..für Kinder · 0 - 03 Monate · 04 - 06 Monate · 07 - 09 Monate · 10 - 12 Monate · Buchempfehlungen

Bücher im ersten Jahr

Bereits das ganze erste Jahr über haben unsere Biene ihre Bücher begleitet und sie hat das Angebot begeistert angenommen. Heute stelle ich euch die Lieblingsbücher unserer Biene im ersten Jahr vor und ein paar Gedanken von mir, warum ich diese Bücher ausgewählt habe.

Schwarz/Weiß – Bücher für die Allerkleinsten
Neugeborene sehen noch nicht so wie wir, ganz kleine Baby bevorzugen daher Bücher mit hohen Kontrasten. Anfangs schwarz-weiß, nach einigen Wochen kommen dann die ersten Farben hinzu. Von Vorteil sind klare Linien ohne viel drum herum, so kann das Baby gut erste Gegenstände fokussieren und kennen lernen.

Ich habe unserer Biene im ersten halben Jahr folgende Bücher angeboten:

Vor allem das Buch mit den Formen mochte sie wirklich sehr sehr gerne.

Nach etwa einem halben Jahr habe ihr dieses Buch besorgt:

Es zeigt Babys in schwarz/weiß in unterschiedlichen Lebenssituationen. Die Texte dazu finde ich etwas fragwürdig.. Wir haben ihr einfach erzählt, was auf den Bilder zu sehen ist. Auch der Tiger hat dieses Buch einige Male mit angesehen, er fand die Emotionen der Babys sehr spannend.

Fotobücher
Danach suchte ich nach Bücher, die Fotos beinhalten. Die Realität zu zeigen ist in den ersten Lebensmonaten und -jahren sehr wichtig, da kleine Kinder noch nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können. Diese Bücher hat daher unsere Biene in ihrem Bücherkörbchen:

Realistische Darstellungen
Wenn es keine Fotos sind, achte ich auf realistische Darstellungen. Angezogene Tiere oder so meide ich in den ersten Jahren, wie auch beim Tiger (auch wenn es bei der Biene natürlich nicht mehr so gut klappt..). Beim Tiger beginnt es übrigens jetzt mit 3,5 Jahren langsam, dass er nicht reale Dinge in Büchern bewusst wahrnimmt und als diese auch einordnen kann – aber dazu in einem anderen Beitrag mehr.

Dieses Buch mag unsere Biene sehr gerne:

Unsere Biene findet auch Bücher mit flauschigen Bereichen sehr toll und „streichelt“ vorsichtig.

Hör mal Bücher
Elektronisches Spielzeug gibt es bei uns zu Hause nach wie vor nicht. Allerdings habe ich vor Kurzem diese Hör mal Bücher entdeckt und zwei besorgt. Die Bücher spielen per Druck auf einen unauffälligen Punkt in der Natur aufgenommene, also reale Geräusche.

Ich kann diese Bücher besonders mit zwei Kleinkinder empfehlen. Diese Bücher kann unser Tiger gemeinsam aktiv mit der Biene anschauen. Er drückt die Geräuschpunkte und unsere Biene ist sehr begeistert. Ich schaue ihnen gerne zu, wenn sie gemeinsam diese Bücher anschauen!

Gemeinsam lesen
Sonst war unsere Biene natürlich sehr oft dabei, wenn ich mit dem Tiger gelesen habe. Seit sie mobil ist, ist gemeinsames Lesen allerdings oft sehr schwierig.. Außerdem findet sie herum blättern natürlich sehr spannend und so schauen wir immer eher kurz, aber öfter am Tag gemeinsam Bücher an. Ich freu mich schon sehr, wenn unsere Biene auch zuhören und mitschauen möchte.

Aktiv mit dabei
Momentan lesen wir unserer Biene noch nicht vor, sondern zeigen ihr einfach, was zu sehen ist. Mittlerweile fängt sie selbst an, mit dem Finger auf etwas zu zeigen und wir benennen es.

Es ist einfach soo spannend, wie sich alles nach und nach entwickelt und ich bin schon sehr gespannt, wie sich in ihre Interessen in Bezug auf Bücher entwickeln – vielleicht kommt sie ja nach mir ?!

Wie handhabt ihr das Lesen im ersten Jahr? Welche Bücher könnt ihr noch empfehlen?


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0 - 03 Monate · 04 - 06 Monate · Entwicklung

6 einzigartige und wundervolle Monate!


Die Zeit vergeht so unglaublich schnell und so sind die ersten 6 Monate als Zweifach-Mama schon wieder vorbei. Die letzten Monaten waren so spannend und voller Höhen, ich bin unsagbar dankbar dafür. In den letzten 6 Monaten habe ich unsere Biene schon richtig gut kennen gelernt. Heute schreibe ich eine kleine Zusammenfassung des letzten halben Jahres – vorrangig für mich, da ich doch die wichtigsten Entwicklungsschritten und Vorlieben unserer Biene festhalten möchte.


Die ersten drei Monate brauchte unsere Biene, um auf unserer Welt anzukommen. Ihr Verdauungssystem brauchte die ersten Wochen zur Anpassung und Bauchweh quälte sie immer wieder. Auch waren die ersten Wochen abendliches Weinen zur Verarbeitung des Tages angesagt. Sie lebte die ersten drei Monate im Grunde auf mir – geschlafen wurde nachts nur auf mir und tagsüber auch nur in der Trage. Trotz allem oder vielleicht auch deshalb habe ich diese ersten Monate in vollen Zügen genießen können – diese Nähe, diese Liebe, dieses Wissen, dass ich für sie die Größte bin! Auch umgekehrt war es so, dass ich sie ungern aus der Hand gegeben habe!


