#MontessoriEntdecker · 16 - 18 Monate · Praktisches Leben

2 Gläser, 1 Kännchen, 20-30 Minuten Zeit

Vor einiger Zeit hat unser Tiger selbstständig mit Schüttübungen begonnen (*klick*) und so wurde es jetzt an der Zeit, ihm gezielt Übungen zu dem Thema anzubieten.

Unser Küchentablett kam dafür wieder zum Einsatz. Ich stellte ihm zwei Paar Gläser in unterschiedlichen Größen auf, da ich mir nicht sicher war, welche Größer für die erste Übung geeignet war. Ich stellte ebenfalls ein kleines Milchkännchen mit Wasser gefüllt und ein Tuch zum Abwischen des verschütteten Wassers bereit. Also der Aufwand für diese Übung ist davor und auch danach praktisch nicht vorhanden. Ich habe ihm absichtlich kein Tuch darunter gelegt, damit er selbst sieht, wenn er etwas Wasser verschüttet.

2015-07-29_01

Langsam zeigte ich ihm die Übung vor und er wollte mich nicht einmal fertig machen lassen, so begeistert war er auf Anhieb! Er wählte sofort die größeren Gläser, die kleinen wurde ignoriert und so kamen sie bei der zweiten Runde gar nicht mehr mit auf das Tablett.

Ich war wieder einmal überrascht, wie gut die Übung bereits beim ersten Versuch funktionierte! Kaum ein Wasser ging daneben und er schüttete sehr konzentriert das Wasser von der Kanne in das Glas, dann in das andere Glas, wieder zurück in die Kanne (wobei das am Schwierigsten war für unseren Tiger), und so weiter. Wenn das ganze Wasser verschüttet war, wurde aufgewischt und von vorne begonnen.

2015-07-29_02

Nach dem 3. Mal merkte man bereits, dass er unkonzentrierter wurde und auch anfing, die Übung schneller zu erledigen, wobei dann das Wasser schneller verschüttet war. Insgesamt hat er die Übung 7 mal gemacht, danach war seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes gerichtet (wie man sieht *haha*). Doch ich denke, dass die selbe Übung 7 mal schon eine für sein Alter sehr lange Aufmerksamkeitsspanne erfordert.

2015-07-29_03

Wir werden die Übung in dieser Form die kommenden Tage noch öfter machen, eventuell statt Wasser auch mit anderen Materialien (Reis, Bohnen,…) und anschließend werde ich ihm dann unterschiedlich große Gefäße anbieten, sodass er ein Gefühl für Größe und Inhalt der Gläser bekommt.