Gedanken

Wann beginnt Vorsorge?

Heute möchte ich gerne über ein Herzensthema schreiben, das mitunter ein Grund ist, warum ich diesen Weg für mein Leben gewählt habe.

Meine Eltern leben seit meiner Kindheit getrennt. Vor (in wenigen Tage genau) zwei Jahren hatte mein Papa einen Schlaganfall. Dieser Schicksalsschlag traf mich doch sehr und die ersten Tage wusste ich nicht, ob er überlebt. Doch auch als er über den Berg war, waren die Prognosen der Ärzte sehr niederschmetternd. Die rechte Seite gelähmt, viele Erinnerungen und Emotionen weg, er konnte kaum sprechen. Nach vielen Monaten unzähliger Therapien und harter Arbeit kann er nun wieder sprechen und auch kurze Strecken mit einem Stock wieder gehen, allerdings kann er seine Hand nicht wieder benützen. Auch viele seiner Erinnerungen kehrten zurück. Dennoch gibt es Tage, an denen er Aussetzer hat und auch mich nicht wirklich erkennt. Durch die klaren Momenten ist ihm das auch bewusst. Momentan besteht sein Leben darin, für sich selbst zu sorgen und sogar das ist ein großer Erfolg. Er muss erst wieder lesen und schreiben lernen, obwohl nicht klar ist, in wie weit das wieder erlernbar ist und auch die Ausübung seiner Hobbys hat sich erledigt. Es ist ein Leben, das ich niemandem wünsche würde und auch dem Umfeld, also Familie und Bekannten nicht. Und dennoch hatte er noch viel Glück! Einen wichtigen Punkt in dieser Sache habe ich euch noch nicht verraten:

Mein Papa war zum Zeitpunkt des Schlaganfalls 47 Jahre alt!

Jetzt mit 49 Jahren ist er immer auf Hilfe anderer angewiesen. Er ist zweifacher Opa und trotzdem wird er seine Enkelkinder vielleicht niemals tragen, mit ihnen toben, oder ihnen etwas Vorlesen können..

Wenige Monate davor hat mich mein Papa zum Altar geführt…

Warum erzähle ich euch das? Je mehr ich darüber recherchiert habe und auch über Ernährung lerne, desto bewusster wird mir  (auch wenn es mir sehr schwer fällt, das zu akzeptieren und darüber zu zu schreiben) – sein Schlaganfall war kein Schicksalschlag.. Denn das Risiko eines Schlaganfalls hängt oft (natürlich nicht immer) mit dem Lebensstil zusammen – viel Stress, wenig Schlaf, Alkohol, Rauchen und auch Ernährung  spielen eine wichtige Rolle. Selbes lässt sich auf viele andere unserer so genannten Zivilisationskrankheiten übertragen. Unsere heutige Durchschnittsernährung ist nicht gut für uns und fördert viele Krankheiten. Wir Österreicher konsumieren zu viel Fett, zu viel Zucker, zu viele verarbeitete Lebensmittel, zu viel Auszugsmehl (also Weißmehl) und zu wenig an wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen in Form von Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkorn.

Und so bin ich überzeugt davon, dass man mit gesunder Ernährung präventiv sehr viel für sein Leben machen kann. Wir haben nur diesen einen Körper und es gibt kaum etwas wichtigeres als ihn gesund zu halten. Oft höre ich, dass man in jungen Jahren doch leben soll und sich um die Vorsorge doch später kümmern kann – doch wann ist später? Wann sollte man mit der Prävention beginnen und sich einen gesunden bzw. gesünderen Lebensstil aneignen? Leider ist unser Gesundheitssystem nicht auf Vorsorge angelegt und so hat sich das auch in den Köpfen der Menschen verankert – denn es wird erst reagiert, wenn es oft schon zu spät ist. Doch was ist, wenn es später, zu spät für Vorsorge ist und man unter anderen Umständen nachsorgen bzw. Schadensbegrenzung machen muss? Es ist nie zu früh um mit der Gesundheitsvorsorge (und dazu gehört auch eine bewusste Ernährung) zu beginnen!

Ich persönlich bin der Meinung, dass es vielleicht gar nicht so wichtig ist, wie alt wir werden – doch ich möchte die Jahre meines Lebens vital, mit viel Energie und gesund erleben. Und ich möchte auch anderen Menschen auf diesem Weg begleiten und helfen. Natürlich muss auch gesagt werden, auch die beste Ernährung und der gesündeste Lebensstil ist kein Garant für ewige Gesundheit, denn das Leben ist nun einmal nicht fair.. Doch die Wahrscheinlichkeit für eine bessere Gesundheit und damit verbundener Lebensqualität steigt. Nach dem „Schicksalsschlag“ meines Papas und der Entscheidung zu meiner Ausbildung ist das mittlerweile ein Herzenswunsch geworden. Ich möchte auf die Wichtigkeit der Prävention aufmerksam machen und Menschen zu einer gesünderen Ernährungsweise verhelfen. Dennoch werde ich niemandem sagen, wie er sich zu ernähren hat. Vielmehr geht es mir um das Bewusstsein, was wichtig und gut für den eigenen Körper ist und was eben nicht. Denn nur wer sich ein wenig auskennt, kann bewusst eine Entscheidung treffen, was man für sich selbst möchte. Und um dieses Bewusstsein und die daraus resultierenden Entscheidungen geht es letztendlich!

Ich freue mich, dass ihr mich auf meinem Weg begleitet, denn es zeigt mir, dass mein Herzenswunsch auch in Erfüllung gehen kann!


Folgt uns auch auf *Facebook*, *Instagram* und *Pinterest*!

Advertisements