Nach den ersten 10-12 Wochen merkte man dann aber sehr schnell, dass unsere Biene jetzt schön langsam ankam. Sie interessierte sich sehr stark für ihre Umgebung – vorrangig für ihren großen Bruder und himmelte ihn an. Sie ist so unglaublich fröhlich und herzhaft, immer am Strahlen, immer interessiert. Sie schläft seitdem auch neben mir (gaaaaanz dicht angekuschelt) und nicht mehr auf mir. Diese Nähe und auch das Stillen genieße ich noch immer sehr.


Mit 4 Monaten wurde dann langsam das Greifen spannend und man konnte ihr alle möglichen Dinge in die Hand geben – das fand vor allem unser Tiger sehr lustig. Ich kann die beiden einfach stundenlang beobachten und empfinde dabei so unendlich viel Liebe und Dankbarkeit!


Am 1. Februar drehte sie sich dann das erste Mal und seitdem gibt es kein Rücken liegen mehr *hihi*. Sehr schnell konnte sie dann ihre erworbenen Fähigkeiten kombinieren und so drehte sie sich immer auf den Bauch und schnappte sich selbstständig Gegenstände ihrer Umgebung. Dank des Tigers konnte sie das gut üben und wurde auch sehr schnell darin (vorbeifahrenden Züge waren sehr beliebt!). Mittlerweile dreht sie sich sicher im Kreis und auch wenige cm nach vorne oder rückwärts kann sie zurücklegen.


Am 13. Februar entdeckten wir dann das erste Zähnchen – links unten – und 3 Tage später brach auch schon das zweite kleine Zähnchen durch – rechts unten. Ohne großer Aufregung waren sie auf einmal da und bis auf Spucken, größerer Anhänglichkeit und vermehrtes Stillen (vor allem nachts) merkten wir nichts.


Ihre Interessen sind sehr vielseitig. Mit etwa 3 Monaten fand sie ihre *DIY Montessori-Mobiles* sehr spannend. Wenig später habe ich sie ihr schon viel tiefer gehängt, damit sie sie erreichen konnte und auch noch ein neues dazu gebastelt:


Sie hat wenige Stofftiere, die sie besonders mag. Und ein wenig Spielzeug, mit dem sie sich länger beschäftigt. Und auch ein paar Bücher, die sie sehr gerne anschaut.


Alltagsgegenstände sind ihr aber viel lieber!


Aber in Wirklichkeit ist ihr großer Bruder ihr größtes Interesse – sie kann ihm stundenlang einfach mit einem Grinsen im Gesicht zuschauen. Wenn er da ist, ist ihre Welt in Ordnung und sie beschäftigt. Auch das Spielzeug des Tigers ist einfach das spannendste. Es ist einfach soo toll, wie die beiden miteinander umgehen, so liebevoll! Und wie die beiden miteinander lachen können! Da muss man einfach mitlachen!


Jetzt mit 6 Monaten beginnen wir mit Beikost. Sie ist eigentlich schon seit einem Monat bereit dafür (sie erfüllt alle Beikostreifezeichen), doch die WHO empfiehlt zur Allergieprävention die ersten 6 Monaten ausschließlich zu stillen, daher waren wir uns einig, dass wir warten. Es ist für mich ein seltsames Gefühl, dass unsere kleine Biene jetzt zu essen beginnt.


Die letzten 15 Monaten hat sie ausschließlich von meinem Körper gelebt – ist es nicht faszinierend, was unser Körper alles kann?! Auf alle Fälle ist es für mich ein nächstes großes Loslassen und ich habe das Gefühl, dass unsere kleine Biene mittlerweile schon richtig groß ist und ihr Bestreben nach Selbstständigkeit wird immer größer. Der Tiger findet es großartig, dass sie jetzt endlich essen darf und gibt ihr immer mal wieder was von ihm ab. Er freut sich sehr, wenn sie dann sein Essen nimmt!


Ich bin dankbar, an ihrer Entwicklung so teilhaben zu dürfen und ich genieße es sehr, sie aufwachsen zu sehen. Ich kann meine beiden Mäuse stundenlang beobachten und es wird nie langweilig! Nun starten wir in das nächste halbe Jahr und ich lasse mich überraschen, was es alles bringen wird. Auf alle Fälle freue ich mich sehr!

#MontessoriEntdecker · 0 - 03 Monate · 04 - 06 Monate · Do It Yourself · Entwicklung · Sinneserlebnis

Montessori Mobiles zur sensorischen Erkundung

„Mobiles sind vor allem während der ersten Monate für das Baby sinnvoll. In den frühen Wochen helfen sie ihm, das visuelle Vermögen zum Fokussieren und Verfolgen eines Gegenstandes mit dem Blick zu entwickeln.“*

Ohne Zweifel sind Mobiles sehr beliebtes Accessoires wenn es um die Einrichtung des Kinderzimmers für ein Neugeborenes geht. Doch viele der optischen wirklich hübschen Mobiles im Handel sind für unsere Allerkleinsten nicht geeignet..

„Die meisten handelsüblichen Mobiles sind nur für viel ältere Kinder geeignet, gewöhnlich ab drei Jahren oder älter. Sie sind viel zu aufwendig und empfindlich für ein Baby, als dass es sie sicher untersuchen könnte. […] Außerdem gibt es Mobiles für Kinder, in die eine Spieluhr eingebaut ist, die der Erwachsene aufziehen muss. Das Kind liegt in seinem Bettchen, schaut auf ein Mobile, das es nicht gut erkennen kann, beobachtet etwas, das sich zu schnell dreht, als dass es ihm mit seinen Augen folgen könnte, und hört Musik.“*

Heute möchte ich euch daher Mobiles zur sensorischen Erkundung nach Montessori zeigen, die genau auf die einzelnen Entwicklungsschritte von Babys in den ersten Monaten abgestimmt sind. Und das beste an diesen Mobiles ist, dass man sie alle auf einfachste Art und Weise selbst basteln kann.

