempo des Kindes passieren soll und nichts erzwungen werden darf.

4.) Vorsicht Schlaftraining
Die Autorin spricht sich in diesem Kapitel natürlich ganz klar gegen die Anwendung von Schlaftrainings aus und beschreibt auch deutlich, was in diesen Momenten mit dem Baby passiert – darauf möchte ich aber nicht näher eingehen.

5.) Was Experten zu Schlaftraining und Co-Sleeping sagen
Im letzten Teil dieses Buches melden sich Experten unterschiedlicher Gebiete (Schlafforscher, Kinderpsychologen, Therapeuten, Entwicklungspsychologen,etc.) in Form eines Interviews zu Wort. Dabei werden auch Fragen aufgegriffen, die Eltern häufig stellen (wie z.B. wie lernt mein Kind durchschlafen, etc.) und ausführlich beantwortet. Der rote Faden zieht sich hierbei natürlich dem Titel des Buches entsprechend hin zum bedürfnisorientiert Schlafen. Schlaftrainings oder Schreien lassen jeglicher Art wird von allen Experten abgelehnt.

 

Schlaf gut, Baby! Der sanfte Weg zu ruhigeren Nächten
Dr. Med. Herbert Renz-Polster und Nora Imlau

Da das Buch sehr neu ist (März 2016 erschienen) gibt es auf verschiedenen Blogs schon sehr gute Rezensionen auf die ich gerne verlinken möchte:
http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2016/04/schlaf-gut-baby-nora-imlau-und-herbert-renz-polster-rezension.html
http://wunschkind-herzkind-nervkind.blogspot.co.at/2016/05/schlaf-gut-baby-der-sanfte-weg-zu.html

Gekauft haben wir das Buch *hier*.

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Das Buch ist umfangreicher als das eben vorgestellte und es wird auch vermehrt die Evolutionsbiologie mit einbezogen. Im Großen und Ganzen mag ich das Buch sehr gerne, weil auch eher unkonventionelle Wege als völlig legitim dargestellt werden und auch immer wieder betont wird, dass alles, was sich gut und richtig für das Baby und für die ganze Familie anfühlt, auch in Ordnung ist. Es gibt in dem Buch einige Tipps und Vorschläge, aber nicht die Lösung oder den Weg schlechthin und das sagen auch die Autoren ganz offen so!

„Wir müssen ehrlich zugeben: Ein liebevoller Weg, Kinder binnen kürzester Zeit ohne Tränen zum Einschlafen ohne Hilfe und zum elternfreundlichen Durchschlafen zu bringen, ist uns nicht bekannt. Aber sanfte Strategien, die bereits vielen Eltern dabei geholfen haben, wieder zu besserem Schlaf und neuen Kräften zu kommen, die kennen wir durchaus.“
— Schlaf gut, Baby! Der sanfte Weg zu ruhigeren Nächten —

Das Buch kam mir gerade zur rechten Zeit, als ich um den zweiten Geburtstag unseres Tigers und auch wegen des zweiten Babys etwas zu zweifeln begann, ob unser Tiger nicht doch bald mal etwas besser schlafen könnte.. Und ich bin richtig froh darüber, dass ich es ohne eine Sekunde zu zweifeln, gekauft habe, denn es gab mir die Antworten, die ich gesucht habe!

Ich liebe diese beiden Bücher und blättere sie auch beide immer wieder gerne durch und lies mir die für uns wichtigen Stellen durch. So unglaublich wertvoll sind die Bücher aber nicht für mich, weil sie irgendein Allheilmittel oder sonst etwas enthalten, die unseren Schlaf nachhaltig veränderten, sondern weil sie mich immer wieder bestärkten, dass es in Ordnung ist, so wie es ist! Dass unser Tiger eben zu den Kindern gehört, die nicht den besten Schlaf, aber dass wir deswegen noch lange keine Schlafprobleme haben. Sie vermitteln, dass Kinder einfach anders schlafen, als wir es uns wünschen, aber dass das alles seine Richtigkeit hat. Ich kann nun auch selbstbewusst sagen, dass unser Tiger mit seinen über 2 Jahren noch nicht durchschläft und dass er mit uns im Familienbett schläft und dass ich ihn jeden Abend/Nachmittag Einschlafbegleite. Für uns ist das der richtige Weg und diesen werden wir beibehalten, solange es für uns alle passt und sich richtig anfühlt.

