..schlafen · 22 - 24 Monate · Bedürfnisorientiert · Gedanken

Es ist wie es ist – über unsere aktuelle Schlafsituation

Lange Zeit hatten wir jetzt eine ganz klassische und ich muss zugeben für mich eine wirklich angenehme Schlafsituation – nicht in Bezug auf das Schlafen selbst, sondern auf die Schlafenszeiten. Beide Kinder gingen abends zwischen 20 und 20:30 Uhr schlafen, standen gemeinsam zwischen 5 und 6 Uhr morgens auf und die kleine Biene schlief über mittag nochmal so 1-1,5 Stunden. Diese Zeit verbrachte ich als Qualitätszeit mit dem Tiger. Wir machten überwiegend Dinge, die mit der kleinen Biene gemeinsam oft nicht oder nur schwierig möglich waren – Puzzle bauen, Gesellschaftsspiele, Kugelbahn, längere Bücher lesen oder auch mal kuschelnd vor dem Fernsehen knautschen. Sobald die Kids abends im Bett waren, begann meine Zeit und diese nutzte ich fast immer zum Lernen oder natürlich auch mit meinem Mann.

Was aber, wenn sich das Schlafverhalten eines Kindes plötzlich verändert? Manchmal kann es so schwierig sein, etwas einfach anzunehmen wie es ist – austreten aus der eigenen Komfortzone und neue Wege suchen, um alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen.

Seit (ich weiß eigentlich gar nicht so genau seit wann..) bestimmt drei Wochen hat unsere Biene ihr Schlafverhalten verändert. Sie hat angefangen, nachts unglaublich schlecht zu schlafen, sodass sie tagsüber einfach sehr müde war und ihren fehlenden Schlaf dann beim Mittagsschlaf nachgeholt hat. Allerdings konnte sie dann abends nach teilweise 3 Stunden schlafen tagsüber natürlich nicht einschlafen und so wurde es Abend für Abend später, bis sie anfing mit mir gemeinsam gegen 23 Uhr schlafen zu gehen.

Die ersten Tage waren ja noch ganz ok – ich habe es als kurze Lernpause gesehen, doch mit den Tagen wurde ich abends schon immer ungeduldiger und ja auch genervt, denn ich sah meine Zeit für mich einfach dahin schwinden.. Unsere gemeinsame Paarzeit und auch meine für mich wichtige Lernzeit.. Ja, ich könnte den Mittagsschlaf natürlich verkürzen, aber ich greife ehrlich gesagt ungern ins das Schlafverhalten meiner Kinder ein – vor allem ist unsere Biene dann den restlichen Tag wirklich anstrengend..

Und so bleiben im Grunde nicht mehr viele Handlungsoptionen und ich kann nur noch eine Entscheidung meiner persönlichen Einstellung zur Situation treffen – sich innerlich wehren und hoffen, dass es schnell vorbei geht oder die Situationen annehmen und das Beste draus zu machen.

Und so genieße ich nun die lange Mittagszeit mit dem Tiger und ich merke, dass es ihm richtig gut tut. Er findet auch ungestört in sein Spiel, so kann ich auch mal die ein oder andere Zeile lesen, zeichnen oder bloggen. Und ich genieße auch die Abendzeit mit der kleinen Biene und kann mich ganz ihr widmen. Abends ist sie immer so unglaublich ausgeglichen und entspannt und spielt auch mal gerne alleine, sodass ich problemlos auch nebenbei den Haushalt machen kann. Es fühlt sich fast an, wie eine kleine Auszeit mit nur einem Kind und ich merke, dass mir diese Zeit mit den Kindern einzeln auch sehr gut tut. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, wenn die Kinder keine Allein-Zeit mit mir haben, ist es auch ok. Ich habe nicht das Gefühl, dass sie es vermissen. Und sogar in diesen Stunden mit einem Kind wird sehr oft nach dem Geschwisterkind gefragt – ob wir es nicht wecken können und warum es schläft und nicht mitspielt.

Und wann ich jetzt lerne? Ehrlich gesagt hab ich noch keine Ahnung. Aber ich weiß, dass es auch dafür eine Lösung geben wird, denn es gibt immer viele Möglichkeiten und auch lernen lässt sich in den Alltag mit Kinder integrieren – z.B. Lernkärtchen in die Toilette oder Küchenschränke hängen, den Kindern den Stoff erzählen (jaa, kann sehr lustig sein) und die Kinder haben ja auch noch Papa-Zeit.

Im Herbst mit dem Kindergarten-Beginn ändert sich dann aber sowieso wieder alles, deshalb möchte ich jetzt gar nicht viel herum experimentieren – ich bin gespannt!

Oft es ist aber für mich eine große Herausforderung, bestimmte Verhaltensweisen meiner Kinder so anzunehmen, wie sie eben sind. Manchmal ist es schwierig, seine eigene Komfortzone zu verlassen und zu akzeptieren, dass es eben nicht immer so ist, wie man es sich vorstellt. Es ist wirklich eine Herausforderung, aus jeder Situation das Beste zu machen, egal wie doof es manchmal auf den ersten Blick wirkt. Aber es zahlt sich immer aus, die Momente mit den Kindern zu genießen und alles anzunehmen, wie auch immer es kommt.

Ja, es ist eben so wie es ist – und es ist gut so. Meistens ist eben doch nur eine Phase.


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