Zweidimensionale geometrische Formen in Schwarz/Weiß

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Ich habe aus schwarzen und weißen Karton geometrische Formen zusammen gestellt und sie so aufgehängt, dass sie liegend für das Baby gut sichtbar sind. Entspricht nicht dem ursprünglichen Montessori Mobile.

Reflektierte Licht einer Glaskugel
Zusätzlich kann man zu dem Schwarz/Weiß Mobile noch eine Glaskugel hängen, die das Licht reflektiert. Da unser Tiger aber oft mit unserer Biene gemeinsam Mobile schaut, erscheint mir eine Glaskugel etwas zu gefährlich..

Drei Oktaeder aus farbigem, metallisch glänzendem Papier in den Primärfarben

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Dieses Mobile ist sehr einfach zu basteln – eine Falt-Vorlage für Oktaeder findet ihr *hier*. Bei unseren Oktaeder glänzt das Papier vielleicht etwas zu sehr, doch ich habe in meiner nahen Umgebung kein anderes gefunden.. Durch die Oberfläche war das Kleben unserer Oktaeder sehr schwierig, aber machbar. Wenn die Sonne durch das Fenster scheint, glitzern die Oktaeder, das gefällt unserer Biene sehr.

Fünf Kugeln in einer Farbe mit abgestuften Nuancen des Farbtons

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Für dieses Mobile habe ich 5 Holzkugeln mit orangen Garn in 5 Farbabstufungen umwickelt. Damit das Garn gut hält, habe ich direkt auf die Holzkugel etwas Kleber gegeben und danach mit Garn umwickelt – geht relativ schnell.

Stilisierte Figuren aus leichten, metallisch glänzendem Papier

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Da ich keine Druckvorlage für die stilisierten Figuren fand, habe ich kurzerhand selbst eine gezeichnet – ich stelle sie euch gerne unter *Free Printables* zur Verfügung. Unser Papier ist etwas dicker ausgewählt und ich werde das Mobile mit feiner Nähseide aufhängen. Leider bin ich bis jetzt noch nicht dazu gekommen, es fertig zu basteln..

Stilisierte Holzfiguren in Pastelltönen

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Von einer guten Freundin haben wir ein wunderschönes Mobile geschenkt bekommen, welches die Kriterien für dieses Montessori Mobile fast erfüllt. Unsere Biene mag es aber so wie es ist sehr gerne.

„Diese Mobiles sollte etwa alle 2 Wochen ausgetauscht werden, um auf die Gewöhnung an dieses spezielle Mobile zu reagieren und mit der Entwicklung des Gesichtssinns Schritt zu halten.“*

Auf Pinterest habe ich euch eine Pinnwand angelegt – dort findet ihr noch mehr Bastelideen zum Thema „Montessori Mobiles“ bzw. unterschiedliche Ausführungen der einzelnen Mobiles:
pinterest.com/tigersabenteuer/montessori-mobiles/

Ab etwa 3 Monate fing unsere Biene an, sich bewusst für die Mobiles zu interessieren und sie aktiv zu betrachten. Jetzt mit bald 5 Monaten kann sie sich schon richtig lange damit beschäftigen, vor allem wenn sich das Mobile durch das Strampeln in der Hängematte immer wieder bewegen.

*Alle Zitate stammen aus „Montessori von Anfang an“ (Paula Polk Lillard, Lynn Lillard Jessen)

Verlinkt bei *creadienstag*

0 - 03 Monate · Entwicklung

Entwicklungssprung mit 12 Wochen

Was den Entwicklungssprung mit 12 Wochen betrifft, bin ich ziemlich in Verzug.. Das hat einfach damit zu tun, dass wir nach wie vor auf den Schub warten *haha*. Nein im Ernst, es hat sich seitdem unsere Biene 12 Wochen alt ist, zwar sehr viel bei ihr getan, doch die klassischen Anzeichen eines Schubes blieben gänzlich aus!

Der Vollständigkeit halber möchte ich aber trotzdem kurz darauf eingehen, da dieser Schub bei einigen Babys sehr intensiv ausfällt. Wie auch bei den vorigen Sprüngen sind Babys um die 12 Wochen herum „schwieriger“, d.h. sie fordern deutlich mehr Nähe ein, schlafen schlechter, trinken öfter und weinen mehr. Dieser Schub kann wie die bisherigen bis zu einer Woche dauern und bringt wieder große Veränderungen für das Baby mit.

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Unsere Biene ist seit sie etwa 12 Wochen alt ist, sehr gelassen und richtig pflegeleicht geworden. Bis auf wenige Nächte schläft sie von etwa 22 – 2 Uhr durch und kommt dann etwa alle 2 Stunden, trinkt kurz und schläft gleich wieder weiter. In schlechten Nächten kommt sie alle Stunde, schläft aber auch dann nach kurzem Stillen weiter, so dass wir keine Wachphasen nachts haben.