Den besten Tipp, den ich verzweifelten Eltern mit auf den Weg geben kann, ist einfach das Annehmen der Situation und auch, dass es für alle entspannter werden kann, wenn man sich mit der jeweiligen Situation arrangiert. Die Zeit, in der viele unserer Kinder die Eltern zur Verzweiflung bringen und uns nachts so sehr brauchen, ist sehr kurz. Der „Schlafrhythmus“ von kleinen Kindern ändert sich regelmäßig und irgendwann kommt die Zeit und jedes Kind schläft in seinem Zimmer durch. Alleine das Akzeptieren des Schlafverhaltens macht das Schlafen einfacher und verändert es manchmal sogar zum Positiven, da der Druck genommen wird und man entspannter mit allen Situationen umgehen kann.

#MontessoriEntdecker · 25 - 27 Monate · Praktisches Leben

5 Lieblingsaktivitäten in der Küche mit 27 Monaten

Heute hab ich euch Fotos der letzten 3 Monate zusammen gesammelt und zeige euch, welche 5 Aktivitäten unser Tiger mit seinen 27 Monaten am liebsten in der Küche übernimmt.

1.) Schneiden, schneiden, schneiden!
Das Schneiden, egal ob mit Messer oder Schere gehört zu seinen absoluten Lieblingsaktivitäten und er verbringt täglich sehr viel Zeit damit. Beim Kochen achte ich daher immer darauf, dass es für unseren Tiger etwas zu Schneiden gibt.

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Am liebsten verwendet er dafür sein Messer aus diesem Set *klick* oder sein Wellenmesser *klick*.

2.) Brot/Brötchen backen
Der Tiger und ich backen etwa 2mal pro Woche unser eigenes Brot bzw. eben Brötchen. Der Tiger hilft nicht jedesmal mit, aber wenn ist er mit größtem Einsatz dabei. Er hilft mir beim Zusammenschütten der Zutaten und beim Kneten – und anschließend natürlich beim Essen *hehe*.

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3.) Kuchen backen
Seit Kurzem versuchen wir uns als Kuchenbäcker – momentan noch eher schlecht als recht… Aber man konnte bis jetzt alles essen, auch wenn es nicht soo aussah..! Der Tiger hilft wieder bei den Zutaten, wobei das Eierteilen momentan seine liebste Aufgabe ist. Während der Kuchen im Rohr ist, darf unser Tiger den Quirl abschlecken – er kann es jedesmal kaum erwarten!

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4.) Die Zubereitung von Snacks
Nachmittags essen wir sehr gerne mal Obst – momentan meistens Äpfel, da unser Tiger den Apfelschneider liebt! Ich schneide ihm die Äpfel in kleinere Scheiden, dann kann der Tiger den Apfelschneider auch ganz alleine verwenden. Das Video dazu findet ihr hier *klick*.

Natürlich schneidet er sich aber auch mal gerne eine Banane oder Erdbeeren auf.

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5.) „Abwaschen“/Schüttübungen
Ich habe unserem Tiger in seiner Höhe ein kleines Schaffel, Abwaschtücher und Spülmittel (*klick*) vorbereitet – das hat er bis jetzt allerdings erst einmal ausprobiert.. Stattdessen wäscht er lieber auf seinem Lernturm an der großen Spüle ab und da ist er dann auch schon mal gerne eine halbe Stunde oder länger beschäftigt. Vielleicht mag er seinen Bereich zum Abwaschen lieber, wenn er etwas älter ist..