Ihre abendlichen Schreistunden haben aufgehört, seit ich komplett auf Milchprodukte (außer einen Schluck Milch in meinen Morgenkaffee) verzichte.. Darüber habe ich aber vor einiger Zeit schon berichtet. Tagsüber schläft unsere Biene sehr unterschiedlich – von kurzen bis längeren Schlafzeiten und kurzen bis längeren Wachzeiten ist alles dabei, wir haben absolut keine Regelmäßigkeit und ich schaue auch gar nicht auf die Uhr. Auch ihre Stillzeiten sind sehr unregelmäßig und ich kann euch auch gar nicht sagen, wie oft unsere Biene tagsüber trinkt. Abends clustert sie aber sehr gerne über mehrere Stunden (das ist dann meine Blog – Zeit *hehe*).

Grundsätzlich ist unsere Biene sehr aufmerksam, sie beobachtet ihre Umgebung sehr genau und alles ist sehr spannend. Besonders Licht zieht sie magisch an, sie beobachtet daher sehr gerne auch das Aquarium. Mit Abstand am liebsten beobachtet sie aber ihren großen Bruder – beim Spielen schaut sie ihm oft wirklich lange am Stück zu. Kaum geht unser Tiger abends ist Bett, wird sie manchmal richtig unruhig.

Bezüglich ihrer motorischen Entwicklung nehme ich wieder alles zurück – das Umdrehen war denk ich ein Versehen.. Seitdem hat sie sich nicht mehr gedreht *haha*, sie probiert es nicht mal sonderlich.. Aber alles zu seiner Zeit, ich habe großes Vertrauen, dass sie sich ihrer eigenen Geschwindigkeit nach entwickelt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie so sehr mit Beobachten beschäftigt ist, dass sie sich selbst ganz vergisst. Momentan übt sie intensiv das Greifen nach Gegenständen. Es gelingt ihr meistens nicht, doch die Hände gehen schon oft (annähernd) in die richtige Richtung und man kann ihr mittlerweile etwas in die Hände geben und sie hält es fest. Vermutlich ist das noch immer eher der Greifreflex, doch der Tiger findet das richtig lustig und gibt ihr immer wieder verschiedene Gegenstände. Besonders fasziniert ist sie von ihren eigenen Händen und sie beobachtet sie oft ausgiebig. Aber auch die Hände anderer sind sehr spannend.

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Unsere Biene ist eine richtig kleine oder besser gesagt große Plaudertasche – außer während Phasen intensives Beobachten macht sie immer Geräusche. Von laut bis leise, richtiges Lachen, glucksen, dahin „tratschen“, schimpfen ist alles dabei (und vermutlich noch viel mehr, was ich gar nicht so benennen kann). Und sie lacht immer, also wirklich immer! Kaum redet man mit ihr, ziehen sich ihre Mundwinkel nach oben und sie zeigt ein breites Grinsen. Nach kurzer Zeit grinst sie auch „Fremde“ über das ganze Gesicht an. Ich bin so unglaublich verliebt in ihr Lachen!

Ihre Entwicklungen sind diesmal richtig spannend zu beobachten und sie sind mit kaum spürbaren „Auswirkungen“ verbunden. Unsere Biene hat wenige Stunden, wo man ihr ihren Entwicklungsschub anmerkt – sie ist dann einfach etwas unruhiger und braucht mehr Körperkontakt, aber das war’s dann auch schon. Geclustert wird eigentlich unabhängig von den Schüben.

Der 19 Wochenschub ist bei uns wieder spannender und geht nicht so spurlos vorbei – davon aber beim nächsten mal!

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Quelle und weiterführende Informationen zu den Entwicklungsschritten:
„Oje, ich wachse“ von Hetty van de Rijt / Frans X. Plooij

..stillen/essen · 0 - 03 Monate · 04 - 06 Monate · Bedürfnisorientiert

Baby ohne Schnuller?!

Immer wieder werden ich verwundert gefragt, ob unsere Babytochter denn keinen Schnuller hat. Automatisch wird von vielen angenommen, dass unsere Biene einfach keinen Schnuller nimmt und ich somit zu diesen „armen“ Müttern gehöre, die ihr Kind anders beruhigen oder noch schlimmer, ständig stillen müssen. Wenn mich jemand darauf anspricht, rechtfertige ich mich meistens schon gar nicht mehr, sondern antworte nur noch: „Ja, leider“..

Ich aber habe mich bewusst gegen einen Schnuller entschieden und bis jetzt halte ich überzeugt daran fest. Heute stelle ich euch meine persönlichen 5 Gründe vor, warum unsere Biene noch keinen Schnuller bekommen hat bzw. auch weiterhin keinen bekommt.

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Saugverwirrung
Es ist so, dass durch einen Schnuller eine Saugverwirrung entstehen kann, muss aber natürlich nicht. Da ich aber lange damit zu kämpfen hatte, dass ich unseren Tiger nur 2 Monate stillte, möchte ich diesmal das Risiko nicht eingehen und schaffe mir somit alle Risikofaktoren aus dem Weg, damit das Stillen unserer Biene lange und unkompliziert funktioniert.

Hunger wegschnullern / Rückgang der Milch
Vor allem in Schub- bzw. Clusterzeiten wollen Babys vermehrt trinken, weil sie einfach mehr Hunger haben und mehr Milch brauchen. Durch den Schnuller besteht die Möglichkeit, dass Babys sich den Hunger wegschnullern und dann weniger Milch zu sich nehmen, als sie eigentlich brauchen würden.
Wenige Tage vor einem Schub beginnen Babys vermehrt oder durchgehend an der Brust zu trinken. Die Milchproduktion funktioniert nach einem Nachfrage-Angebot Prinzip und so wird durch dieses häufige Anlegen die Produktion der Milchmenge stimuliert. Direkt beim Schub steht dann viel Milch zur Verfügung, damit Babys problemlos über den Schub kommen. Wird die „Produktionsanfrage“ durch einen Schnuller unterbunden, besteht die Möglichkeit, dass es dann beim Schub zu Probleme kommt.
Auch bei diesem Punkt gilt – kann passieren, muss aber nicht.

Schnuller muss nicht abgewöhnt werden
Wenn ich meinem Baby keinen Schnuller angewöhne, muss er später nicht wieder abgewöhnt werden. Die meisten Kinder stillen sich irgendwann von selbst ab, dieser Punkt fällt also weg.

Es stört mich nicht
Vermutlich ist das der wichtigste Punkt bei der Entscheidung gegen einen Schnuller. Oft hat unsere Biene einfach nur das Bedürfnis zu nuckeln und es stört mich absolut nicht, wenn sie sich dieses Bedürfnis ganz natürlich an der Brust stillt. Bei unserem Tiger fühlte ich mich damals gar nicht wohl bei diesem ständigen Stillen und somit war alles schwieriger. Bei unserer Biene genieße ich es und deshalb brauchen wir aus dem Grund keinen Schnuller.

Alles, was ein Baby braucht
Stillen ist viel mehr als nur Nahrungsaufnahme für ein kleines Baby. Es fühlt sich dadurch geborgen, erfährt eine intensive Nähe mit dem wichtigsten Menschen in seinem Leben, kann den Geruch der Mama aufnehmen. Das Baby findet durch das Stillen einen Rückzugsort und Trost in oft schwierigen Entwicklungszeiten oder wenn es von Eindrücken regelrecht erschlagen wird. Es kann sich rundum geborgen und beschützt fühlen – daher schlafen auch viele Babys problemlos beim Stillen ein.

Während den intensiven Schreiphasen unserer Biene hatte ich das Thema Schnuller immer im Hinterkopf und habe auch immer mal wieder überlegt, ob ich es nicht doch probieren sollte. Allerdings fühlte es sich für mich einfach nicht richtig an und deshalb habe ich es gelassen.
Durch das Stillen bekommt ein Baby alles, was es in dieser lauten und turbulenten Welt braucht und daher werden wir noch lange am Stillen festhalten – so lange es eben für unsere Biene UND für mich passt.

0 - 03 Monate · Entwicklung

Entwicklungssprung mit 8 Wochen

Mit 8 Wochen oder zwei Monaten steht schon der nächste große Entwicklungssprung an. Anfangs sind die Sprünge enger beieinander und dauern kürzer. Je älter das Baby wird, desto größer werden die Abstände zwischen den Sprüngen, die einzelnen Sprünge dauern dann aber auch länger.

Sprünge beginnen grundsätzlich sehr ähnlich – Babys wollen mehr Aufmerksamkeit der Mama (oder eben der ersten Bezugsperson), lassen sich kaum ablegen, weinen viel, suchen Nähe und Geborgenheit, Stillkinder brauchen sehr oft oder durchgehend die Brust. Für das Baby verändert sich wieder einiges und das kann anfangs sehr erschreckend für das Kind sein. Wachstumsphasen sind für Eltern sehr anstrengend und oft kommen Selbstzweifel auf. Doch für das Baby sind diese Schübe auch nicht einfach, seine ganze Welt verändert sich so unglaublich schnell in so kurzer Zeit, da ist es nur natürlich, sich an geliebte Menschen zu halten. Sich das vor Augen zu halten, macht einen Schub vielleicht etwas leichter.

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Dieser Schub brachte auch für unsere Biene wieder viel Neues mit sich. In ihren aktiven Wachphasen schaut sie sich sehr konzentriert und genau ihre Umgebung an. Sie nimmt jedes Geräusch wahr und möchte am liebsten überall gleichzeitig schauen. Sie fängt an, ihrem großen Bruder bewusst nach zu schauen und sieht bereits weiter entfernte Menschen/Lichter/Dinge. In diesen Wachphasen lacht sie viel und brabbelt gut gelaubt vor sich hin. Die wohl größte Entwicklung machte sie sicher motorisch, denn seit heute (mit knapp 10 Wochen) kann sie sich aus der Rückenlage auf den Bauch drehen (zurück noch nicht). In Bauchlage kann sie mittlerweile ihren Kopf problemlos heben und die Umgebung beobachten. Besonders spannend sind für sie auch ihre Hände geworden – unsere Biene nimmt ihre Hände nun bewusst als eigenes Körperteil wahr. Sie beobachtet die (noch sehr) unkoordinierten Bewegungen ihrer Hände und nimmt sie auch fleißig in den Mund.

Doch so toll es ist, unsere Biene beim Erlernen ihrer neuen Fertigkeiten zu beobachten, so anstrengend war dieser Schub auch. Er dauerte über eine Woche. Unsere Biene schlief viel schlechter und kam nachts im Stundentakt zum Trinken. Tagsüber schlief sie stattdessen oft längere Zeit, also 2-3 Stunden durch. Das Bedürfnis nach mehr Körperkontakt konnte ich aber grundsätzlich nicht erkennen, da sie ein reines Tragebaby ist und dadurch immer sehr viel Körperkontakt erhält. Seit etwa 4 Tagen haben wir den Schub geschafft und das merkt man deutlich an den Nächten – die erste Schlafphase dauert etwa 4 Stunden, danach trinkt sie alle 2 Stunden, schläft aber sofort wieder weiter.