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..autonomie · 25 - 27 Monate · Bedürfnisorientiert

Hauen als Kommunikationsmittel

Unser Tiger ist ein unglaublich friedfertiges Kind – anderen Kinder würde er niemals körperlich etwas tun oder etwas wegnehmen. Allerdings hatten wir die letzten Wochen mit zwei Verhaltensweise von ihm Probleme, die uns vor große Rätsel stellten. Heute möchte ich euch gerne unsere „Problemsituationen“ und was dann im Endeffekt die Lösungen dafür waren, erzählen.

Unser Tiger liebt sein Rutschauto! Er hat es zum ersten Geburtstag von der Tigeroma bekommen und es ist seitdem kein Tag vergangen, an dem er nicht damit durch die Gegend gefahren ist. Letztes Jahr auch draußen, seit er sein Laufrad hat, aber nur mehr in der Wohnung. Vor einigen Wochen hat es dann angefangen, dass er mich ständig mit dem Rutschauto über den Haufen fährt. Alle Erklärungen, dass ich das nicht möchte und dass es mir weh tut, waren vergebens.. Immer und immer wieder habe ich ihm ganz ruhig erklärt, dass er mich nicht umfahren darf – anfangs unglaublich ruhig. Mit der Zeit merkte ich aber, wie es mich zunehmend nervte, dass ich ständig auf der Hut sein musste, wenn er mit seinem Rutschauto unterwegs ist – barfuß tut es nämlich wirklich richtig weh, wenn man nicht damit rechnet. Ich fragte mich, was denn nur mit unserem sonst so vernünftigen kleinen Tiger los war… Eines Tages war ich dann müde, genervt (von den mehrmaligen sinnlosen Erklärungen) und unser Tiger fuhr mal wieder voll Schwung gegen meine nackten Füße, sodass ich ihm sagte, wenn er das jetzt nicht lässt, kommt sein Auto weg. Kaum war der Satz ausgesprochen, tat es mir unglaublich Leid! Wir vermeiden „wenn/dann“-Sätze soweit wie möglich und gedroht wird gar nicht bei uns.. So Leid es mir in dem Moment tat, so veränderte sich auch der Blick des Tigers. Er fuhr einfach davon. Nach ein paar Minuten, nachdem ich mich beruhigt hatte, ging ich zu ihm und entschuldigte mich.. Ich erklärte ihm, dass sein Auto nicht wegkommt, weil ich weiß, wie gerne er es mag – aber dass es mir doch wirklich weh tut und ich das Umfahren nicht möchte. Die kommende Woche fuhr er mich immer wieder um und sagte gleichzeitig irgendwie ängstlich: „Kommt das Auto weg?“. Natürlich kam es niemals weg, was ich ihm auch immer wieder versuchte zu sagen, aber eine ganze Woche dauerte es, bis er sich von diesem Satz erholt hat.. In dieser Woche achtete ich auch ganz genau, wann er mich niederfährt, was ich mache, was er macht, wie die gesamte Situation ist.. Und dann kam der Tag, wo plötzlich alles klar war! Unser Tiger fuhr mich wieder über den Haufen, ich kniete mich zu ihm und fragte ihn, ob er kuscheln möchte. Er sprang auf und kuschelte sich zu mir, den restlichen Tag gab es keine Probleme mehr mit dem Rutschauto! Seitdem fährt er mich zwar trotzdem regelmäßig über den Haufen, grinst und fragt gleich „Mama kuscheln“, was wir dann auch machen!