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Mit Abstand am Anstrengendsten ist momentan ihr ständiges Weinen. Letzten Mittwoch waren wir bei einer Cranio Sacral Therapie wegen ihren Blähungen und ich habe das Gefühl, dass das wirklich sehr gut geholfen hat, denn sie hat kaum Bauchweh mehr. Allerdings ist das Weinen geblieben und auch dieser Schub hat keine Besserung gebracht. Sobald unsere Biene müde wird, weint sie und verweigert dann auch die Brust. Weder tragen, schaukeln, hinlegen oder irgendetwas anderes hilft, sodass sie sich die letzten Tage immer wieder in den Schlaf weinen musste (natürlich niemals alleine!). Während des Tages kommt es manchmal vor, doch vor allem abends hat unsere Biene große Probleme, zur Ruhe zu kommen. Ich hoffe, dass das noch „Anpassungsschwierigkeiten“ sind und sich das nach den klassischen ersten drei Monaten bessert.

Grundsätzlich läuft unser Alltag aber noch immer so, wie ich es euch bereits vor Kurzem erzählt habe (*klick*). Ich bin sehr glücklich, Mama von diesen zwei großartigen Kindern zu sein und finde unseren Alltag richtig toll. Ich kann es kaum glauben, dass unsere Biene schon fast 10 Wochen alt ist – wie die Zeit vergeht!

Der nächste große Schub kommt dann um die 12. Woche herum, dann erzähle ich euch wieder mehr.

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Quelle und weiterführende Informationen zu den Entwicklungsschritten:
„Oje, ich wachse“ von Hetty van de Rijt / Frans X. Plooij

0 - 03 Monate · 31 - 33 Monate · Bedürfnisorientiert

..einfach, weil sie es verdienen!

Die beiden wechseln sich meistens nachts ab – unsere Biene trinkt heute Nacht um halb 1 und um halb 3. Um etwa 4 Uhr wird unser Tiger wach und braucht mich, um kurz nach halb 6 wieder unsere Biene. Sie strahlt mich an und ich weiß, die Nacht ist vorbei.. Das Lächeln macht die Nacht nicht länger oder die Müdigkeit kleiner oder das Aufstehen leichter, aber es macht den frühen Beginn des Tages einfach viel schöner. Bis unsere Biene fertig ist mit Stillen, Wickeln, Umziehen und (manchmal) wieder Einschlafen, ist unser Tiger bereits wach – momentan etwa um 6 Uhr (danke liebe Winterzeit…). Anschließend beginnt das Morgenprogramm mit dem Tiger (Zähneputzen, umziehen, wickeln, etwas spielen oder bereits lesen, Frühstücken, etc.).

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Vormittag schläft unsere Biene meist in der Hängematte, daher mache ich gerne Haushalt. Unser Tiger hilft mit oder spielt währenddessen und wir nehmen uns auch viel Zeit füreinander – dann wird gemeinsam gespielt oder gelesen oder gemalt oder gebastelt.

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Mittags wird gemeinsam gekocht und gegessen. Danach gehen wir gerne nach draußen, wenn das Wetter passt oder wir backen gleich nach dem Essen noch etwas. Nachmittag habe ich unsere Biene immer gerne in der Trage direkt bei mir, egal ob draußen oder in der Wohnung. Ich habe das Gefühl, dass damit das abendliche Weinen reduziert wird bzw. wie gestern ausbleibt. Wenn der Papa abends gegen 17:30 Uhr nach Hause kommt, kochen und essen wir. Bis 19 Uhr soll unser Tiger schlaffertig sein (Zähneputzen, umziehen, wickeln), danach kann er selbst entscheiden, wann er müde ist und schlafen gehen möchte. Ich begleite ihn in den Schlaf, wenn es mit unserer Biene geht, denn abends braucht sie immer sehr viel Aufmerksamkeit. Zwischen 19:30 Uhr und 20:30 Uhr schläft unser Tiger dann normalerweise. Dann oder bereits schon früher beginnt bei unserer Biene die Weinphase, in der sie viel Liebe und Nähe braucht. Wenn ich mit den Kindern alleine zu Hause bin, kann ich unseren Tiger manchmal nicht mehr in den Schlaf begleiten, weil unsere Biene schon weint.. Dann ist er wach, bis er richtig müde ins Bett fällt und alleine einschläft. Beim Stillen schläft unsere Biene leider nicht ein und wird unruhig, daher kann ich nicht beide Kinder gemeinsam in den Schlaf begleiten. Ich trage sie dann oft durch die Wohnung und wenn sie ruhig ist, setze ich mich noch zum Tiger und halte sein Hand – manchmal funktioniert das ganz gut, manchmal gar nicht. Ist der Tigerpapa zu Hause, schaue ich, dass ich mit dem Tiger ein gemütliches Einschlafen verbringen kann, was allerdings nicht so einfach ist, wenn ich unsere Biene schon weinen höre. Es ist hat sich mittlerweile so eingependelt, dass ich unsere Biene dann zwischen 21 Uhr und 22 Uhr schlaffertig mache und bis spätestens 23 Uhr schläft dann auch sie. Seit etwa 4 Wochen plagen unsere Biene schlimme Bauchschmerzen und sie hat einen richtigen Blähbauch. Während des Tages hat sie immer wieder Schmerzen, abends kommen dann noch die Eindrücke des Tages hinzu, die verarbeitet werden müssen. Beides zusammen macht den Abend oft sehr lang. Müde falle auch ich dann gleich mit ins Bett. Nachts kommt sie meist so alle 2 Stunden, manchmal hat sie auch eine Schlafphase von bis zu 4 Stunden und manchmal kommt sie öfter als alle 2 Stunden.

So sieht im Groben momentan unser Tagesablauf aus (deswegen ist es momentan so ruhig auf dem Blog…). Die Tage können sehr lang sein und sind immer sehr ausgefüllt. Oft hätte ich gerne Pausen. Wenn ich richtig geschafft bin, nehme ich mir ganz selten eine dieser Pausen am Tag. Unser Tiger akzeptiert das, solange es nicht zu oft vorkommt. Denn er hat nicht nur meine Pausen zum alleine überbrücken, sondern auch die „Pausen“ in denen mich unsere Biene braucht, denn je länger der Tag dauert, desto schwieriger fällt ihr das Einschlafen. Schläft unsere Biene dann, gehört die Zeit unserem Tiger.

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Viele Tage laufen rund, andere sind schwierig, einige katastrophal. Doch ich gebe jederzeit mein Bestes! Ich versuche jeden Tag, jederzeit die unterschiedlichen Bedürfnisse meiner Kinder zu erkennen und ihnen gerecht zu werden. Das gelingt mir manchmal sehr gut, manchmal gar nicht.. Aber das ist in Ordnung, denn ich gebe zu jederzeit mein Bestes, mehr ist einfach nicht drinnen. Meine Bedürfnisse stelle ich bewusst nach hinten – meistens habe ich aber nicht einmal das Gefühl, dass es so ist. Ich wollte meine Kinder – eigentlich eine restlose Untertreibung.. Ich habe mir meine Kinder von ganzem Herzen gewünscht und so bin ich jetzt für meine Kinder mit ganzem Herzen da – immer und so gut ich eben kann. Ein paar Auszeiten im Alltag wären manchmal schön (der Tigerpapa und die Tigeroma unterstützen mich viel, arbeiten aber während der Woche) – mit zwei Kindern viel schwieriger als noch mit dem Tiger alleine. Doch die Schlafenszeiten unserer Biene gehören unserem Tiger. Wir Eltern haben uns ein zweites Kind gewünscht, nicht unser Tiger. Er braucht diese Zeit mit mir alleine – ebenso wie sie unsere Biene dann abends braucht. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich wegen meiner Kinder auf etwas verzichte, dass meine Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Unsere Kinder sind nur eine verhältnismäßig kurze Zeit so klein und so intensiv auf uns angewiesen, dass ich ihnen diese kurze Zeit mit vollem Herzen schenke. Es ist nicht die Aufgabe unserer Kinder, uns glücklich zu machen. Es ist ihre Aufgabe zu wachsen und zu lernen, sich selbst zu entdecken und ihren Weg zu gehen. Es ist die Aufgabe der Eltern, ihre Kinder zu begleiten und sie glücklich zu machen – die Eltern suchen sich ein Leben mit Kinder aus, nicht umgekehrt. Und daher gebe ich jeden Tag mein Bestes, begleite meine Kinder so gut ich kann auf ihrem Lebensweg und erfreue mich an ihrem Glück.

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Ich  bin Mama mit ganzem Herzen und gebe jederzeit mein Bestes – einfach, weil meine Kinder es verdienen!

0 - 03 Monate · Entwicklung

Entwicklungssprung mit 5 Wochen

Mit 5 Wochen oder etwa einem Monat steht der erste große Entwicklungssprung an. Es verändert sich für Babys wieder sehr viel, sie lernen wieder Neues und daher ist es nur verständlich, dass sie zunächst einmal einen sicheren Rückzugsort suchen – die Mama (oder eine andere erste Bezugsperson). Am Beginn des Sprungs werden viele Babys weinerlicher und brauchen sehr viel Nähe, Stillkinder wollen ungewöhnlich oft oder durchgehend an die Brust.

Unsere Biene verhält sich seit 5 Tagen auch sehr „klassisch“ – mehr weinen, viel tragen, oft und lange stillen und rund um die Uhr Körperkontakt. Allerdings merkt man schon einige Veränderungen an ihr während dieser Tage. Sie wirkt deutlich „klarer“, die aktiven Wachphasen werden länger und sie beginnt zu beobachten und kurz mit den Augen zu fixieren. Ihr erstes, bewusstes Lächeln am Montag war natürlich zuckersüß und ich augenblicklich noch mehr verliebt. Ich liebe es, sie in ihren aktiven Wachzeiten zu beobachten – ihr ersten Interesse an der Umgebung, ihr aktiver und wacher Blick, ihre Liebe zu ihrem älteren Bruder, die man jetzt schon spüren kann! Manchmal macht unsere Biene neben dem Lächeln auch glucksende Geräusche, die sich fröhlich anhören, als ob sie uns schon etwas erzählen wollte. Unsere Biene nimmt auch Geräusche viel deutlicher wahr und davon gibt es mit einem Kleinkind gemeinsam ja jede Menge. Diese Geräuschempfindlichkeit macht allerdings das Einschlafen um einiges schwieriger..

Schlafen mit Heizlüfter
Top 3 der Einschlafhilfen: tragen, stillen und der Heizlüfter im Bad, wo sie sich dann mitten im Kleidungs- und Stoffwindelchaos sichtlich wohl fühlt – da schläft sie dann auch schon mal einige Minuten ohne mich (solange der Heizlüfter läuft – versteht sich von selbst *haha*)

Einige Babys produzieren ab diesem Schritt auch öfter Tränen (kommt bei unserer Biene noch sehr selten und wenn nur minimal vor) oder überwinden vorher da gewesene Verdauungsstörungen. Es erfolgt während diesen Sprungs eine schnelle Entwicklung aller Sinnesorgane.