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Ein ähnliches Problem hatten wir beim Essen. Unser Tiger fing oft nach kurzer Zeit an, mit dem Besteck gegen den Tisch zu schlagen – unser Vollholztisch schaut dementsprechend aus… Auch hier waren Erklärungen jeglicher Art sinnlos und oft wussten wir uns nicht anders zu helfen, als dass wir das Besteck zur Seite legten – die „Lösung“ war natürlich alles andere als zufriedenstellend für uns alle! Und so achtete wir wieder darauf, wann unser Tiger das macht und wie die gesamte Situation momentan ist – so kamen wir auch hier schnell auf das Problem, das eigentlich hinter seinem Verhalten liegt. Wir fragten ihn einfach mal, ob er Hilfe beim Essen braucht und er streckte sein Besteck dem Tigerpapa entgegen und strahlte. fMeistens fing er zum Herumhauen an, wenn wir alle gemeinsam zu Abend gegessen haben – ich vermute, dass er dann einfach durch die Gespräche nebenbei überfordert war. Wir bezogen ihn auch immer ins das Gespräch mit ein und so blieb das Essen oft etwas hinten. Seit wir ihm helfen, wurde das Hauen mit Besteck immer seltener.

Unsere Kinder legen oft Verhaltensweise an den Tag, die für uns Erwachsene einfach unverständlich sind. Obwohl unser Tiger wirklich sehr gut spricht, kann er immer wieder mal Bedürfnisse nicht mit Worten ausdrücken und weicht daher auf eine andere Kommunikationsform aus. Oft ist es wirklich schwierig, bis man bemerkt, was dahinter steckt und was er uns eigentlich mitteilen möchte – und der genaue Blick lohnt sich auf alle Fälle!

Trotz allem habe ich langsam aber sicher das Gefühl, dass wir in die „Phase des Ungehorsams“ bzw. von der Gesellschaft leider „Trotzphase“ genannt, rutschen. Ich habe mich daher die letzten Wochen intensiv damit beschäftigt (dadurch wurden auch unsere zwei genannten Situationen klarer) und werde euch demnächst mehr darüber erzählen!

#MontessoriEntdecker · 25 - 27 Monate · Freies Spiel / Artwork · Praktisches Leben

Regenwetter-Beschäftigungen ohne Vorbereitungszeit

Neben den üblichen Beschäftigungen bei Regenwetter (lesen, kochen, viel kuscheln) hat sich unser Tiger heute 3 Aktivitäten selbst gefunden und war damit lange beschäftigt.

Schere und bunte Streifen
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Unser Tiger hat in seinem Regal ein kleines Tablett mit einer Schere und bunten Papierstreifen, das hat er sich heute geschnappt. Allerdings wollte er heute wieder die schärfere Schere verwenden und deshalb haben wir uns gemeinsam an den Tisch gesetzt und er konnte sich austoben. Nebenbei konnte ich meine Gartendokumentation weiter schreiben (diese zeige ich euch demnächst).

Locher und Papier
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Da unser Büro sehr chaotisch ist und wir darin Wäsche machen, wurde unser Tiger auf den Locher aufmerksam. Ich zeigte ihm, wie er funktioniert und schon war unser Tiger eine ganze Zeit lang sehr vertieft und hat unzählige Löcher gestanzt. Anschließend zeigte ich ihm, wo denn nun die ganzen Punkte sind und so war das Saugen danach genauso spannend wie das Löcher und Punkte machen. Unser Tiger hat sogar später nochmal gefragt, ob er wieder Löcher machen kann *hihi*.

Sticker, Farbstifte und Papier
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Während unser Tiger mit dem Locher beschäftigt war, habe ich mich wieder meiner Gartendokumentation gewidmet – dabei sah er, wie ich Sticker in mein Buch klebte. Das wollte er natürlich auch gleich und so habe ich ihm eigene Sticker und das Tablett mit Papier und Buntstifte aus seinem Regal geholt. Heute ging es dem Tiger weniger um das Aufkleben, sondern mehr um das Abziehen der Sticker. Er beendete seine Arbeit erst, als alle Sticker des Bogens abgezogen und aufgeklebt waren.

Das waren in aller Kürze unsere Schlechtwetter-Beschäftigungen des heutigen Tages – wenn es so weiter geht mit dem Wetter, werden wir aber noch viele weitere Aktivitäten finden müssen…