Grundsätzlich bin ich während dieses Schubes sehr entspannt, da ich weiß, dass sich in wenigen Tagen alles wieder ändert. Ich weiß noch, wie verzweifelt ich bei unserem Tiger war, da ich absolut nichts von den ersten Entwicklungsschritten und ihren „Auswirkungen“ wusste. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass es gut ist, sich auf sein Gefühl zu verlassen, aber das Wissen über die Kindesentwicklung das Zusammenleben mit Kindern sehr viel einfacher macht. Diesmal weiß ich, dass ein Sprung in der Entwicklung an erster Stelle für das Baby schwierig ist, da sich seine Welt sehr schnell verändert und daher ist es für mich einfacher, die Situation anzunehmen, mich in dieses kleine Wesen hineinzuversetzen und mich so um unsere Biene zu kümmern, wie sie es braucht. Ich bin sehr gespannt, wie lange dieser Entwicklungssprung noch dauert und was unsere Biene die kommenden Tage noch alles lernen wird.

Aufmerksames Beobachten der Umgebung
Aufmerksames Beobachten der Umgebung – unser Tiger ist ganz begeistert, dass er unserer Biene jetzt schon verschiedene Dinge zeigen kann und sie darauf reagiert!

Quelle und weiterführende Informationen zu den Entwicklungsschritten:
„Oje, ich wachse“ von Hetty van de Rijt / Frans X. Plooij

..stillen/essen · 0 - 03 Monate · Bedürfnisorientiert

Beginn einer wundervollen Stillbeziehung?!

Nur wenige Minuten nach der *wunderschönen Geburt* legte ich unsere Biene das erste Mal an – und sie saugte! Und wie sie saugte! Problemlos, als ob sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht hätte und ich bewunderte sie dafür – war es doch für mich (obwohl sie das zweite Kind ist) sehr ungewohnt. Da ja wenige Zeit danach gleich unser *Tiger mit dem Tigerpapa kam*, haben wir die zweite Seite auf später verschoben, denn die allgemeine Aufregung war einfach zu groß. Obwohl wir unser „Still-Kennenlernen“ erst zwei Stunden später fortgesetzt haben, klappte es auch wieder sehr unkompliziert – unsere Biene machte das einfach großartig! Danach schlief sie sich lange ohne Unterbrechung von der schnellen, aber sicherlich für sie auch anstrengenden Geburt aus.

Beim Tiger setzte ich mich wegen des Stillens unglaublich unter Druck – ich wollte unbedingt mindestens 3 Monate stillen, besser 6 Monate. Allerdings gab ich während der ersten, für mich unglaublich *schwierigen Anfangszeit* nach 6 Wochen auf – ich hatte mich auch kaum vorher wegen des Stillens oder Schübe informiert, da es ja etwas sehr Natürliches sein sollte. Ich habe sehr darunter gelitten und hatte große Schuldgefühle! Ich brauchte lange, um dieses riesige Gefühl des Versagens und deswegen eine schlechte Mama zu sein, loslassen zu können.

Da mit dem Beginn des Fläschchens die Probleme nicht kleiner, sondern eher größer wurden (wegen seiner Kuhmilcheiweißunverträglichkeit), war mir das Stillen unserer kleinen Biene besonder wichtig. Allerdings ging ich diesmal entspannter an die Sache heran – ich wollte mir selbst keinen Druck machen! Sollte es nicht funktionieren, wollte ich nicht daran festhalten und mich deswegen schlecht fühlen.

Selbstbewusst und gestärkt nach dieser großartigen Geburt, in der ich das Vertrauen an die Stärke meines eigenen „Mama-Körpers“ gewonnen habe, ging ich also sicher auch an das Stillthema heran. Im Krankenhaus lies ich mir von niemandem etwas einreden (aufwecken zum Trinken, trinkt sie oft genug, ect.), sondern verließ mich diesmal voll und ganz auf mein Gefühl und dass unsere Biene das schon machen wird. Ich wusste, dass Stillen anfangs schmerzhaft ist, doch das war in Ordnung. Ich wusste nun auch, dass es normal ist, dass Babys durchgehend stillen wollen, auch das ist in Ordnung. Und so ging es unkompliziert weiter.

Unsere Biene zeigt mir deutlich, wann sie Hunger hat und trinkt dann sehr zügig – wenn sie fertig ist, wendet sie einfach den Kopf ab und ich weiß Bescheid. Während des Wachstumsschubes mit etwa 3 Wochen wollte sie oft sehr lange stillen und auch nuckeln, sie zeigte mir sehr deutlich, dass sie das jetzt einfach braucht – dass sie mich braucht. Auch das Stillen im Liegen funktioniert problemlos mit ihr und die meisten Nächte sind entspannt – ich kann sogar während des Stillens weiterschlafen!

Jetzt nach 4 Wochen verändert sich unsere Stillbeziehung. Was anfangs (und beim Tiger leider die ganze Zeit über) einfach „nur“ die beste Ernährung für unsere Kinder ist und somit irgendwie Pflicht, es zumindest zu versuchen, wird langsam aber sicher etwas, dass ich schätzen und genießen lerne. Bis jetzt konnte ich das so nicht glauben, aber mittlerweile bedeutet unser gemeinsames Stillen auch eine gewisse Art und Weise der gemeinsamen Nähe, die ich nicht mehr missen möchte. Und so kann ich mir mittlerweile wirklich vorstellen, unsere kleine Biene das erste Jahr zu stillen und mir dann offen zu lassen, wie es weitergeht. Es ist ein unglaublich schönes Gefühl und ich bin froh, dass ich auch ich diese Gedanken und diese Gefühle vieler Mamas erleben darf!

Unsere Biene - 2 Wochen alt
Unsere Biene – 2 Wochen alt